Waikato

Waikato

Neuseelands grünes Herz

Willkommen in Neuseelands grünster Region! Vom Zentrum bis zu den Küsten im Norden und Westen der Nordinsel bildet Waikato („Fließendes Wasser“) ein 25.000 km2 umfassendes beschauliches Idyll.

Abgesehen von der rauen Coromandel Peninsula im Norden wird Waikato Ihnen einen gänzlich anderen Eindruck von Neuseeland verschaffen als die urtümlich-ungezähmte Natur, die Sie sonst auf den Inseln erwartet. Selbstverständlich ist aber auch hier die Landschaft überwältigend schön. Das milde, feuchte Klima mit viel Sonnenschein sorgt gemeinsam mit den weiten Ebenen und sanften Hügeln für ein perfektes Wandergebiet.
Den 425 km langen, mal städtischen, mal ländlichen, aber stets freundlichen Waikato River kann man dank der Waikato River Trails auf 100 km begleiten. Auf seinem Lauf betreibt der Fluss insgesamt neun Wasserkraftwerke mit acht Dämmen, die 13 % der Energieversorgung des Landes decken. Als Zugabe besitzen sie eine Reihe fischreicher Stauseen, die zum Angeln, Rudern oder zu Bootsrundfahrten einladen; Jetski ist an den Rändern von Cambridge, Hamilton und Ngaruawahia möglich.
Am Oberlauf des Waikato River liegt Hamilton, die Hauptstadt der Region, die Kunst und Kultur bietet, Einkaufsmöglichkeiten und Museen zur bewegten Geschichte Waikatos. An der Westküste mit den welligen Hügeln der Hakarimata Range bietet Raglan Wassersport in Hülle und Fülle – an schwarzen Stränden!
Weiterhin ist in Waikato richtig, wer sich für die reiche Kultur der Maori interessiert: Im südwestlichen King Country veränderte sich mit dem Maori King Movement die Geschichte der Ureinwohner.
Höhepunkt eines jeden Aufenthalts in Waikato sind sicher die Waitomo Caves, die Glühwürmchenhöhlen, die die Sterne unter die Erde geholt haben.
Ein Glanzpunkt völlig anderer Art ist das nahe der Stadt Matamata gelegene Hobbiton, ein Filmset, das Teil der Landschaft geworden ist: Authentischer geht es nicht!
Neuseelands Landwirtschaft ist ohne Waikato nicht vorstellbar: Ausgedehnte Weiden prägen die fruchtbaren Tiefebenen und überall wird Vieh gehalten, was die Waikato Plains zum Zentrum der neuseeländischen Milchwirtschaft macht. Aber auch Obst und Gemüse und sogar Tee wird angebaut. Zudem finden sich hier die bedeutendsten Gestüte der neuseeländischen Pferdezucht.
Im Osten verändert die Region allmählich ihr Gesicht: Nahe der Kaimai und Mamaku Range steigt das nun von Buchenwäldern bedeckte Land allmählich an. Weiter südlich befindet sich der Lake Taupo, Neuseelands größter See und Quelle des Waikato River.
Die größeren Städte Waikatos sind gut durch Busse verbunden, die entlegenen Küstenregionen allerdings nur mit dem Auto erreichbar.

Geschichte

Ab dem 13. Jh. wanderten Maori-Stämme nach Waikato ein, so dass die Region zum Zeitpunkt der Kontaktaufnahme mit den Europäern eine der am dichtesten besiedelten Neuseelands war. Die Tainui verwalteten das Gebiet auf traditionelle Art gemeinsam.

Ab den 1840er Jahren erregte das fruchtbare Ackerland das Interesse der Kolonisten, die ihr Siedlungsgebiet nicht auf die Küstenstreifen beschränken wollten. Jedoch gestaltete sich der Erwerb von Land, das die Maori gemeinschaftlich besaßen, schwierig. Unrechtmäßigkeiten und Unzufriedenheit unter den Siedlern waren die Folge. Die Waikato-Stämme sahen sich zunehmend unter Druck und schlossen sich schließlich in der Te Kingitanga (King Movement) zusammen. 1857 wählten sie in Ngaruawahia erstmals in ihrer Geschichte einen König, der ihre Interessen gegenüber der britischen Kolonialregierung auf Augenhöhe vertreten sollte. Dennoch kam es 1863 zum Krieg der ansässigen Maori mit der Regierung. Er ging als der schwerste Feldzug unter den bis 1872 währenden Neuseelandkriegen in die Geschichte ein.
Nach dem Waikato-Krieg wurden die Tainui-Stämme enteignet. Erst im Jahr 1995 entschuldigte sich die britische
Regierung für das Unrecht, gab das Land, das sich noch in ihrem Besitz befand, zurück und entschädigte die Stämme mit 170 Mio. Dollar.
Diese dramatische Vergangenheit ist in Waikato allerorts präsent. Zahlreiche Museen widmen sich der Kultur der Maori, historische Stätten werden von Maori-Organisationen und staatlichen Stellen gemeinsam gepflegt.

Coromandel Peninsula (NZ811)

Die maximal 40 km breite Coromandel Peninsula bildet den nördlichsten Teil Waikatos und schirmt den Hauraki Gulf vom Pazifischen Ozean ab. Die dünn besiedelte Halbinsel ist größtenteils von üppigem Regenwald bedeckt und der Länge nach von der Coromandel Range (900 m) durchzogen.
Die goldenen Strände, die teils grünen, teils felsigen Küsten und das tiefblaue Meer sind eine Augenweide. All dies macht die Halbinsel zu einem Zentrum des Outdoor-Tourismus: Wanderer, Delfinfreunde, Kletterer und Surfer sind hier bestens aufgehoben.
Historisch interessierten bringen Museen und Touren die Goldgräbervergangenheit der Halbinsel näher: Überall finden sich stillgelegte Minen, und nicht nur die Städte Waihi und Thames sind stolz auf dieses Erbe.

Das Innere der Coromandel Peninsula

So blau der Ozean um die Halbinsel ist, so grün ist das fast unbewohnte Landesinnere. Durch das milde Klima und den frischen Seewind herrscht keine stickige Regenwaldatmosphäre, sondern angenehme Witterung, die Lust macht, sämtliche Schönheiten des Gebirgskamms im Zentrum zu erkunden. Mehrere Touren führen durch und über die Coromandel, darunter der Hauraki Rail Trail.

