Tasman & Nelson

Tasman & Nelson

Zwischen Traumstränden und Regenwäldern unterwegs auf der Sonnenseite

Wer auf der Suche nach einigen unbeschwerten Sonnenstunden ist, hat sie in der Region um Nelson und Tasman gefunden. Diese Gegend gilt als die sonnenreichste in ganz Neuseeland und hat auch sonst eine Vielzahl an Höhepunkten rund um die Natur und Kultur der Südinsel zu bieten.

Weitläufige Strandgebiete und reizvolle Nationalparks sind nur ein Teil der landschaftlichen Vorzüge, wenn man die Region Nelson-Tasman bereisen möchte. An der Nordspitze der Südinsel gelegen, ist Tasman umringt von schroffen Gebirgszügen, faszinierenden Regenwäldern, traumhaften Stränden und zahlreichen Flüssen.
Mit dem Abel Tasman, dem Kahurangi und dem Nelson Lakes National Park ziehen drei der reizvollsten Nationalparks Neuseelands jährlich Scharen von Touristen an, die sich auf ihrer Reise die beeindruckende und vielfältige Natur Tasmans nicht entgehen lassen wollen. Nahezu lückenlos geschlossene Wälder laden hier zum Wandern ein.
Belohnt wird die Anstrengung am Ende des Tages mit einem Sprung ins türkisblaue klare Meerwasser an einigen der schönsten Strände Neuseelands, wie dem Wharariki Beach oder der Golden Bay. An der Küste und in den Nationalparks bieten sportliche Aktivitäten wie Wandern, Kajak fahren oder Schnorcheln ein abwechslungsreiches Angebot, und ein Glas Wein aus der Region lädt an goldenen Sandstränden zum Verweilen ein.
Bei der Schönheit der Landschaft ist wenig erstaunlich, dass es hier eine ganze Reihe Drehorte der „Herr der Ringe“- und der „Hobbit“-Trilogie zu entdecken gibt.
Da die Region Tasman zum größten Teil aus Nationalparks besteht, steht man hier in engem Kontakt mit der ebenso dünn besiedelten Zwergregion Nelson und teilt sich, zumindest gesellschaftlich, die Hauptstadt Nelson. Deren Vorort Richmond liegt bereits jenseits der Regionsgrenze und beherbergt den Verwaltungssitz der Region Tasman.
Die Hauptstadt sprüht vor Kreativität. Hier sind zahlreiche Galerien und Ateliers angesiedelt, Einheimische wie Aussteiger haben in der bunten Provinzstadt ihren Platz zum Bleiben gefunden. Das viktorianische Stadtbild schmückt sich gleichermaßen mit Toleranz und Offenheit. Hier pulsiert das pralle Leben inmitten von Ausstellungen und Festivals. Wem das bunte Treiben jedoch zu viel wird, der braucht nur einen Schritt aus der Tür zu setzen – und ist sofort wieder umgeben von Tasmans beeindruckender Natur und der andächtigen Stille der Nationalparks.


