Wellington

Wellington

Hauptstadt mit Flair

Die Hauptstadt Neuseelands liegt eingerahmt vom Pazifischen Ozean auf einer Landzunge, dahinter erstrecken sich die grünen Hügel der Rimutaka Range, auf denen malerische weiße Holzhäuser verstreut sind.

Wellington, das von den Einheimischen auch liebevoll „Welly“ genannt wird, ist Sitz der Regierung und das inoffizielle kulturelle Zentrum des Landes. Hier leben viele Schriftsteller und Künstler und es gibt eine erstaunliche Anzahl an Museen, Theatern, Galerien und Boutiquen zu entdecken. Zudem bietet Wellingtons lebendige Innenstadt viele Möglichkeiten, das Nachtleben zu genießen. Besonders das Craft-Beer ist im Kommen und die wachsende lokale Brauerei-Szene überbietet sich in der Kreation von immer neuen Biersorten.
Der große geschäftige Naturhafen von Wellington ist der Haupt-Verbindungspunkt zur Südinsel, aber auch zur ganzen Welt, denn hier laufen riesige Containerschiffe, Kreuzfahrtschiffe, Yachten, Fähren und Fischerboote ein.
Aufgrund der Lage am Meer weht in Wellington ein beständiger, frischer Wind und das Wetter ist häufig kühl und sonnig.
Oft wird die Stadt mit San Francisco verglichen, nicht nur wegen ihrer Lage am Wasser, dem relativ hohen Erdbebenrisiko und den farbenfrohen Holzhäusern, die das Stadtbild prägen, sondern auch, weil Wellington ebenfalls ein Cable Car besitzt, das aus der Innenstadt zu den Botanic Gardens fährt. Die kleine rote Standseilbahn gehört zu den größten Attraktionen der Stadt, ebenso wie das großartige Te Papa Tongarewa Museum of New Zealand oder das Zealandia Schutzgebiet mit seinen seltenen Vögeln.
Der Wellington Stadtrundgang bietet sich für eine kompakte Erkundung der Stadt an.
Angler werfen am Wochenende gern am 30 Minuten entfernten Makara Beach die Angel an der Tasmansee aus, der Makara Beach Loop wird hier trittsicheren Wanderfreunden einen erfüllten Ausflug bescheren.

Geschichte

Nach den Überlieferungen der Maori war Whatonga, das Oberhaupt der Kurahaupo waka, der erste Mensch, der die Ländereien im Süden der Nordinsel besiedelte. Die Gegend war bekannt unter dem Namen Te Upoko-o-te-Ika, „Der Kopf des Fisches“. Zu Ehren seines Sohnes Tara nannte Whatonga den wunderschönen Naturhafen Whanganui a Tara, was „Der große Hafen von Tara“ bedeutet. Die ersten britischen Siedler kamen 1840 in die Gegend, nachdem im Jahr zuvor die New Zealand Company unter Colonel Wakefield das Land von den Maori für 100 Musketen, 100 Decken, 60 rote Schlafmützen, ein Dutzend Regenschirme und einige Werkzeuge erworben hatte. Wakefield rühmte sich, „den Kopf des Fisches und einen großen Teil des Körpers“ für seinen Bruder Edward Gibbon Wakefield, den Gründer von Wellington, gekauft zu haben. Doch die Maori glaubten keinesfalls ihr Land zu veräußern; aus ihrer Sicht ging es lediglich um das Siedlungsrecht einiger Weißer in ihren Dörfern. Aufgrund dieses Betrugs lieferten sie sich bald eine Reihe von Kämpfen mit den ersten Siedlern.
Doch auch viele Weiße fühlten sich von den Wakefields betrogen, denn das Land, welches ihnen als Paradies geschildert worden war, stellte sich in Wirklichkeit als wilde, raue Gegend heraus. Tatsächlich wurden die ersten Siedler am sumpfigen Ende des Hutt Valley abgeladen und zogen später in die Bucht von Wellington um, nachdem ihre Zelte überflutet worden waren.
Benannt wurde Wellington nach Arthur Wellesley, dem 1. Duke of Wellington und Sieger über Napoleon in der Schlacht von Waterloo. Auch die Wellingtons (brit.engl.: Gummistiefel) wurden nach ihm benannt.