Karangahake Gorge

Lernen Sie eines der „14 Wunder Neuseelands“ kennen: Die Karangahake Gorge folgt der historischen Eisenbahnlinie von Paeroa nach Waihi und führt Sie zu den Überresten zahlreicher Goldminen.
Mit einer Taschenlampe können Sie auch einen 1 km langen alten Eisenbahntunnel erkunden. Zu Recht beliebt für Picknicks sind die kaskadenreichen Owharoa Falls. Wichtigste Regel für dieses Naturschutzgebiet: Kamera nicht vergessen! Die Schlucht ist Teil des Hauraki Rail Trail und liegt gleich südlich von Paeroa am SH 2. Zelten kann man auf dem Dickey Flat Zeltplatz (Dickey Flat Rd).

Kauaeranga Valley

Das Kauaeranga Valley bei Thames gilt als einer der Schätze Neuseelands. Wer gerne in der Natur ist, ist hier richtig. Wandern, schwimmen, reiten und jagen Sie unter mächtigen Kauri-Bäumen und zwischen kristallklaren Flüssen. Zu den prominentesten Bäumen im Tal bringt Sie der Cookson Kauri Walk. Nutzen Sie die Möglichkeit, in der DOC Hut zu übernachten und einen atemberaubenden Sonnenauf- und -untergang zu sehen; Reservierung empfohlen.
Die Schluchten im Tal können Sie kennenlernen, indem Sie sich neben Wasserfällen 300 m in die  Tiefe abseilen und aus 14 m Höhe in Seen springen. Canyoning - ein Muss für Abenteurer!

Wentworth Valley und Parakiwai Valley

Ein bequem zu gehender Wanderweg führt am Wentworth River entlang durch das wieder aufgeforstete Valley zu den silbernen Wentworth Falls. Der SH 25 verläuft 2,5 km außerhalb von Whangamata zur Wentworth Valley Road, an deren Ende das Tal beginnt. 2 km südlich befindet sich am SH 25 das Parakiwai Valley, in dem der Wharekirauponga Track mit alten Goldminen, Wasserfällen und verwitterten Vulkanfelsen aufwartet.

Coromandel Küstenstraße (NZ843)

Die Highways 25 und 25A verlaufen um die Halbinsel und verbinden alle größeren Städte in einer Schleife, auf der man den weiten blauen Ozean stets im Blick hat. Die Strände der Halbinsel bieten traumhafte, fast unberührte Natur, wie sie selbst in Neuseeland selten ist.
Die Kauri-Bäume, die teils bis an die Küste wachsen, lockten 1820 bei Coromandel Town das britische Schiff „HMS Coromandel“ an, dem Stadt und Halbinsel ihre Namen verdanken. Zu Fuß können Sie ein besonders schönes Stück Küste auf dem 6-stündigen Coromandel Walkway Loop bewundern.

Waihi

Die historische Goldgräberstadt „Steigendes Wasser“ auf der Landverbindung in Coromandels Südosten besticht mit ihrem alten Ortskern und stimmungsvollen Cafés. Im Gold Discovery Centre (126 Seddon St), zugleich i-SITE im „Herz aus Gold“, können Sie aktiv in die Vergangenheit eintauchen und sogar eine Explosion in einer Mine simulieren. Auch Touren zu Goldminen werden angeboten. Bei Waihi startet die barrierefrei zugängliche Goldfields Historic Railway – schnurstracks in die Vergangenheit.

Whangamata

Die „Bucht der Steine“ ist das Einkaufszentrum der Coromandel und bekannt für ihre Strände: Der 6 km lange Whangamata Beach ist bei Surfern aus aller Welt berühmt für seine linksbrechenden Wellen. Kajakfahren, Stehpaddeln oder Schwimmen sind hier ebenfalls ein Vergnügen. Ein Geheimtipp ist der 10 min. entfernte Onemana Beach, nicht zuletzt wegen des bei Kindern überaus beliebten Spielplatzes. Das Informationszentrum befindet sich in 616 Port Rd.

Tairua

An den Fuß des Vulkans Paku schmiegt sich die Kleinstadt „Zwei Gezeiten“, eine der ältesten Siedlungen der Maori, die heute Wassersportler jeder Couleur zur Mitte von Coromandels Ostküste zieht.
Der Blick vom Paku über die Stadt und die Mündung des Tairua River gehört zum Pflichtprogramm für Besucher, ebenso ein Besuch bei den Zwillingskauri-Bäumen am Nordende der Hauptstraße, in der sich auch das Tairua Information Centre (223 Main Rd) befindet. Nahebei liegt das idyllische Sailors Grave Historic Reserve mit dem ältesten Seemannsgrab Neuseelands.

Hot Water Beach

Ein unterirdischer Fluss mit heißem Wasser mündet hier in den Pazifik und zieht zwei Stunden vor und nach der Ebbe Scharen von Besuchern an den goldenen Strand: Hier und jetzt können Sie sich – vorsichtig! – Ihre persönliche heiße Quelle graben. Schaufeln gibt es in den umliegenden Cafés. Hot Water Beach liegt zwischen Tairua und Whitianga, nahe der Cathedral Cove.

Cathedral Cove

Sogar für Neuseeland ist diese Bucht außergewöhnlich. Die grün bewachsenen weißen Felsen der Küste und das fischreiche türkisblaue Meer bieten ein wunderbares Farbenspiel mit Südsee-Flair. Die Bucht ist Ziel des Cathedral Cove Walk im Te Whanganui A-Hei Marine Reserve, der an einem Parkplatz am Ende der Grange Road beginnt. Der Weg ist ausgeschildert, die wenigen gefährlichen Stellen sind deutlich markiert. Fischen ist verboten und Müll wieder mitzunehmen. Tipp: Nähern Sie sich der Bucht im Rahmen einer Bootsrundfahrt (62 Hahei Beach Rd).

Coromandel Town

Der SH 25 macht an seiner nördlichsten Stelle einen scharfen Knick und führt dann hinüber zur Westküste nach Coromandel Town. Eine beschauliche Stadt, die Künstler und Touristen anzieht; mit der Fähre von Auckland wird schon die Anreise zum Erlebnis. In 85 Kapanga Rd befindet sich das Information Centre. Der nächste Strand ist Long Bay Beach, der mit dichtem Grün bis an das Wasser beeindruckt.

Driving Creek Railway & Potteries

3 km nördlich von Coromandel Town startet in 380 Driving Creek Rd die beliebte Eisenbahn, die in einer Stunde durch dichten Kauri-Wald zum Eyefull Tower fährt und herrliche Blicke über den Hauraki Gulf gewährt. Nicht nur für Kinder ein Spaß! Die Betreiber fertigen und verkaufen Keramiken; greifen Sie bei diesen einmaligen Souvenirs zu. Die Bahn ist barrierefrei zugänglich; Buchung am Vortag empfohlen.