Geschichte

Bereits im 13. Jahrhundert erkundeten die Maori die Gegend um Tasman, so berichten es die Überlieferungen. Sie siedelten dabei vorzugsweise an den Küstengebieten, wo es die meiste Nahrung zu finden gab. Das indigene Volk besiedelte das bis dahin unbewohnte Neuseeland und kam erst im 17. Jahrhundert mit Europäern in Berührung. Der erste europäische Erforscher Neuseelands war Abel Tasman, nach dem später auch die Region benannt werden sollte.
1642 kam es zu einem Konflikt zwischen den Maori und dem niederländischen Seefahrer Tasman, der mit seiner Besatzung in der Golden Bay ankerte und dort an Land gehen wollte. Vier der niederländischen Seeleute sowie ein Maori-Krieger wurden getötet und Abel Tasman, der niemals selbst einen Fuß auf neuseeländischen Grund setzen sollte, taufte die Bucht auf den Namen Murderer’s Bay. Die Bezeichnung Golden Bay erhielt die malerische Bucht erst gut 100 Jahre später von James Cook.
Die Stadt Nelson wurde schon früh, im Jahr 1841, von der New Zealand Company gegründet und bekam bereits 1858 das Stadtrecht. Siedler wollten den fruchtbaren Boden erschließen, um in der Region Ackerbau zu betreiben. Neben dem Tourismus ist der Obstanbau bis heute einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Tasmans.
Die sogenannte Landgewinnung erfolgte jedoch durch Zwangsenteignungen. Bei Konflikten zwischen Maori und Siedlern kam es im Zuge dieser Entwicklung zu Opfern auf beiden Seiten. Den Kämpfen fiel auch der Gründer von Nelson, Arthur Wakefield, zum Opfer. Die nun führungslose Region wurde schließlich durch Nahrungsknappheit in den finanziellen Ruin getrieben.
Die Gegend um Nelson war nur schwer zu erreichen und wurde nie an das Eisenbahnnetz angeschlossen, eine Entwicklung erfolgte daher nur sehr langsam. Erst die Ankunft deutscher Siedler, die zahlreiche Siedlungen in Nelson errichteten, brachte Besserung für die Region. Unterstützung erhielten sie von Frederick Tuckett, der die Leitung der New Zealand Company übernommen hatte, und ihre landwirtschaftliche Erfahrung kam der gesamten Region zugute. Viehzucht, Ackerbau und der Anbau von Hopfen bilden hier bis heute die wirtschaftliche Grundlage. Zudem brachten die deutschen Siedler ihren lutherischen Glauben mit auf die Insel.
Spuren der deutschen Sprache sind jedoch nur noch sehr spärlich zu finden. Vor allem der Erste Weltkrieg trug dazu bei, dass zahlreiche deutsche Begriffe und Namen im Zuge der Entwicklungen anglisiert wurden.


Abel Tasman National Park (NZ854)

Der Abel Tasman National Park, 60 km nördlich von Nelson gelegen, trennt die Tasman Bay von der Golden Bay und offeriert Besuchern eine Fülle an malerischen Stränden und Lagunen sowie hügelige Landschaften in sattem Grün. Wer hier fernab der Zivilisation einige Tage zur Ruhe kommen möchte, kann den mit 225,3 km² Fläche kleinsten Nationalpark Neuseelands zu Land oder zu Wasser erkunden.
Feine Sandstrände laden zum Verweilen ein und auf schmalen Wanderwegen lässt sich das Innere des Parks entlang kristallklarer Bäche erkunden. Mit dem Wassertaxi, Katamaran oder Kajak unterwegs auf schmalen Flussläufen und in den Lagunen kann man aus einem ganz besonderen Blickwinkel die atemberaubende Naturvielfalt des Küstenparadieses erleben, und an einigen Stränden ist kostenfreies Zelten bis zu 48 Stunden erlaubt. Weitere Übernachtungsmöglichkeiten sind in den vier DOC Huts entlang des 55 km langen Abel Tasman Coast Tracks gegeben. Wer auf ein wenig Luxus nicht verzichten mag, kann sich in einer privaten Lodge in Awaroa oder Torrent Bay einmieten. Schlafplätze sollten für die Hauptsaison unbedingt im Voraus gebucht werden.
Wer nur einen Tag für den Nationalpark eingeplant hat, sollte auf den Shuttle-Service der Wassertaxis zurückgreifen. Verschiedene Veranstalter bieten individuelle Touren an, die sich gut mit kleineren Wanderungen kombinieren lassen. Zu Neuseelands 101 Must-Do’s zählt die Abfahrt auf der Mountainbike-Downhill-Strecke Rameka Track, die sich gut mit einer Tour auf dem Canaan Loop verbinden lässt.
Shuttle-Busse verkehren zudem regelmäßig zwischen Nationalpark und umliegenden Orten wie Marahau, Totaranui und Nelson. Mehr Informationen zu Park, Transport- und Übernachtungsmöglichkeiten lassen sich im Nelson Visitor Centre (79 Trafalgar St) einholen.

Separation Point

Der westlichste Punkt der V-förmigen Tasman Bay wird Separation Point genannt. An diesem Ort wird die Tasman Bay durch einen Zipfel des Abel Tasman National Park von der Golden Bay abgegrenzt. Vom Mutton Cove Campingplatz aus führt ein Pfad direkt zum Separation Point, wo auch eine große Pelzrobbenkolonie lebt. Von dem kleinen Kap aus hat man einen hervorragenden Blick über das Meer und kann mit etwas Glück junge Robben beim Spielen im Wasser beobachten.