Innenstadt

In den 1970er Jahren wurden viele der reizenden alten zwei- und dreistöckigen viktorianischen Innenstadthäuser abgerissen, mit der Begründung, sie seien im Falle eines Erdbebens einsturzgefährdet. An ihrer Stelle wurden Wolkenkratzer aus Stahl und Glas gebaut.
Durch Bürgerproteste konnten einige alte Gebäude gerettet werden, die nun im neuen Glanz erstrahlen. Dazu gehören unter anderem die Victoria University, das barocke St. James Theatre und einige Häuser am Civic Square.
Wer sich abends nach dem Sightseeing ins Nachtleben stürzen will, der tut dies am besten am Courtenay Place, mit seinen lebhaften, aber entspannten Bars und Craft-Beer-Pubs wie dem Malthouse, oder in der Cuba Street, mit ihren coolen, trendigen Szenetreffs. Tagsüber lässt es sich hier in den zum Teil verrückten Läden gut stöbern und shoppen.

Te Papa Tongarewa – Museum of New Zealand

Te Papa Tongarewa bedeutet frei übersetzt „Schatzkiste“, denn das Museum in der 55 Cable Street zeigt einige der wichtigsten taonga (= Schätze) des Landes. Es zählt zu den besten Museen Neuseelands und bietet eine gute Einführung in das Land und seine Geschichte. Das toll gestaltete Innere bietet eine große Spanne an Ausstellungen und steckt voller Überraschungen. In den beeindruckenden Ausstellungsräumen erleben Sie zum Beispiel eine Erdbebensimulation, ein Te Marae, also einen Maori-Versammlungsplatz, und die „Awesome Forces“, die geologischen Kräfte, welche die neuseeländische Landschaft formten. Außerdem gibt es Erlebnis- und Entdeckerzentren für Kinder, Cafés, einen Souvenirladen, ein Kindergeschäft und eine Bar.
Der Eintritt in das Museum ist frei, Sonderausstellungen sowie die mehrmals täglich angebotenen Führungen sind kostenpflichtig. Für Ihren Besuch sollten Sie einen ganzen Tag einplanen.

Circa Theater

Neben Te Papa Tongarewa liegt das Circa Theatre, eines der lebendigsten und innovativsten Theater der Stadt. Ende Februar findet hier das jährliche Putahi Festival statt, bei dem ausschließlich Maori-Theaterstücke aufgeführt werden.
Das Gebäude des Circa Theaters gehört zu den Häusern, die vor dem Abrisswahn der 70er Jahre gerettet werden konnte. Es wäre auch sehr schade um die wunderschöne Fassade gewesen, deren Verzierungen an eine Hochzeitstorte erinnern.

St. James Theatre

Auch das St. James Theatre am Courteney Place 77-87 besitzt eine wunderschöne, beeindruckende Fassade. Das Gebäude aus der Feder des Architekten Henri Eli White wurde 1912 eröffnet und ist durch den New Zealand Historic Places Trust als Ort von herausragendem historischen und kulturellen Wert klassifiziert.
Obwohl es im Theater angeblich spuken soll, sind die Tanz-, Opern- und Musicalaufführungen gut besucht. Nicht nur das Geschehen auf der Bühne, sondern auch der prächtige Theatersaal sorgen für Staunen.
Das St. James Theatre ist der Sitz des Royal New Zealand Ballet und im Art déco-Foyer befindet sich das Jimmy Café mit Bar – ein idealer Treffpunkt vor dem Besuch einer Vorstellung.

Civic Square

Der großzügige, in Pink und Beige gehaltene Platz an der Wakefield Street ist von einigen der verbliebenen viktorianischen Gebäuden umgeben, die hier Seite an Seite mit architektonisch interessanten Neubauten stehen.
Auf der dem Wasser zugewandten Seite des Platzes liegt das Michael Fowler Centre, ein unverwechselbares Gebäude aus Glas und Stahl und Heimat des New Zealand Symphony Orchestra, einem der besten Symphonieorchester der Welt.
Daneben befindet sich die weiße, rechteckige Old Town Hall mit ihren zahlreichen hohen Säulen; ein Versammlungsort für Veranstaltungen aller Art.
Gegenüber, auf der anderen Seite des Platzes, finden Sie die Wellington City Library. Das Gebäude mit seiner gebogenen Glasfront und den hohen Metallpalmen davor wurde von dem führenden Architekten der Stadt, Ian Athfield, entworfen.
Ebenfalls am Civic Square befindet sich die City Gallery, die eine Sammlung von lokalen zeitgenössischen und internationalen Kunstwerken in ihrem Art decó-Gebäude von 1930 beheimatet. Sie bietet zahlreiche Events und ein ausgezeichnetes Café, das Nikau.