Thames

In dieser wunderschönen ehemaligen Handwerkerund Goldgräberstadt am Firth of Thames – i-SITE in 206 Pollen St – ist die Vergangenheit lebendig; wählen Sie aus, ob Sie sie im landwirtschaftlich-technologischen Thames Historical Museum (503 Cochrane St) oder auf Spaziergängen kennenlernen möchten.
Bei Thames gibt es die bedeutendsten Reste der einstigen großen Kauri-Wälder, darunter 1.200 Jahre alte Exemplare. Der Hauraki Rail Trail beginnt hier (407 Mackay St).

Der Nordosten

Ngaruawahia

19 km Auto- oder Zugfahrt von Hamilton nach Norden liegt am Zusammenfluss von Waikato River und Waipa River Ngaruawahia („Öffnung der Nahrungsgruben“), das Herz des Maori King Movement und Stätte ihrer Königswahl. Besucher haben um den 17. März, am Tag der Ngaruawahia Regatta, Zutritt zum Turangawaewae Marae („Ort zum Stehen“) mit seinen prächtigen, mit Schnitzereien verzierten Gebäuden.
Nordöstlich erhebt sich der Mount Taupiri (288 m). Auf dem Gipfel des Berges befindet sich die heilige Grabstätte der Maori-Könige.

Hakarimata Scenic Reserve

In einer der schönsten Waldlandschaften Waikatos locken atmosphärische Wasserfälle und bis zu 800 Jahre alte Kauri-Bäume. Die 1.349 Stufen der Holztreppe zum Gipfel sind eine beliebte Herausforderung für die Beine der Touristen; der Ausblick ist es wert! Bei Ngaruawahia gibt es drei öffentliche Zugänge zum Schutzgebiet.

Te Aroha

Seit über 100 Jahren steht die 4.000-Einwohner-Stadt Te Aroha („Liebe“) für Entspannung und Genuss. Lassen Sie sich nahe der i-SITE (102 Whitaker St) in den Hot Springs Mineral Spas (off Boundary St) verwöhnen – eine Wohltat nach einem aktiven Wandertag oder einer Tour auf dem Hauraki Rail Trail.
In den hölzernen Badezubern werden Sie sich fast wie zu Zeiten des Goldrausches 1880 - 1895 fühlen, als Te Aroha aufblühte, nachdem im nahen Waiorongomai Valley die Goldfelder eröffnet wurden.
Im historischen Cadman Bath House macht das Te Aroha Museum (Whitaker St) die Vergangenheit lebendig. Sehenswert sind auch Te Arohas viktorianische Parks; Kinder freuen sich über die Spaß- und Erlebnisbäder der Stadt. Der SH 26 führt durch die Stadt und weiter zur Coromandel Peninsula.

Maori-Legende: Die Quelle der Liebe

Zahlreiche Maori-Legenden berichten, wie Te Aroha seinen Namen erhielt. So erzählen die Awara, dass Kahu-Mata-Momoe, Sohn des Awara-Häuptlings, auf dem Heimweg den Berg erklomm und, als er seine Heimat erblickte, überwältigt von deren Schönheit ausrief: „Aroha ki tai, aroha ki uta!“ („Liebe zur See, Liebe zur Küste!“)
Diese Liebe Kahu-Mata-Momoes ließ im Laufe der Zeit kristallklares Wassers aus dem Berg fließen, das dort, wo es an die Oberfläche trat, eine heiße Quelle mit Heilkräften entstehen ließ. Ein Teich in einer Felsspalte des Berges heißt heute „Mirror of Te Momoe“ und ist bei frisch Verheirateten als Wunschquelle beliebt.

Matamata

Als Nachbarstadt Hobbitons ist das ländliche Matamata fest mit Peter Jacksons „Der Herr der Ringe“-Verfilmung verbunden; Touren starten an der i-SITE (45 Broadway St).
Im sonst bodenständigen Matamata selbst kann man leicht abheben: Durch die Auftriebe an den Hängen der Kaimai Range ist die Stadt perfekt für Segelflieger. 10 km nördlich von Matamata befindet sich am SH 27 zudem ein Flugfeld, auf dem Skydive Waikato Sie fliegen lässt – im freien Fall senkrecht nach unten.
Der 18 m hohe Aussichtsturm Firth Tower (Tower Rd) ist heute ein Museum für die Pionierzeit, ihn umgeben zehn historische Gebäude, die Eintritt kosten. Die heißen Quellen Matamatas (257 Okauia Springs Rd) sind für jeden eine Wohltat – und für Kinder ein Heidenspaß.
Vielleicht gönnen Sie sich ein Bad, nachdem Sie auf dem 20 km entfernten Wairere Falls Track den wunderbaren Wasserfall besucht haben.

Matamata Hobbiton (NZ845)

„In einem Loch im Boden, da lebte ein Hobbit.“ Die Wohnung und das Dorf dieses Hobbits können Sie besuchen: Hobbiton (Hobbingen) liegt bei Matamata – schließlich ist die idyllische Landschaft des ländlichen Waikato wie geschaffen für das heimelige Auenland.
Das Filmset liegt auf privatem Grund und ist nur im Rahmen von geführten Touren (www.hobbitontours.com) zu besuchen: auf der Hinfahrt begeistert die majestätische Kulisse der Kaimai Range.
In Hobbiton haben Sie ausgiebig Gelegenheit, die Straßen, Hobbithöhlen und die Mühle zu besichtigen. Das Gasthaus „Zum grünen Drachen“ (Speisekarte und Vorbestellung online) und The Shires Rest Café sorgen für das leibliche Wohl. Planen Sie Zeit zum Stöbern im Shire Store ein.

Maungatautari (Ecological Island)

15 min. Autofahrt von Cambridge entfernt (SH 1 Richtung Süden, dann Landstraße), liegt am Dreifachgipfel des Vulkans Maungatautari (797 m) dieses Naturschutzgebiet, das wiederausgewilderte Kiwis und andere gefährdete einheimische Vogelarten beherbergt – nach über 100 Jahren sind hier wieder Kiwi-Küken geschlüpft. Mit 3.400 ha ist Maungatautari Neuseelands größtes Binnenreservat. Der Blick vom Aussichtsturm auf den Wald raubt Ihnen den Atem.