Te Pukatea Bay

Die Te Pukatea Bay ist eine halbmondförmige Bucht mit Tasmans berühmtem goldenen Sand. Hier führt ein Wanderweg den Pitt Head hinauf zu einer alten Festung der Maori. Einst zur Verteidigung genutzt, hat man heute einen atemberaubenden Blick über die gesamte Bucht und den Nationalpark. Die Umgebung von Te Pukatea Bay hat eine Vielzahl von Vogelarten zu verzeichnen, und wer ein wenig Geduld mitbringt, kann vielleicht den einen oder anderen Pinguin beim Tauchen beobachten oder eine Robbe erspähen, die sich in der Sonne aalt. Der malerische Sandstrand ist umrahmt von üppigen Wäldern und türkisblauem Meer. Erreicht wird die Bucht am besten zu Fuß oder mit dem Kajak. Wer sich zu Fuß Richtung Te Pukatea Bay aufmachen will, erreicht diese von Anchorage aus über einen halbstündigen, festen Wanderweg – mitten durch den Abel Tasman National Park ins Paradies.

Marahau

Die kleine Ortschaft Marahau ist direkt an der Tasman Bay angesiedelt und beherbergt etwa 500 Einwohner. Sie bildet den südlichsten Eingang zum Abel Tasman National Park und ist daher ein beliebter Ausgangspunkt diverser Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Kajak fahren. Sie bietet zudem die Möglichkeit zum Schwimmen mit Seehunden, aber auch Reittouren sind während der Sommermonate eine gefragte Freizeitaktivität.
Von Marahau kann man sich mit dem Wassertaxi zu einer der vielen malerischen Buchten im Umkreis bringen lassen. Das örtliche Café bietet originelle Mahlzeiten und ist an heißen Tagen eine willkommene Erfrischung. Übernachten können Besucher auf einem der Campingplätze oder in privaten Unterkünften.

Kajaktouren im Nationalpark

Geführte Kajaktouren geben vor allem Anfängern einen Eindruck von den Abenteuern zu Wasser und offenbaren paradiesische Buchten entlang des Weges. Wer bereits Erfahrung hat, dem steht die Möglichkeit offen, ein Kajak auszuleihen und auf eigene Faust die Küste zu erkunden. Vom Wasser aus eröffnet sich ein völlig neuer Blickwinkel auf die Naturvielfalt Neuseelands und mit etwas Glück ergibt sich auch der Kontakt zu einer der vielen ansässigen Seehundkolonien. Zahlreiche Tourenanbieter geben hilfreiche Tipps zur Routenwahl, stellen die Ausrüstung und bieten Einweisungskurse an. Durch Shuttle-Services und Wassertaxis sind Kajak- und Wandertouren schön zu kombinieren.

Flora und Fauna

Die Natur der Nationalparks ist unverwechselbar. Hier treffen schroffe Küstenformationen aus Granit und Marmor auf dichte Waldabschnitte. Drei Viertel des Nationalparks sind bewaldet, hauptsächlich von Buchenwäldern oder Kanuka-Bäumen. Zudem ist der Nationalpark die Heimat von rund 70 Vogelarten und im Küstengebiet sind zahlreiche Robbenkolonien angesiedelt.

Sicherheitshinweise

Beachten Sie bei der Planung Ihrer Touren die Gezeiten; einige Wege sind bei Flut unpassierbar. Wer während einer Tour im Abel Tasman National Park übernachten möchte, muss eine Unterkunft bereits im Voraus buchen. Hütten und Campingplätze sind gerade zur Hauptsaison schnell belegt. Für Übernachtungen auf den Campingplätzen wird zudem ein DOC Pass benötigt.
Sauberes Trinkwasser gibt es in Bark Bay, Anchorage und Totaranui. An allen anderen Orten empfiehlt es sich dringend, das Wasser abzukochen oder aufzubereiten.