Wellington Wharves

Geht man vom Civic Square aus zum Wasser hinunter und dann weiter Richtung Norden, gelangt man auf die frei zugänglichen Kais. Hier laufen Jogger in der Mittagspause vorbei an den Besatzungen der Fischerboote und die Restaurants bieten Haute Cuisine.

Ferg’s Kayaks

Wer Lust auf Sport hat, ist bei Ferg’s Kayaks am Queens Wharf genau richtig. Neben Kajaks werden hier auch Inlineskates, Fahrräder und Paddleboards (fürs Stehpaddeln) verliehen. Eine Kletterhalle und natürlich geführte Kajaktouren zählen ebenfalls zum Angebot.

Museum of Wellington City and Sea

Das Museum, welches unter die 50 besten Museen der Welt gewählt wurde, liegt am 3 Jervois Quay, Ecke Queens Wharf und präsentiert eine beeindruckende Sammlung maritimer Denkwürdigkeiten. Highlights sind alte Maori-Legenden, die mithilfe von winzigen Hologramm-Schauspielern dargestellt werden, sowie die bewegende Dokumentation über die Tragödie der „Wahine“, einem Fährunglück nahe der Küste im Jahr 1968, bei dem mehr als fünfzig Menschen starben.
Die Plimmer’s Ark Gallery ist Teil des Museums und enthält die ausgehobenen Überreste des 150 Jahre alten Segelboots „Inconstant“, später bekannt als „Plimmer’s Ark“, denn John Plimmer verband das Wrack über eine Brücke mit dem Land und im Inneren entstand ein florierendes Handelsgeschäft. Gleichzeitig diente es als Leih- und Auktionshaus, Landungspier und Büro des ersten Hafenmeisters von Wellington.

Wild Winds

Nahe des Haupt-Fähranlegers, am Customhouse Quay 36, kommen Wassersportfans und die, die es werden wollen bei Wild Winds auf ihre Kosten. Für Neugierige gibt’s zweistündige Schnupperkurse im Wind- und Kitesurfen.

New Zealand Portrait Gallery

Am Customhouse Quay 11 liegt die Portrait Gallery im historischen Shed 11 (Shed = „Lagerhaus“, „Speicher“) direkt am Wasser. In dem einstöckigen Gebäude werden die Gesichter von Neuseeländern auf Gemälden, Fotos, Skulpturen und Illustrationen gezeigt. Eintritt frei (bis auf Sonderausstellungen).

Lambton Quay und Parliamentary District

Lambton Quay ist Wellingtons größte Einkaufsstraße. Sie lag ursprünglich direkt am Meer, doch wurde dort die Enge immer bemängelt, sodass sie ein paar Blöcke weiter in das Innere der Stadt verlegt wurde.
Das Cable Car fährt vom Lambton Quay aus dicht getaktet zu den Botanic Gardens und dem Cable Car Museum oben am Berg. Die Regierung hält am Nordende des Lambton Quay Quartier.

Old Government Buildings

600 Meter nördlich der Cable Car Station am Lambton Quay liegt auf der rechten Seite das Old Government Buildings Historic Reserve, das eigentlich nur aus einem einzigen großen Gebäude besteht. Die Fassade sieht zwar aus wie Stein, besteht jedoch aus 9.300 m2 Holz.
Das Gebäude gehört zu den größten Holzhäusern der Welt und diente von 1876 bis 1990 als Sitz der Verwaltung, des Kabinetts und verschiedener Ministerien. Heute beherbergt es die juristische Fakultät der Victoria University.