Cambridge

24 km südöstlich von Hamilton befindet sich Neuseelands ländliche „Pferdehauptstadt“, der man ihren Ursprung als Militärlager im Waikato-Krieg kaum mehr anmerkt. Die Erinnerung an diese dramatische Epoche bewahrt das Cambridge Museum (24 Victoria St). Ansonsten herrscht hier Idylle – Sie werden das Gefühl haben, ins viktorianische England gereist zu sein: Häuser im Tudor-Stil, die St Andrew´s Anglican Church (85 Hamilton Rd) sowie die unzähligen Parks sind typisch für die „Stadt der Bäume und Champions“. Tipp: Im Herbst ist das gefärbte Laub wunderbar!
Am SH 1 gelegen ist Cambridge mit Bussen und Zügen gut zu erreichen. i-SITE Ecke Queen St/ Victoria St.

Die Westküste

Die Westküste Waikatos macht Surferträume wahr. Hier wurde der Surf-Film-Klassiker „The Endless Summer“ (1966) gedreht und die Wind- und Wellenverhältnisse an den Stränden aus schwarzem Vulkansand lassen jeden seinen persönlichen Surf-Hotspot finden.

Raglan

Die Kleinstadt Raglan, 50 km westlich von Hamilton (SH 23), ist berühmt für einen der längsten Surfstrände und die meisten linksbrechenden Wellen der Welt. Er liegt gleich hinter der i-SITE (13 Wainui Rd): Suchen Sie nach den besten Wellen oder lernen Sie das Surfen, machen Sie eine Hafenrundfahrt, kiten oder stehpaddeln Sie – alles ist möglich.
Abseits der schwarzen Sandstrände bietet Raglan Wander-, Rad- und Reittouren zu den regenbogenreichen Bridal Veil Falls, zum Mount Karioi oder zu den gewaltigen Turbinen der Te Uku Wind Farm am Pipiwharauroa. Auch Kunst und Kultur kommen nicht zu kurz: Im Arts Centre gibt es Ausstellungen lokaler Künstler Workshops zu Weberei oder Geschichtenerzählen sowie einen Kreativmarkt. Buchen Sie einen Bone Carving Workshop und schnitzen Ihr persönliches Knochenamulett.

Die Surfküste

Südwestlich von Raglan werden ab Ngarunui Beach (Ocean Beach) auf 15 km die Träume von Wassersportlern wahr. Hier befindet sich Manu Bay (The Point), eine Surf-Legende mit den längsten linksbrechenden Wellen der Welt. Am Ruapuke Beach lässt sich der vulkanisch-schwarze Strand auch vom Pferderücken aus erleben. Diese Strände sind nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.

Bridal Veil Falls

Wenn Sie sich vom Spiel der Regenbogen am Wasser verzaubern lassen möchten, folgen Sie ab Raglan den Schildern auf dem SH 23 Richtung Süden, verlassen bei Te Mata die Hauptstraße und wandern 10 min. durch den Busch. Die Bridal Veil Falls (55 m) können auch zu Pferd erkundet werden. Schwimmen ist nicht möglich. Vorsicht: auf dem Parkplatz kommt es immer wieder zu Diebstählen.

Mount Karioi

Zwischen Manu Bay und Ruapuke Beach, 13 km südlich von Raglan, befindet sich der erloschene Vulkan Mount Karioi, die „Schlafende Dame“ (765 m). Beim Parkplatz (Whaanga Rd) liegt die 150 m tiefe Te Toto Gorge – der Aussichtspunkt über der Schlucht ist nichts für Menschen, die ansatzweise unter Höhenangst leiden! Von hier führt der Te Toto Track von Norden (Parkplatz in der Ruapuke Rd), der Wairake Track von Süden aus auf den Gipfel und zu einem spektakulären Blick über die Häfen und bis zum Maungatautari.

Pirongia Forest Park

Blickfang von ganz Waikato ist Mount Pirongia (959 m), das Herz dieses Nationalparks und der Schwesterberg des Mount Karioi. Am Gipfel des Mt. Pirongia befindet sich eine DOC Hut; am Hang wächst Neuseelands größter Kahikatea-Baum, der es in stolzen 700 Jahren auf 66,5 m Höhe gebracht hat. Wander- und Radtouren erschließen den größten ununterbrochenen einheimischen Wald Waikatos - dramatische Höhlen und Stromschluchten inklusive.
Der 2,5-stündige Nikau Walk gibt Ihnen eine wunderbare Kostprobe der Flora und Fauna des Parks und führt dabei an den Kaniwhaniwha-Höhlen vorbei. Lauffreudige können auf dem anschließenden Bell Track dem Kahikatea-Baum einen Besuch abstatten. Das idyllische Pirongia Village am SH 39 bietet sich für Übernachtungen an.

Hamilton

Hamilton ist die Hauptstadt der Region und mit 130.000 Einwohnern Neuseelands viertgrößte und am drittschnellsten wachsende Stadt. Lebensader und Ruhepol der Stadt ist der Waikato River, an dessen beiden Ufern sie 1864 gegründet wurde. Hier werden Sie beim Joggen oder Spazierengehen mitten in der Stadt jeglichen Trubel vergessen. 11 km lang ist die grüne Flusspromenade durch das Geschäfts-, Einkaufs- und Freizeitzentrum mit einer ausnehmend hohen Cafédichte – i-SITE in 149 Alexandra St. Auch die Parks, Gärten und der Hamilton Zoo bezeugen den hohen Stellenwert der Natur, die zudem Hamiltons aktive und vielfältige Kunstszene inspiriert. Ausstellungen und Preisverleihungen fördern besonders junge Künstler, ob Ölmaler, Druckgrafiker oder Töpfer: Hauptsache ausdrucksstark und innovativ! Zahlreiche Theater und Museen sorgen dafür, dass Kulturinteressierte hier nicht zu kurz kommen. Sportlich austoben kann man sich am Waikato River oder auf der Mountainbike-Strecke des Pukete Farm Parks (Pukete Rd) 10 min. vom Stadtzentrum.
Um Hamilton als Ganzes zu erfassen, bedarf es einer ungewöhnlichen Perspektive; diese gewährt Ihnen eine einstündige Fahrt mit dem Heißluftballon. Auch sonst ist Hamilton auf dem Luftweg erreichbar. Als Verkehrsknotenpunkt Waikatos verbindet die Stadt über den North Island Main Trunk Auckland und Wellington,
die Bay of Plenty ist ebenfalls angebunden. Durch Hamilton verlaufen der SH 1 und SH 3.