Kahurangi National Park (NZ859)

Der Kahurangi National Park ist mit 4.520 km² das zweitgrößte unter Naturschutz stehende Gebiet Neuseelands und bedeckt einen großen Teil von Tasmans Nordwesten. Seine Landschaft präsentiert sich als äußerst vielfältig und erstreckt sich zwischen Marmorbergen und palmengesäumten Sandstränden. Hier können Besucher einige der ältesten Felsformationen bestaunen und auf ihrem Weg durch nahezu unberührte Wildnis seltene Pflanzenarten ausmachen.
Die Ausläufer der Southern Alps locken jährlich zahlreiche Geologen und Fossiliensucher in den Kahurangi National Park – hier wurde unter anderem Neuseelands ältestes Fossil (540 Mio. Jahre) gefunden. Der Park ist außerdem ein Eldorado für alle, die sich gern in natürlichen Felsschächten und Höhlensystemen herumtreiben.
Etliche Wildbäche mit Möglichkeiten zum Raften und Kajak fahren geben Wasserratten Anlass zur Freude. Durch den Kahurangi National Park zieht sich der mit 82 km längste, aber familienfreundliche Great Walk Heaphy Track. Eine schöne Tageswanderung führt in 5 Std. am Lake Sylvester durch abwechslungsreiches Gelände im Osten des Parks.
Erreicht wird der Park am besten mit dem Auto von Motueka, Takaka, Karamea und Murchison aus, im Sommer verkehren regelmäßige Busverbindungen zwischen Nationalpark und den Städten Motueka und Takaka. Quartier geben DOC Huts und Campingplätze.

Höhlensysteme im Nationalpark

Im Inneren der Marmorberge Mount Owen – mit 1.875 m höchster Berg des Nationalparks und mitten im Kahurangi National Park gelegen – und Mount Arthur am östlichen Rand des Nationalparks findet man die beeindruckendsten und größten Höhlen Neuseelands, so etwa die Bulmer Cavern. Mit einer Strecke von 66 km durch das unterirdische Mount Owen-Gebiet ist die Bulmer Cavern das weitläufigste Höhlensystem Neuseelands.
Die Nettlebed Cave im Einzugsbereich des Mount Arthur hingegen gilt mit 1.174 m als das tiefste Höhlensystem des Inselstaates. Geführte Touren sind bei Höhlenwanderungen des Schwierigkeitsgrades wegen in jedem Fall zu empfehlen.

Flora und Fauna

Unter allen neuseeländischen Nationalparks weist der Kahurangi National Park die größte Vielfalt an Pflanzenarten auf. Von 2.450 einheimischen Pflanzenarten gibt es mehr als die Hälfte im Naturschutzgebiet, 71 davon gibt es nirgendwo anders.
Diese Artenvielfalt begründet sich in den unterschiedlichen Höhenlagen des Nationalparks. Regenwald und lichte Buchenwälder bedecken die östliche Gegend des Naturschutzgebietes.
In Küstennähe hingegen wachsen zahlreiche Nikau-Palmen. Zudem sind in der Region zahlreiche Vogelarten beheimatet, und Sie können diverse Arten der fleischfressenden Landschnecke, die neuseeländische Giant Weta und die äußerst seltene Kahurangi-Höhlenspinne antreffen.

Sicherheitshinweise

Vor Wanderungen durch das Naturschutzgebiet sollte man sich vorab unbedingt über die Wetterlage informieren und für alle Fälle ausgerüstet sein.
Erkundigen Sie sich beim DOC auch über die Zustände der Wanderwege. Touren durch Kahurangis Wilderness Area sind nur etwas für sehr erfahrene Wanderer – es gibt dort keine Hütten oder Wanderwege!
Wer eine Nacht im Kahurangi National Park verbringen möchte, sollte außerdem einen Campingkocher mit sich führen – offenes Feuer ist streng verboten!