Parliament Buildings

Genau gegenüber der Old Government Buildings, auf der anderen Seite des Lambton Quay, befinden sich die heutigen Regierungsgebäude, die aus vier architektonisch unterschiedlichen und aus verschiedenen Epochen stammenden Gebäuden bestehen.
Im Vordergrund prangt The Beehive (engl.: Bienenstock), ein einzigartiges, rundes Kabinetts-gebäude mit Kupferkuppeldach. Es wurde von dem britischen Architekten Sir Basil Spence entworfen und in mehreren Bauphasen zwischen 1969 und 1979 errichtet. Seinen Namen erhielt es bereits während des Baus allein wegen seiner Form, und nicht etwa aufgrund der emsig ein- und ausgehenden Beamten und Politiker.
The Beehive ist über einen unterirdischen Gang mit dem Bowen House (Ecke Bowen St/Lambton Quay) verbunden, einem Hochhaus, in dem sich die Büros der Parlamentsmitglieder befinden.
Neben dem Beehive steht das Parliament House aus dem Jahr 1922, mit den Versammlungsräumen der Komitees und dem großen Parlamentssaal. Seine grau- und cremefarbene Fassade im neoklassischen Stil mit viereckigen Marmorsäulen bildet einen krassen Kontrast zum Beehive.
Auf dem vom Lambton Quay aus gesehen hinteren Teil des Areals befindet sich das älteste der vier Gebäude, die Parliamentary Library. Sie stammt von dem Architekten Thomas Turnbull und wurde zwischen 1883 und 1899 im viktorianisch gotischen Stil erbaut, mit spitzen Giebeln, Säulengang und Ziertürmchen.
Einstündige Führungen durch die Parlamentsgebäude werden mehrmals täglich kostenlos angeboten.

Old St. Paul’s Cathedral

In der 34 Mulgrave Street liegt diese kleine, aber beeindruckende Kathedrale im neugotischen Stil, die bis hin zu den Nägeln komplett aus heimischen Hölzern gebaut und im Jahr 1866 geweiht wurde.
Sie ist das Schmuckstück unter den 30 Kirchen der Stadt und wird gerne für Hochzeiten und Trauerfeiern genutzt.
Nach dem Umzug der anglikanischen Gemeinde in die Wellington Cathedral of St. Paul‘s blieb sie als Kirche geweiht und wird vom New Zealand Historic Places Trust verwaltet.

Wellington Cathedral of St. Paul’s

Die Kathedrale in der 45 Molesworth Street wird auch New St. Paul’s Cathedral genannt, weil sie nach dem Umzug der Gemeinde der Nachfolger der Old St. Paul‘s Cathedral ist. Sie ist Sitz der anglikanischen Kirche und des Bischofs von Wellington.
1955 wurde das Gebäude in der Stahlbetonbauweise errichtet und dient seit 1964 als Kathedrale. Von 1970 bis 1998 wurde sie zu ihrer heutigen Größe ausgebaut und erweitert.

National Library

Gegenüber von St. Paul’s, in der 70 Molesworth Street, befindet sich die National Library mit der Alexander Turnbull Library, die eine bemerkenswerte Sammlung Neuseeländischer und Pazifischer Geschichte enthält. Außerdem gibt es eine Galerie, ein Café, freies Wi-Fi und zahlreiche interessante Veranstaltungen.

Die Vororte

Botanic Gardens

Die Botanic Gardens sind mit dem Cable Car oder zu Fuß durch den Bolton Street Memorial Park von der Innenstadt aus einfach zu erreichen. Eine Anfahrt mit dem Auto ist über die Glenmore Street möglich.
Der Botanische Garten bietet tolle Aussichten auf die Stadt und einen super Abenteuerspielplatz für Kinder. Besonders schön ist der Lady Norwood Rose Garden, wo die farbenprächtigen Blüten in den Sommermonaten spektakulär anzusehen sind. Auf dem Gelände des Botanischen Gartens befindet sich ebenfalls das Carter National Observatory, wo virtuelle Touren durch den südlichen Sternenhimmel angeboten werden, sowie eine Multimedia-Ausstellung der polynesischen Navigation und Wissenswertes über die Maori-Kosmologie und Europäische Entdecker.

Zealandia Karori Sanctuary Experience

Etwa 1 km südwestlich der Botanic Gardens liegt dieses Schutzgebiet, welches 252 Hektar Land mit Regenwald umfasst und dessen Besuch zu jedem Aufenthalt in Wellington unbedingt dazugehört.
Das 35 km lange Wegenetz ist durch den einzigen Eingang am Ende der Waiapu Road zu erreichen. Im Zealandia (www.visitzealandia.com) bietet sich die Möglichkeit, seltene Vögel wie den Kiwi, Weka oder Neuseeland-Kuckuckskauz in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen – oder wenigstens zu hören.

Wellington Zoo

Sowohl einheimische als auch exotische Tierarten hat der Zoo zu bieten. Er liegt in der Daniell Street in Newtown und ist Neuseelands ältester Zoo, wird heute aber nach modernen Richtlinien geführt.
Der Mojo at the Zoo-Imbiss serviert u.a. Fair-Trade-Kaffee, Hühnchen und Eierspeisen von Freilandfarmen und verzichtet bei der Essenszubereitung auf die Nutzung von Palmölprodukten.