Waikato Museum

Geschichte und Kultur der Maori sind Schwerpunkt des 1987 eröffneten Waikato Museums (1 Grantham St). Mit 15.000 Artefakten der Tainui führt es Sie in die vergangene und gegenwärtige Lebenswelt der Ureinwohner. Glanzstück ist ein Kriegskanu aus der Zeit vor der Ankunft der Europäer und damit eines der ältesten überhaupt. Zum Museum gehört das Excite Center, dessen Erdbebensimulator jeden Adrenalinspiegel nach oben jagt.

ArtsPost

Einen Katzensprung vom Waikato Museum entfernt liegt das ArtsPost Museum (120 Victoria St), das sich ganz der modernen Kunst widmet. Malerei, Druck, Fotografie und Textilien verschaffen einen Einblick in die reiche lokale Kunstszene. Eintritt frei.

Hamilton Gardens

Auf 58 ha erstrecken sich südlich des Stadtzentrums am SH 1 die Hamilton Gardens, eine grüne Oase mit vielen Gesichtern. Entscheiden Sie sich, in welchem der 18 Themengärten Sie die Seele baumeln lassen möchten: in einem Italienischen Renaissancegarten, einem Englischen oder Japanischen Garten oder in einem traditionellen Te Parapara Maori Garten. Ein Café und Restaurant lassen neben dem seelischen das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. Kein Wunder, dass die Gärten bei Einheimischen wie Touristen äußerst beliebt sind. Eintritt frei.

Hamilton Zoo

Die Bewahrung der Tierwelt liegt dem in zahlreichen Nachzucht- und Naturschutzprojekten engagierten Hamilton Zoo (183 Brymer Rd) am Herzen. Im Norden Hamiltons stellt er Ihnen über 600 einheimische und exotische Tiere vor, darunter zahlreiche vom Aussterben bedrohte Arten sowie Neuseelands einzigen Tapir. Es gibt geführte Touren und täglich „Meet the Keeper“-Gespräche mit den Pflegern, die aus erster Hand über die meist vierbeinigen Bewohner berichten.

Im Zentrum Waikatos

Tirau

Die Stadt („Viele Ti-Bäume“) hat Wellblech für sich entdeckt. Figuren zieren die Fassaden der charmanten kleinen Läden, die Kuriositäten und Kunst verkaufen, und die i-SITE (SH 1) hat die Form eines Hundes. Jeden dritten Samstag im Monat findet in der Tirau Memorial Hall ein Kunstverkauf statt. Es lohnt sich! 6,5 km entfernt, bei Okoroire, befindet sich ein 9-Loch-Golfplatz.

Putaruru

In weniger als 8 Minuten ist man von Tirau aus in Putaruru, einer vielseitigen Kleinstadt am Rand der Mamaku Range. Bei der i-SITE (6 Main St) gibt es Pläne zu den Mosaiken des Pavement Art Trail. Wer Aufregung mag, findet sie auf der Arapuni Swing Bridge: 152 m lang, 54 m hoch und um 8 m geneigt, beschert sie ein unvergessliches Erlebnis über dem Waikato River. Käsefreunde und solche, die es werden wollen, sollten sich die Spezialitäten der Käserei Over The Moon (33 Tirau St) nicht entgehen lassen. Man kann bei der komplett manuellen Käseherstellung zusehen.

Blue Spring

Wenn es legendäres Wasser gibt, dann aus der Blue Spring, der Quelle des Waihou River. Das Wasser aus der Mamaku Range erreicht den Fluss nach 50 bis 100 Jahren! Es ist ein tiefblaues Wunder, kristallklar und so rein, dass es in Flaschen abgefüllt 70 % des in Neuseeland verkauften Trinkwassers ausmacht.
Der Te Waihou Walkway führt über 5 km zur Quelle. Unterwegs begegnen Ihnen glitzernde Wasserfälle und die zwitschernde Vogelwelt des Waikato River. Einstieg von der Whites Rd südlich Putaruru.

Tokoroa

Tokorao, die größte Stadt im Süden Waikatos, liegt zwischen Taupo und Hamilton am SH 1, an dem sich auch die i-SITE befindet. Historisch ist die Stadt von der Wald-, Holz- und Papierindustrie geprägt, besitzt aber auch die größte Käsefabrik der Südhalbkugel.
Durch die Stadt zieht sich der Talking Poles Sculpture Track: 44 individuell geschnitzte Figuren von lokalen und internationalen Künstlern erzählen Mythen, Gedanken oder Geschichten aus der Vergangenheit.

Te  Awamutu

Die „Rosenstadt“ Te Awamutu („Der Fluss ist abgeschnitten“) ist eine ländlich-idyllische Stadt, die von der Milchwirtschaft lebt und berühmt ist für ihren Rose Garden; gleich neben der i-SITE (Ecke Gorst Ave/ Arawata St) werden sich Ihre Augen und Nase weiten:
2.500 Rosenbüsche und über 50 Arten beweisen, dass Te Awamutu den Titel „Rosenstadt“ zu Recht trägt. Die Rosen blühen von November bis Mai; Eintritt frei. Bekannt ist Te Awamutu auch als Heimat des Rockmusikers Neil Finn; Fans können auf den Kindheitsspuren ihres Idols wandeln. Memorabilien sowie historische Schätze der Maori stellt das Te Awamutu Museum (135 Roche St) aus, Glanzstück ist Uenuku, die älteste Maori-Götterfigur. Die St John´s Anglican Church (Arawata St) gehört zu den ältesten Kirchen Neuseelands.

King Country (Te Rohe Potae)

In das waldige King Country zogen sich die Maori der Te Kingitanga (King Movement) in den Neuseelandkriegen zurück, wodurch es zum Zentrum des Widerstandskampfes wurde: Bis 1883 betrat es kein Europäer. „King Country“ bezeichnet keinen Verwaltungsbezirk, sondern ein geschichtsträchtiges Gebiet, in dem die Maori und ihr Erbe so präsent sind wie in kaum einer anderen Region. Die ruhige ländliche Gegend ist dünn besiedelt. In den Hügeln gibt es unzählige Höhlen, weltbekannt sind die Waitomo Caves.

Kawhia

Eine kleine Hafenstadt voller Charme, die jeden Februar zum Maori Kai Festival Zehntausende Besucher anzieht, die die Maori-Küche, traditionelle Vorführungen und die gesellige Atmosphäre genießen. Ein Ritt am Strand oder eine Hafenrundfahrt sind Erholung pur. Wenn es Sie weiter hinauszieht, buchen Sie eine ganztägige Schifffahrt zu den reichen Fischgründen. Ein Museum – zugleich das Informationszentrum (Omimiti St) – berichtet von Seefahrt, Stadtgeschichte und der Kultur der Maori. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht erreichbar; der SH 31 führt nach„Kawhia am Meer“.