Der Nordosten

State Highway 60

Der State Highway 60 beginnt in Richmond und führt hinauf bis nach Collingwood, etwa auf der Mitte der Golden Bay. Er ist der nördlichste, und mit 116 km gleichzeitig einer der kürzesten State Highways der Südinsel. Dennoch zählt er zu den schönsten Strecken Neuseelands und besticht mit einer atemberaubende Aussicht über die Küste und die Nationalparks.
An seinem höchsten Punkt windet sich der Highway in zahlreichen Kurven den Takaka Hill bis auf 791 m hinauf, doch sollte man bei all der Fernsicht nicht versäumen, an den Ngarua Caves einen Zwischenstopp einzulegen, und sich den Berg von innen anzusehen – ein hervorragend erhaltenes Skelett des ausgestorbenen Moa krönt die Höhlenexpedition. Vielleicht probieren Sie anschließend auf halber Strecke zwischen Takaka und Collingwood im Mussel Inn (1259 SH 60, Onekaka) die selbstgemachten Limonaden, Hausweine oder das hauseigene Captain Cooker Manuka Beer zu Live-Musik und Snacks, Kuchen oder einer handfesten Mahlzeit.

Takaka

Die exzellente Lage zwischen Kahurangi- und Abel Tasman National Park direkt an der Golden Bay machen das Städtchen zum attraktiven Reiseziel für Wanderfreunde und Wassersportler. Zahlreiche Informationstafeln in der Stadt und das hiesige Golden Bay Museum stiften ein Bewusstsein für die historische Dimension der Gegend. Über den aktuellen Stand informiert das Golden Bay Visitor Centre in der Willow Street.

Collingwood

Collingwood hat weniger als 250 Einwohner vorzuweisen, doch durch die direkte Nähe zum Kahurangi National Park sowie zur paradiesischen Landzunge Farewell Spit verirren sich häufig Touristen in die kleine Ortschaft.
So können sich hier gleich drei Museen halten: das Collingwood Museum und das Golden Bay Machinery & Settlers Museum, beide in 869 Collingwood-Bainham Rd, widmen sich ihren Themen im Besonderen, während das Aorere Center (2 Tasman St) sich mit der Region und Geschichte der westlichen Golden Bay im Allgemeinen befasst.
Darüber hinaus sind der Historic Trail (Start in Tasman St) und der Old Collingwood Cemetery (1857 - 1895) von Interesse, auf dem sich das Grab des Maori-Häuptlings Tamati Pirimona Marino, einem der Unterzeichner des Vertrags von Waitangi, befindet.

Farewell Spit (NZ835)

Die mehr als 30 km lange Landzunge von Farewell Spit lädt jährlich zahlreiche Naturliebhaber zu einem Besuch ein. Hier lassen sich mehr als hundert Vogelarten ausfindig machen, welche sich in riesigen Schwärmen von den Gaben des Ozeans ernähren. Das traurige Gegenstück des idyllischen Bildes ist, dass hier immer wieder Wale stranden und ohne menschliche Hilfe einen grausamen Tod erleiden.
Besuchen kann man Farewell Spit ohne DOC Guide nur begrenzt; lediglich der kleine Puponga Farm Park im Westen der Küstenzunge lässt sich auf eigene Faust, z.B. auf dem Fossil Point Loop Track, erkunden.
Farewell Spit wächst beständig. Die Landzunge, welche den Norden der Golden Bay von der Tasmansee abgrenzt, ist durch ihre Lage dem beständigen Richtungswechsel der Strömung ausgesetzt. So wird stetig neuer Sand aufgestaut und dadurch Land gewonnen.

Wharariki Beach

Weicher Sand und türkisblaues Wasser machen Wharariki Beach zum Inbegriff des Paradieses, die natürlich geformten Steinbögen von Archway Island liegen imposant und nah vor der Küste und mit etwas Glück lassen sich hier Seehunde beim Spielen in den Wasserbecken beobachten.
Dieses absolute Muss für Landschaftsfotografen finden Sie in Tasmans höchstem Norden, wenige Kilometer westlich der Farewell Spit.