Kapiti Coast

Paraparaumu

Die Kapiti Coast ist nordwestlich von Wellington gelegen und ideal für einen Wochenendausflug geeignet, denn bis zum Örtchen Paraparaumu mit seinem schönen Strand braucht man vom Stadtzentrum etwa 1 Std. mit dem Auto (über SH 1) und circa 45 min. mit dem Zug.
In Paraparaumu gibt es viele Unterkünfte und Wassersportanlagen. Inmitten der weichfließenden Dünenhügel finden Sie zudem die außergewöhnliche Anlage des Paraparaumu Beach Golf Club, die schon als ein „Denkmal für den Golfsport“ bezeichnet worden ist.

Kapiti Island

Von Paraparaumu aus fährt zweimal am Tag eine Fähre nach Kapiti Island, einem wertvollen Schutzgebiet für einheimische Vögel wie den Kakariki, Takahe, Kea oder Kiwi.
Geführte Tages- und Nachttouren werden von Kapiti Island Nature Tours angeboten, ebenso wie Übernachtungsmöglichkeiten auf der Insel. Im Norden der Insel gibt es zudem exzellente Schnorchel- und Tauchmöglichkeiten.

Lindale Centre

Ein paar Kilometer nördlich von Paraparaumu befindet sich das Lindale Food and Entertainment Centre direkt am SH 1. Hier können Leckereien wie lokal hergestellter Gourmet-Käse oder Eiscreme probiert werden.
Besonders die kleinen Gäste haben sicher auch Freude an den unterschiedlichen Nutztieren und verschiedenen Vorführungen wie Kühe melken oder Schafe scheren.

Hutt Valley

Durch das Hutt Valley nördlich von Wellington zieht sich der Hutt River. Genau wie der Fluss wurde es nach Sir William Hutt benannt, einem Direktor der New Zealand Company in den frühen Kolonialzeiten. Die vergleichsweise flache Landschaft gliedert sich in Lower Hutt (südlicher Teil) und Upper Hutt (nördlicher Teil). Im Hutt Valley wurden zahlreiche Szenen aus „Der Herr der Ringe“ gedreht, zum Beispiel die Schlacht um die Hornburg in Helms Klamm.
Im Südosten des Hutt Valley schließt sich der Rimutaka Forest Park an – ein wunderschönes Stück davon bekommen Sie auf dem 4-stündigen Orongorongo Track zu sehen.

Petone Settlers Museum

Die ersten Siedler von Wellington landeten 1840 in Petone am Nordufer des Wellington Harbour, und das Petone Settlers Museum erinnert an ihre Geschichte. In enger Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung erzählt das Museum, das direkt am Wasser (The Esplanade) gelegen ist, jedoch nicht nur von der Vergangenheit, sondern auch von der Gegenwart des heutigen Industrieortes Petone. Der Eintritt ist frei.

Eastbourne

Das kleine Städtchen Eastbourne liegt an den Ufern des Wellington Harbour genau gegenüber von Wellington und kann auch mit der Fähre erreicht werden. Als ruhiger Kontrast zur quirligen Hauptstadt und wegen seiner Kunsthandwerksläden ist es allemal einen Besuch wert.
Von hier aus bietet sich eine Wanderung entlang der Küste zum Pencarrow Lighthouse an. Der 8 km lange Schotterweg ist leicht zu gehen und bietet einen tollen Blick auf das Meer und den Hafen von Wellington.
Unterwegs informieren Hinweistafeln über die Geschichte des Pencarrow Lighthouse, welcher der erste Leuchtturm des Landes war und 1859 aus Gusseisen gebaut wurde.
Er wurde einst von der ersten und einzigen weiblichen Leuchtturmwärterin des Landes, Mary Jane Bennett (1815 - 1885), bewacht. Seit 1935 ist er nicht mehr in Betrieb.

The Dowse Art Museum

Dieses kleine Kunstmuseum in der 45 Laings Road in Lower Hutt zeigt neuseeländische Kunst, Kunsthandwerk und Design und besitzt ein nettes Café.
Das Dowse Art Museum ist ein freundliches, leicht zugängliches Museum, welches sich in einem Gebäude mit einer interessanten Architektur in Pink befindet.