Te Puia Hot Springs

Von Kawhia aus führt die Ocean Beach Road nach 4 km zu einem Parkplatz am schwarzen Ocean Beach, der zum Schwimmen einlädt und unter dem sich natürliche heiße Quellen befinden, die bei Ebbe freiliegen. Bringen Sie eine Schaufel mit und graben Sie sich Ihre eigene heiße Quelle!

Otorohanga

45 km südwestlich von Hamilton an der Kreuzung SH 3 und SH 39 liegt Otorohanga, Neuseelands fröhliche „Kiwi-Hauptstadt“. Der Ed Hillary Walkway (Kiwiana Walkway) im Zentrum feiert mit einer Dauerausstellung augenzwinkernd Kiwis, Pavlova, Schafschur – eben alles typisch Neuseeländische. Ein großer Spaß für Familien und lehrreich obendrein. Die i-SITE (27 Turongo St) bietet ein begleitendes Quiz für Kinder. MitTotempfählen (Pou Pou) und einer Bronzeskulptur im Memorial Park (Ecke SH 3/Kakamutu Rd), die an den Widerstand im King Country erinnert, ist die Maori-Kultur ebenfalls präsent. Natürlich können Sie auch hier aktiv werden: Die 10 m hohe Kletterwand des Harvest Rock Indoor Climbing (5 Tuhoro St) lässt keine Kletterwünsche offen.
Die Supermärkte sind die letzte Gelegenheit vor den Waitomo Caves, die eigenen Vorräte aufzufüllen.

Otorohanga Kiwi House & Native Bird Park

Nur 1 km von der i-SITE entfernt liegt in 20 Alex Telfer Drive die führende Kiwi-Nachzuchtstätte der Welt und der einzige Ort, an dem der seltene Große Gefleckte Kiwi zu sehen ist.
In ausgedehnten Anlagen können Sie Kiwis und andere einheimische Vogelarten wie Morepork-Eulen und Keruru-Tauben in authentischer Regenwald-Umgebung und im Noctarium beobachten.

Waitomo

Pureora Forest Park und Timber Trail

Zwischen Te Kuiti und dem Lake Taupo befindet sich der gewaltige Pureora Forest, den Sie über die SH 30 und SH 32 erreichen.
Hier warten Überraschungen wie der höchste Totara- Baum Neuseelands; der Forest Tower (12 m) verrät Ihnen allerlei über das Leben in den Wipfeln – perfekt für Vogelfreunde.
Durch den Pureora Forest, verläuft der Timber Trail, der auf 85 km mit den längsten und spannendsten Hängebrücken Neuseelands aufwartet.
Hier treffen Gegensätze aufeinander: uralter Wald und die historische Ongarue-Eisenbahn. Fahrräder können gemietet werden.

Te Kuiti

In der beschaulichen „Weltschurhauptstadt“ 80 km südlich von Hamilton dreht sich (fast) alles um Schafe. Wenn Sie noch nie ein Schafrennen gesehen haben – The Great New Zealand Muster am ersten Wochenende nach Ostern ändert das!
In der Einkaufsmeile der Stadt (Rora St) befindet sich der sehenswerte Japanische Garten und die i-SITE.
In Waitomos Distrikthauptstadt kreuzen sich SH 3 und SH 30; Busse und Züge verkehren nach Hamilton, Otorohanga und New Plymouth.

Waitomo Caves (NZ814)

Der dünn besiedelte Distrikt Waitomo („Wasser fließt durch ein Loch“) ist berühmt für seine zahlreichen Kalksteinhöhlen – über 300 sind kartografisch erfasst, darunter die Glowworm, Ruakuri und Aranui Cave, drei Glanzlichter der Nordinsel. 30 Mio. Jahre alt sind die gewaltigen Kalksteinhöhlen, die seit über 100 Jahren ihre Besucher in Erstaunen versetzen.
Biologisch handelt es sich bei den Tieren, die die Besucher der Glühwürmchen-Höhlen begeistern, nicht um Glühwürmchen, sondern um die Larven der Pilzmücke (Arachnocampa luminosa). Diese produzieren klebrige, bläuliche Fäden, die mit ihrem Licht Insekten anlocken, von denen sich die Larven ernähren. Je hungriger sie sind, desto intensiver das Leuchten!
Buchung beim Waitomo Caves Visitor Centre (39 Waitomo Village Rd) gleich hinter der Glowworm Cave. Der kurze Ruakuri Bushwalk führt Sie durch die nächste Umgebung der Höhlen. Nur 8 km abseits des SH 3 gelegen, erreichen Sie die Höhlen von Auckland, Hamilton oder Taupo aus mit dem Auto oder Bus in jeweils 1 - 2 Std.
Für alle Höhlen gilt: Die größten Besucherströme gibt es in der Mittagszeit. Fotografieren ist verboten. Nehmen Sie sich eine warme Jacke mit und lassen Sie sich verzaubern.

Waitomo Caves Discovery Centre

Die ideale Vor- oder Nachbereitung Ihres Besuches in den Höhlen! Fossilien und urzeitliche Knochenfunde geben Einblick in die Vergangenheit der Höhlen, Fotografien und historische Geräte in die Geschichte der Region und der Höhlenforschung, Artefakte der Maori bezeugen auch hier das Erbe der Ureinwohner. Als besonderen Service können Sie in einer nachgebauten Höhle testen, wie gut Sie sich als Höhlenforscher schlagen.
Das Discovery Centre mitten in Waitomo Caves Village (Waitomo Village Rd) ist zugleich die i-SITE.

Glowworm Cave

Ein Naturwunder. Falls es die bizarren Formationen der Stalagmiten und Stalaktiten nicht geschafft haben, spätestens das 18 m hohe „Kathedralen“- Gewölbe tief im Inneren der Höhle wird Ihnen den Atem rauben.
Höhepunkt jeder 45-minütigen Tour ist die Bootsfahrt durch die Glühwürmchen-Grotte, bei der Sie auf dem Waitomo River dicht unter dem Sternenhimmel dahinzufliegen scheinen. In der „Kathedrale“ finden immer wieder Konzerte statt – so reine Töne werden Sie nirgendwo anders hören.