Richmond und Nelson

Am Waimaea Inlet im südlichen Bogen der Tasman Bay geht der „Vorort“ Richmond, Verwaltungssitz Tasmans, an der Regionsgrenze in Nelsons Hauptstadt über.
Nelson ist der einzige Stadt-Distrikt, der zugleich eine Region verkörpert. Etwa 50.000 Einwohner sind hier beheimatet, Nelson ist damit die zehntgrößte Stadt Neuseelands und erfreut sich wie das 15.000 Einwohner starke Richmond stets regen Zuwachses.
Des sonnigen Klimas wegen wird die Region um Richmond und Nelson für den Weinanbau sowie zum Anbau von Obst oder Hopfen genutzt. Aber auch Künstler und Aussteiger werden von der Gegend angezogen und gestalten Nelson für den Tourismus daher nur attraktiver. Die Stadt selbst strahlt ein unbeschreibliches Flair aus und zieht sich über zahlreiche Hügel und dicht an der Tasman Bay entlang. Viktorianische Häuser zieren das Stadtbild, ebenso wie die Studios und Galerien etlicher hier ansässiger Künstler. Mehr als 350 von ihnen haben sich hier niedergelassen und tragen dazu bei, dass Nelson ein Mittelpunkt für Kunst und Kreativität geworden ist. In Nelson sind kulturell Interessierte gleichermaßen beheimatet wie Alternative und Aussteiger; die Stadt bietet Platz für Spiritualität und Umweltbewusstsein. Sie ist sowohl das wirtschaftliche als auch das gesellschaftliche Zentrum der Regionen Tasman und Nelson und kann sogar mit einem eigenen Flughafen aufwarten.
Für Ausflüge bietet sich der nahegelegene Mount Richmond Forest Park (Marlborough) an. Erfahrene Mountainbiker sollten sich unbedingt auf dem Dun Mountain Trail auf den Sattel schwingen.

Christ Church Cathedral

Zwar keine Schönheit, ist die Christ Church Cathedral (Trafalgar St) dennoch einen Besuch wert. Mit ihrem ungewöhnlich hohen Turm überragt sie das einheitliche Stadtbild und erzählt Geschichte. Der Entwurf zur Kirche war bereits 1924 fertig, wurde jedoch mehrmals abgeändert. Die Knappheit von Geldern für den Bau der Kathedrale und der Zweite Weltkrieg trugen dazu bei, dass sich die Fertigstellung mehrere Jahrzehnte dahinzog.
Während das Äußere strenge Konturen aufweist, besticht das Innere der Christ Church Cathedral mit einzigartigen Buntglasfenstern.

Nelson Market

Der Nelson Market am Montgomery Square ist ein wöchentliches Highlight, das an den Samstagen Besucher wie Einheimische dazu einlädt, nahezu alles zu erstehen, was das Herz begehrt. Die zahlreichen Stände bieten einheimische Gerichte und Lebensmittel aber auch exotische Köstlichkeiten an. Es lohnt sich, Appetit mitzubringen!

Nelson Provincial Museum

Das Nelson Provincial Museum (Ecke Trafalgar St/Hardy St) offeriert Ihnen eine kleine, attraktive Sammlung aus der Kunst- und Handwerksgeschichte der Maori sowie Fotoausstellungen zur historischen Entwicklung Neuseelands. Die Website informiert über die Öffnungszeiten sowie aktuelle Sonderausstellungen.

The Suter Art Gallery

Die Suter Gallery (208 Bridge St) zeigt hübsche Aquarelle aus frühen Pioniertagen von nationalen wie internationalen Künstlern. Wechselnde Ausstellungen begleiten attraktive Sammlungen namhafter Künstler wie John Gully oder Jane Evans. Die Galerie sowie das angeschlossene Café sind täglich geöffnet.

World of WearableArt™ and Classic Cars Museum

Bunt geht es zu, im World of WearableArt™ and Classic Cars Museum (95 Quarantine Rd). Hier werden die Kreationen vergangener World of WearableArt™ Shows präsentiert.
Die Show – bis 2004 in Nelson situiert, jedoch aus Platzgründen nach Wellington verlegt – schafft jährlich aus Musik, fantastischen Lichteffekten und sagenhaften Kostümen eine Geschichte im Gesamtkunstwerk. Die raffinierten Kostümierungen werden im Museum ausgestellt.
Das daran angeschlossene Classic Cars Museum zeigt zudem Fahrzeuge aus den unterschiedlichsten Epochen.

Jens Hansen Juwelier

Schmuckstücke aus der Jens Hansen Gold- und Silberschmiede-Werkstatt (Ecke Selwyn Place/Trafalgar Square) überzeugen Schmuckliebhaber mit ihrem puristischen Design.
Daneben ist die Werkstatt jedoch auch zu einem beliebten Ausflugsziel aller „Herr der Ringe“-Fans geworden, denn in seinen Räumlichkeiten schuf Jens Hansen in Handarbeit den legendären „Einen Ring“ für die berühmte Verfilmung von Regisseur Peter Jackson.

