Ich nehm die Kinder mit!

Ob Action oder Relaxen – Ich nehm die Kinder mit!

Neuseeland bietet nicht nur Erwachsenen alles, was das Herz begehrt, sondern gibt sich ebenfalls familienfreundlich. Ganz egal ob Kultur, Action oder Unterkunft, touristische Angebote lassen Familien mit Kindern selten außen vor.

Vom Resort-Urlaub bis zur individuellen Reiseplanung, an die Jüngsten wird gedacht. Portale wie kidsfriendlytravel oder kidzgo bieten einen schnellen Überblick über Reisemöglichkeiten, Aktivitäten und kindgerechte Ziele.

Öffentliche Toiletten sind in Neuseeland übrigens auf europäischem Standard – wichtig für Familien mit Kleinkindern. Cafés und Restaurants haben oft Kids Menus auf der Karte, wenn nicht sogar eine Spielecke im Gastraum; attraktive Kinderspielplätze in bester Lage sind gang und gäbe.

Fast jedes Hotel und auch Motel bietet Family Suites an; viele der neuseeländischen Booking-Websites haben spezielle Angebote für Familien. Campingplätze ziehen ebenfalls mit; komfortablere Campingplätze, Holiday Parks genannt, haben oft Planschbecken für die lieben Kleinen auf dem Gelände. Größere Camping-Mobile lassen sich im Vorfeld bequem online buchen.

Auf der Suche nach Gesamtpaketen mit Rundreisen und allerlei Aktivitäten für alle Familienmitglieder, findet man ebenfalls reichlich. Am häufigsten zielen die Angebote darauf ab, die vielfältige Natur des Landes Klein und Groß näher zu bringen – für Stadtkinder ein wohl einmaliges Erlebnis.

Wer gerne einmal Landluft auf einer echten neuseeländischen Farm schnuppern möchte sollte eines der Farmstay-Angebote wahrnehmen. Hierbei dürfen die Tiere (meistens wohl Schafe) gestreichelt und gefüttert werden und viele weitere Erlebnisse werden ermöglicht. In Auckland bspw. werden Zusatzprogramme wie Schnorcheln, ein Besuch der Waiwera Thermal Pools (30 min. entfernt) oder abendliche Campfires angeboten.

Und der Inselstaat hat auch darüberhinaus für Familien eine Flut von Möglichkeiten, etwas zu erleben. Dabei sind auch kulturelle Angebote nicht auf älteres Publikum beschränkt und selbst der Besuch eines Cricketspiels ist – auch in finanzieller Hinsicht – traditionell familienfreundlich.

Wer „trotz“ Nachwuchs auf etwas mehr Action im Urlaub nicht verzichten möchte, wird nicht enttäuscht. Zumindest ältere Kinder können meist auch an den Aktivitäten „für Erwachsene“ teilnehmen. Viele Bungee-Jumping Betreiber fordern ein Mindestalter von lediglich 10 Jahren für Sprünge aus geringer Höhe; Wildwasser-Rafting wird in der Regel für Jugendliche ab 13 Jahren angeboten. Ähnliche Bestimmungen gelten für andere sportliche Aktivitäten – fragen Sie bei der Buchung. Meistens stehen auch auf den Websites der Betreiber Informationen dazu bereit.

Familientickets werden oft preislich vergünstigt angeboten. Familien mit zwei oder mehr Kindern zahlen oft nicht mehr als den Preis für zwei Erwachsene plus ein Kind.

Die Fauna des Landes hat erfreulicherweise eine „eingebaute Kindersicherung“; es gibt (im Gegensatz zum westlichen Nachbarn Australien) keine giftigen oder gefährlichen Tiere. Stattdessen bietet Neuseeland wunderbare Möglichkeiten, mit dem Wildlife auf Tuchfühlung zu gehen.

Delfinschwimmen mit den kinderlieben, maximal 1,50 m langen Hector-Delfinen z.B. dürfen Sprösslinge bereits ab einem Alter von acht Jahren wagen. Das Beobachten der Tiere von einem Boot aus kann in Kaikoura (Canterbury) mit Kindern ab drei Jahren gebucht werden. Bis einschließlich 14 Jahre wird dabei der Preis halbiert. Die Website eines Anbieters in Akaroa (Canterbury), bietet zudem eine Kids Corner an, in der Kinder im Grundschulalter spielerisch Wissenswertes über die Meeresbewohner Neuseelands erlernen können.