Ruakuri Cave

Ruakuri („Hundebau“) bietet mit einer Strecke von fast 2 km auf schummrigen, gewundenen Wegen und Brücken die längste unterirdische Wanderung Neuseelands.
In zwei Stunden staunen Sie über zarte Kalksteinformationen, hören unterirdische Flüsse und Wasserfälle und sehen fossile Muscheln und blauschimmernde Glühwürmchen aus nächster Nähe.
Die Höhle gebietet Ehrfurcht und ist den Maori heilig. Da sich am Eingang eine alte Begräbnisstätte befindet, ist es üblich, beim Verlassen die Hände zu waschen. Ruakuri ist barrierefrei zugänglich.

Aranui Cave

3 km westlich der Glowworm Cave befindet sich die Aranui Cave, die keinen unterirdischen Fluss und damit keine Glühwürmchen aufweisen kann, dafür aber mit ihrer Fülle fein ziselierter Tropfsteine mehr als entschädigt: Jeder Quadratzentimeter der Decke ist bedeckt mit braunen, weißen und rosafarbenen Kalkkristallen.
Gleich hinter dem Eingang werden Sie den Eindruck haben, die Stalagmiten könnten laufen: Hier lebt eine seltene Kolonie der Weta, einer lichtscheuen einhei- mischen Langfühlerschrecke.
Die Höhle ist zu Fuß gut erreichbar.

Abenteuertouren

Die Höhlen sind nicht nur etwas für ehrfürchtiges Genießen: Abenteuertouren mit Abseilen, Schwimmen, Klettern und Raften bei beeindruckenden Lichteffekten in tiefen Klüften, weiten Gewölben und engen Tunneln sorgen für reichlich Action und Adrenalin. Die Ausrüstung für die mehrstündigen Touren ist im Preis inbegriffen.

Mangapohue Natural Bridge und Marokopa Falls

Von Waitomo Village gelangen Sie nach 25 km auf der Te Anga Road zu dieser beeindruckenden 17 m hohen Kalksteinformation.
Der Weg in die Schlucht unter dem gigantischen Bogen ist barrierefrei zugänglich und gesäumt von einzeln stehenden Felsen mit 25 Mio. Jahre alten Fossilien.
Folgen Sie derTe Anga Road weitere 5 km nachWesten, finden Sie die Marokopa Falls (35 m) die als die schöns- ten Wasserfälle des Landes gehandelt  werden.

Taupo

Feuer und Wasser sind hier vereint. Das aktive Vulkangebiet Taupo, mit der Stadt und dem Lake Taupo, bildet das südwestliche Ende des Pazifischen Feuerrings und strotzt vor Überraschungen. Das geothermale Feld Orakei Korako zieht Besucher mit seiner farbenprächtigen Urgewalt in seinen Bann. Wie auch das in Bay of Plenty liegende Thermalfeld Wai-O-Tapu ist Orakei Korako eine bedeutende Stätte der Maori und steht unter strengem Naturschutz.

Lake Taupo

Der Lake Taupo (616 km² Fläche, 186 m Tiefe) ist der mit Wasser gefüllte Kessel eines schlafenden Supervulkans, der vor 27.000 Jahren das letzte Mal ausgebrochen ist und die umliegende Landschaft formte. Der volle Name, Taupo-nui-a-Tia („Der große Mantel Tias“), geht auf den Entdecker des Sees zurück.
Heute bietet der See, dem der Waikato River ent- springt, Einheimischen und Touristen eine Fülle von Sportangeboten: Jetski, Rafting und natürlich Schwimmen, Angeln und Wandern sind nur eine kleine Auswahl. Ergreifen Sie die Gelegenheit zum Skydiving über ei- ner schier endlosen Wasserfläche!
Mit mildem Klima und abwechslungsreichem Terrain perfekt für Radfahrer, die den See und seine Umgebung auf vielen Touren, zum Beispiel dem Headland Loop, kennenlernen können.

Maori Rock Carvings

In der Mine Bay erschuf der Meisterschnitzer Matahi Whakataka-Brightwell in den 1970er Jahren 10 m hohe Felsbilder. Diese Figuren aus der Mythologie und Geschichte der Maori sollen Taupo vor einem Vulkanausbruch schützen. Nur auf dem Wasserweg oder mit dem Segelflieger  zugänglich.

Taupo

Die zweitgrößte Stadt Waikatos liegt am nordöst- lichen Ufer des gleichnamigen Sees, wo er in den Waikato River und die Huka Falls abfließt. All dies macht Sport am und im Wasser zur hiesigen Hauptbeschäftigung, aber die von Skulpturen lo- kaler Künstler geschmückte Stadt besitzt auch ein ausgedehntes Einkaufszentrum, ein vibrierendes Nachtleben und eine lebendige Kulturszene: Einen Überblick verschafft derTaupo Art Connection ArtTrail. Das Taupo Museum (4 Story Place) zeigt Maori Kunst und den preisgekrönten Ora Garden of Wellbeing, eine geothermale grüne Oase. Nach Parks und Spielplätzen müssen Sie nicht lange suchen und auch die vielen gemütlichen Cafés laden zu Erholungspausen ein. Die i-SITE ist in der Tongariro Street.
Als Touristenmagnet ist Taupo gut erreichbar: Die SH 1 und 5 kreuzen sich hier und die Stadt besitzt einen Flughafen.

Orakei Korako (NZ805)

Mit heißen Quellen, 23 Geysiren und wunderbarer Natur ist dies die wohl schönste geothermische Zone Neuseelands. Das verwitternde Gestein am Jahrtausende alten „Weißen Platz des Schmückens“ ist von den 20 Mio. Liter heißem Wasser, die täglich über die wunderschönen Sinterterrassen fließen, bizarr geformt worden.
Ihre Wildheit und Farbenpracht können Sie auf einer Tour  erleben,  die  der Wanderung durch eine Schatzkammer gleicht: Smaragdgrün, kohlschwarz und safrangelb leuchten die von kristallgleichem Sinter eingefassten Seen, aus denen heiße Wasserfontänen hervorschießen. Das Besucherzentrum ist in 494 Orakeikorako Rd. Von Taupo aus mit Auto oder Bus über den SH 1 (ca. 30 min.), von Rotorua über den SH 5 (45 min.) erreichbar.

Ruatapu Cave

Durch lichten einheimischen Wald gelangen Sie zur „Heiligen Höhle“, dem Höhepunkt eines Besuchs im ohnehin beeindruckenden Orakei Korako: eine von zwei weltweit bekannten thermischen Höhlen, auf deren 36 m tiefem Grund sich der heiße, kristallklare Waiwhakaata („Spiegelsee“) befindet. Eine Aussichtsplattform gewährt einen herrlichen Blick auf den See.