Isel House & Broadgreen Historic House

In Nelsons Stadtteil Stoke laden gleich zwei historische Häuser zu einer Reise in die Vergangenheit ein.
Aufwendig restauriert und mit Mobiliar, Schriftstücken, Accessoires und Gemälden aus dem 19. Jh. ausgestattet, informieren die Themenräume des Isel House (16 Hilliard St) über die Geschichte des Hauses und seiner Umgebung.
Das kolonialzeitliche Broadgreen Historic House (276 Nayland Rd) aus dem Jahre 1855 ist das größte öffentlich zugängliche Haus seiner Art und wartet dazu mit einem traumhaften Rosengarten auf.


Nelson Lakes National Park (NZ855)

Das 1.020 km² große Gebiet des Nelson Lakes National Park liegt gut 100 km südwestlich von Nelson und lädt mit seiner Lage in den Southern Alps Bergsteiger, Wanderfreunde, und Kletterer auf einen Besuch ein.
Tussockgras-Flächen und Buchenwälder werden von klaren Bächen und schroffem Granit durchbrochen und am Himmel leuchten die Schneekuppen des Gebirges.
Die Gletscherseen Lake Rotoroa und Lake Rotoiti dominieren die beiden Nordspitzen des Nationalparks, und auch sonst ist im ganzen Park eine Vielzahl kleinerer und größerer Seen versprengt. Für diverse Wassersportmöglichkeiten ist gesorgt, in den Seen des Nationalparks ist Schwimmen grundsätzlich erlaubt.
Lizenzen zum Jagen und Angeln im Nationalpark sind beim Nelson Lakes DOC Visitor Center in St. Arnaud erhältlich.

St. Arnaud

Für Aktivitäten im Nelson Lakes National Park ist die kleine Ortschaft St. Arnaud am Ufer des Lake Rotoiti das ideale Basislager, stellt sie doch das Tor zum Nationalpark dar. Hier befinden sich einige Motels und Lodges, aber auch zwei Campingplätze. Oberhalb von St. Arnaud liegt das beliebte Rainbow-Skigebiet.
Mountainbiker finden zahlreiche Strecken in der Nähe. Zischen View Road und Kerr Bay Road informiert das DOC Visitor Center.

Travers Sabine Circuit

Der Travers Sabine Circuit ist ein anspruchsvoller 5-tägiger Rundweg durch abwechslungsreiches Gelände und tangiert sowohl den Lake Rotoroa als auch den Lake Rotoiti.
Der Weg führt durch unberührte Natur und birgt auf seinen knapp 80 km mit steil ansteigenden Bergpfaden und der Überquerung eines Alpenpasses seine Herausforderungen. Entlang des Weges befinden sich insgesamt elf DOC Huts.

Flora und Fauna

Das DOC betreibt im Nelson Lakes National Park ein aufwendiges Renaturierungsprojekt, um Lebensraum für einheimische Tiere und Pflanzen zu schaffen und zu erhalten. Seit zahlreiche Schädlinge zurückgedrängt wurden, hat sich bereits der Roa (Großer Fleckenkiwi) wieder blicken lassen und man hofft, dass die Population sich stabilisiert und wächst.

Hinweise

Besucher, die in den Lodges entlang des Weges nächtigen wollen, benötigen Backcountry Pass oder Hut Ticket – eine Buchung im Voraus kann gerade zur Hauptsaison ratsam sein. Zum Fischen und Jagen sind Lizenzen erforderlich.
Schützen Sie sich vor den Sandflies und führen Sie als Allergiker Antihistamin auch gegen mögliche Wespenstiche mit.
Die Nutzung motorisierter Wasserfahrzeuge ist nur eingeschränkt und nicht außerhalb der beiden großen Seen erlaubt; Fahrräder sind im Park verboten – nutzen Sie stattdessen die Tracks in der Umgebung von St. Arnaud.
Es empfiehlt sich, vor Wanderungen aktuelle Informationen zum Wetter einzuholen, auch hier ist das Wetter in den Bergen sehr wechselhaft.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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