Pinguine gibt es in Oamaru (Otago) und Albatrosse auf der Otago Peninsula im Royal Albatross Centre zu beobachten. Der Nationalvogel des Landes, der Kiwi, darf natürlich auch nicht fehlen, Besucher haben in ganz Neuseeland reichlich Gelegenheit, dem ulkigen Zweibeiner näherzukommen.

Etwas ganz Besonderes sind die Glowworm Caves bei Waitomo (Waikato). Die i-SITE hat spezielle Angebote schon für Grundschulklassen und von dieser Kinderfreundlichkeit profitieren natürlich auch kleine Besucher aus dem Ausland. Spannende Fossilien und Skelette im Waitomo-Museum sorgen nach der Höhlentour für noch größere Kinderaugen. Lehrreich für alle: die hiesigen Glowworms sind nicht mit europäischen Glühwürmchen zu verwechseln; es handelt sich um von der Decke hängende, leuchtende Fäden, die dem Beutefang der Pilzmückenlarve (Arachnocampa luminosa) dienen. In den Höhlen darf sogar gerafted werden, auch von älteren Kindern.

Kulturelles kommt bei der Urlaubsplanung mit Nachwuchs ebenfalls nicht zu kurz. Museen sind in der Regel kinderfreundlich und mit spannenden interaktiven Attraktionen ausgestattet.

In Shantytown, einer nachgebauten alten Goldgräberstadt bei Greymouth (West Coast), dürfen die Kleinen (und Großen) selbst Gold waschen oder eine Dampflok mit Kohle befeuern.

Bei schlechtem Wetter – aber auch sonst – ist ein Besuch im Te Papa Tongarewa Museum Of New Zealand in Wellington zu empfehlen. Neben ausgestellten Kunstwerken gibt es hier vieles über die Geschichte sowie die Tier- und Pflanzenwelt des Landes zu erfahren. Viele interaktive Erlebniswelten für Kinder und Familien sorgen für Spaß und spielerisches Lernen.

Soll es noch etwas lebendiger zugehen, bietet sich das International Antarctic Centre in Christchurch (Canterbury) mit Wissenswertem über den südlichsten Kontinent der Erde an – inklusive Pinguin-Gehege, Eissturm-Simulator und 4D-Erlebniskino.

Besonderes Interesse wird auch das National Transport & Toy Museum in Wanaka (Otago) wecken. Spielzeuge für große und kleine Kinder wurden hier von dem Privatsammler Gerald Rhodes in über 50 Jahren zusammengetragen. Während die Jüngsten sich ansehen können, womit ganze Generationen an Kindern vor ihnen gespielt haben, dürften verschiedenste Luft-, Wasser- und Landfahrzeuge den Älteren Freudentränen in die Augen treiben. Kinder unter fünf Jahren haben freien Eintritt. Ein Besuch im reich bestückten Toy-Shop des Museums sollte allerdings nur unternommen werden, wenn die Reisekasse noch voll ist, denn auch hier dürften technikbegeisterte Kinder jeden Alters etwas finden.

Ganz in der Nähe des Transport & Toy Museum liegt der Erlebnispark Puzzling World. Steckpuzzles, Ringpuzzles, Entwirrpuzzles, Vexierpuzzles, Hologramme, Trompe l’Oeuil-Bilder à la M.C. Escher sorgen für spaßige Verwirrung. Selbstredend ist hier Anfassen erwünscht und man kann sich nach Herzenslust die Zähne an den Exponaten ausbeißen – dies bitte nicht wörtlich nehmen! Im Café des Erlebnisparks gibt es spezielle Kids Snack Packs für unterwegs, die dem einen oder anderen Elternteil Nerven sparen dürften.

Zwar nicht ganz Disneyland, aber dennoch einen vollwertigen Themenpark bekommt man mit Rainbow’s End bei Auckland geboten. Alle möglichen (und auch unmöglichen) Fahrgeschäfte gibt es hier zu besteigen. Das „Kidz Kingdom“ im Park bietet märchenhafte Unterhaltung mit Prinzessinnen, Hüpfburgen und jeder Menge Luftballons für die Kleinen und ganz Kleinen (2 - 8 Jahre) an.

Insgesamt muss Neuseeland wohl zu den familienfreundlichsten Ländern der Welt gezählt werden. Dies scheint kulturell bedingt zu sein: Das Land gilt laut dem World Peace Index als drittsicherstes Land der Erde. Viele Neuseeländer, die eine Zeitlang außer Landes leben, kehren in ihre Heimat zurück, sobald die Familienplanung ansteht. Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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