Aratiatia Rapids Walk

Die Aratiatia Power Station ist das erste Wasserkraftwerk, das der Waikato River betreibt. Mehrmals am Tag wird der Damm in der Aratiatia Reserve geöffnet und verwandelt das Flussbett in der Schlucht in eine Folge von Stromschnellen, die man gesehen haben muss.
Der Wander- und Radweg von den Huka Falls aus ist ausgeschildert und führt durch eine ausgedehnte Buschlandschaft mit Picknickplätzen und drei Aussichtspunkten. Die Dammöffnungszeiten erhalten Sie in der i-SITE in Taupo (Tongariro St); seien Sie rechtzeitig da und genießen Sie das Schauspiel.

Wairakei Tourist Park

Das Erholungsgebiet am SH 1 nahe Taupo, dessen größte Attraktion die Huka Falls sind, bietet für die ganze Familie etwas: vom Mountainbike-Park über den Golfplatz und ein Thermalbad bis zum Volcanic Activity Centre inklusive Erdbebensimulator. Beliebt bei Kindern ist die Honig- und Bienenwelt von Huka Honey Hive mit Gratis-Verkostung; Eintritt frei.
Unvergesslich sind die Atmosphäre und der Schwefelgeruch auf dem Craters of the Moon Geothermal Walk: angesichts der kahlen oder grellbunten Krater, der Dämpfe aus dem Erdinneren und der kargen Vegetation werden Sie sich in eine Mondlandschaft versetzt fühlen. Der Boden ist instabil, bleiben Sie unbedingt auf den Wegen!

Huka Falls (NZ806)

200.000 Liter Wasser pro Sekunde, eine Kaskade meterhoher Wasserfälle, ein 11-Meter-Sturz in die Tiefe – kein Wunder, dass die Huka Falls Neuseelands beliebteste Touristenattraktion sind. Der 100 m breite Waikato River zwängt sich hier durch einen 15 m breiten Canyon. Das Donnern dieser Naturgewalt ist ohrenbetäubend, ihr Anblick schlicht atemberaubend.
Das klare blaue Wasser verwandelt sich hier scheinbar gänzlich in Schaum („Huka“). Eine Fahrt mit dem Jet Boat zu den Wasserfällen ist Spaß und Adrenalin pur! Neben dem Huka Falls Track führt noch eine ganze Palette an Rad- und Wanderwegen an den Huka Falls entlang; die dramatischsten Bilder beschert wohl eine während der Neuseelandkriege errichtete Hängebrücke. 5 min. nördlich von Taupo über den SH 1 erreichbar.

Maori-Legende: Häuptling Kahu und das menschenfressende Taniwha von  Rotorua

Als Kahu, ein Häuptling aus Waikato, sich in Koka, die Tochter von Pou-whenua, einem Häuptling aus Rotorua, verliebte, fasste er einen Plan: Er ging zu Pou-whenua und bot ihm an, das gefährliche Taniwha zu beseitigen, das im Berg zwischen den Dörfern hauste, und einen Weg über den Berg zu errichten, wenn er dafür die Hand seiner Tochter Koka erhielte. Pou-whenua war einverstanden und der schlaue Kahu ersann nun eine List.
Furchtlos bestieg er den Berg und betrat die Höhle des Taniwha. Er begann sofort, es am Rücken zu kraulen, denn er wusste, dass das Taniwha das liebend gern mochte. So stimmte er es sanftmütig und machte ihm dann ein Angebot: „Wenn du diese Höhle hier verlässt“, sagte er, „und für immer auf die andere Seite des Berges ziehst, dann werde ich eine Frau für  dich finden.“
Das Taniwha zögerte zunächst – welche Frau würde schon eine Bestie heiraten? – doch schließlich ließ es sich überreden und willigte  ein.
Kahu ging zurück zu seinem Stamm, wo er sogleich die alte Pukaka aufsuchte. Sie war eine hässliche, arme und dreckige Frau, die von allen gemieden wurde. Kahu erzählte ihr, dass das Taniwha sie heiraten und für sie sorgen wolle. Pukaka war zwar nicht gerade glücklich darüber, willigte aber ein, denn Frau eines Taniwha zu sein, so dachte sie, wäre immer noch besser als ihr jetziges Leben.
So brachte Kahu sie zum Taniwha, und obwohl beide nicht sehr erfreut übereinander waren, fügten sie sich in ihr Schicksal und das Taniwha flog mit Pukaka auf die andere Seite des Berges.
Nun konnte Kahu mit seinen Männern ohne Gefahr daran gehen, den Pfad nach Rotorua anzulegen. Als sie fertig waren, hielten Kahu und Koka Hochzeit in Rotorua und feierten ein rauschendes Fest, das mehrere Tage dauerte.
Als das Hochzeitsfest zu Ende war, machten sich Kahu, Koka und ihre Gefolgsleute auf den Weg zurück nach Waikato. Doch das Taniwha hatte sein Versprechen gebrochen, es war zurückgekehrt und lauerte ihnen auf. Als es die schöne Koka an Kahus Seite erblickte, stiegen sein Neid und Zorn ins Unermessliche. Es sprang aus seinem Versteck, ergriff Koka  und verschleppte sie in seine alte Höhle.
Da beschloss Kahu, dem Drachen endgültig den Garaus zu machen. Er stieg mit seinen Männern hinauf zur Höhle, dort ließ er aus einem starken Seil eine Schlinge binden und diese an einem Stock befestigen. Die beiden Enden des Seiles hielten seine Männer, die sich vor der Höhle in den Bäumen versteckt hielten.
Dann trat Kahu vor das Taniwha und forderte es auf, Koka herauszugeben. Als es sich aber weigerte, streckte Kahu ihm die Zunge heraus, um es zu  reizen.
Der Plan ging auf. Rasend vor Wut sprang das Taniwha aus seiner Höhle und schnappte nach Kahu, doch der wich geschickt aus und stachelte es weiter an und lockte es damit schließlich in die  Schlinge.
Kaum hatte es seinen Kopf hindurchgesteckt, begannen Kahus Männer mit aller Kraft an dem Seil zu ziehen, fester und fester, bis sie das Taniwha zu Tode gewürgt hatten.
Damit hatten die Menschen von Waikato und Rotorua nun endlich Ruhe vor dem Monster und konnten unbeschwert  den Berg überqueren – und Kahu wurde als großer Held gefeiert.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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