Die Wairarapa Region

Im Nordosten des Hutt Valley liegen die weitläufigen Anbauflächen der Wairarapa Region. Wellington entwickelte sich ursprünglich als Hafenstadt, unter anderem auch, damit die Erzeugnisse dieses fruchtbaren Landstriches verschifft werden konnten. Für die einstündige Autofahrt Richtung Nordosten über die 300 m hohen Rimutaka Range auf dem SH 2 sind im Winter Schneeketten nötig.
Früher zog eine Fell-Lokomotive Menschen und Güter über die fast vertikalen Hänge der Berge auf die andere Seite, wo sich weites, offenes Land erstreckt, gesäumt von einer hübschen Küstenlinie. Hier in der Wairarapa Region ist es wärmer, sonniger und weniger windig als in Wellington.

Fell Locomotive Museum

Das Fell Locomotive Museum im Zentrum von Featherston direkt am SH 2 zeigt die einzige erhaltene Fell-Lokomotive der Welt. Von ihr wurden nur sechs Stück hergestellt. Die Lokomotiven waren dafür gemacht, steile Hänge wie die der Rimutaka Range zu überwinden.

Martinborough

Die zweitgrößte Stadt der Region liegt 18 km südöstlich von Featherston. Im Martinbourough Wine Centre in der 6 Kitchener Street können Sie alles über die Weingüter der Region erfahren. Wer sie sich lieber vor Ort ansehen möchte, kann eine romantische zweistündige Weinbergtour mit einer Kutsche bei The Horse and Carriage oder eine Tagestour mit Martinborough Wine Tours buchen.

Greytown

Folgt man von Featherston aus dem SH 2 Richtung Norden, kommt man nach Greytown. Der wunderschöne, viktorianische Ort war die erste Siedlung im Inland von Neuseeland. Beim Schlendern durch die Straßen lassen sich Weinläden, Antiquitäten, Kunsthandwerk und lokale Spezialitäten entdecken. Und das liebevoll gestaltete Cobblestones Museum in der 169-173 Main Street ruft das Leben der frühen Pioniere in der Wairarapa Region wach – inklusive der Geräusche von klappernden Hufen und rumpelnden Kutschen.

Masterton

Nordöstlich von Greytown liegt Masterton, wo jeweils im März der Schafscherwettbewerb „Golden Shears“ stattfindet. Es ist einer der wenigen jährlich stattfindenden Wettbewerbe, weshalb das ganze Land begeistert daran Anteil nimmt.
Doch auch wenn Sie zu einem anderen Zeitpunkt nach Masterton kommen, können Sie sich in The Wool Shed - National Museum of Sheep and Shearing in der Dixon Street über alle Facetten der Wollproduktion informieren.
Einen schönen Spaziergang kann man gegenüber im Queen Elizabeth Park machen. Hier gibt es einen riesigen Ententeich, einen historischen Friedhof, einen Kinderspielplatz sowie Minigolf und Bowlingbahnen.

Palliser Bay

Südöstlich von Wellington liegt diese malerische, 40 km lange Bucht an der Cookstraße, die sich vom Südende der Rimutaka Range bis zum Cape Palliser, dem südlichsten Punkt der Nordinsel, erstreckt. In dieser Region wurden die frühesten Maori-Siedlungsgebiete Neuseelands entdeckt und viele Vorfahren der Ngati Hinewaka sind entlang der Küste begraben. Dies macht die Gegend zu einem heiligen Ort für die Maori. Verhalten Sie sich bei Ihrem Besuch entsprechend respektvoll.

Putangirua Pinnacles

Von der Küstenstraße Cape Palliser Road aus ist es ein 30-minütiger Spaziergang zu den großen Felsspitzen, von denen einige bis zu 50 m hoch sind. Sie sind eine geologische Besonderheit, denn sie wurden während der letzten 120.000 Jahre durch die Verwitterung von Schlickablagerungen geformt.

Ngawi

Fast am südlichsten Zipfel der Nordinsel befindet sich das malerische Fischerdorf Ngawi, welches sich an den Fuß der aufragenden Aorangi Range schmiegt. Am Strand stehen rostige Traktoren in Reih und Glied, die dafür genutzt werden, Fischerboote an Land zu ziehen. An diesem Küstenabschnitt werden häufig Seehunde gesichtet.
Am Ende der Straße führen 258 steile Stufen zum Cape Palliser Lighthouse hinauf. Die Materialien für den Bau des Leuchtturms mussten 1896 mit dem Boot gebracht werden, die Straße wurde erst 1941 gebaut. Vom Leuchtturm aus haben Sie eine spektakuläre Sicht auf die Südinsel und können schneebedeckte Berggipfel über dem Meer aufragen sehen.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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