Taranaki

Taranaki

Königreich des schlafenden Vulkanriesen

Strand bei New PlymouthWer Taranaki bereist, mag fast versucht sein zu fragen: was will man mehr?, denn in der vergleichsweise kleinen Region findet man eine ganze Bandbreite „typisch neuseeländischer“ Schätze.

Unübersehbarer Mittelpunkt der Region ist der fast perfekt symmetrische Kegel des Mount Taranaki (auch Mt. Egmont), dessen schneebedeckten Gipfel man aus jeder Ecke der Region leuchten sieht. Sofern das Wetter es erlaubt. Die reichhaltigen Regengüsse im „Garten Neuseelands“, wie Taranaki auch genannt wird, gestalten gemeinsam mit fruchtbarstem Boden, hoher Luftqualität und vielen Sonnenstunden satten Regenwald und üppiges Farmland. Beeindruckende öffentliche und private Gärten sowie jährliche Gartenfestivals zollen dem eindrucksvoll Respekt.
Im Egmont National Park zeigt sich die opulente Flora in ihrer ursprünglichsten Form. Hier bieten sich reichlich Outdoor-Aktivitäten, vom Wandern übers Klettern bis zum Wintersport – kein Wunder, dass Taranakis Ortschaften ihn umringen wie Kinder den Weihnachtsmann.
Rund zwei Drittel der Grenze Taranakis sind Küste. Der zerklüftete Meeressaum, allem voran die Sugar Loaf Islands Marine Protected Area, beherbergt eine artenreiche Unterwasserwelt und eine Vielzahl an Seevögeln. Ungeflügelte Zweibeiner lädt er zum Fischen, Baden, Schnorcheln und Tauchen ein und zieht mit legendären Surfstränden Wassersportler aus aller Welt in seinen Bann. Zwanzig Golfplätze, Reitmöglichkeiten und vielfältige Kanustrecken komplettieren das Sportangebot.
Taranaki besticht außerdem durch ausgeprägtes Geschichts-bewusstsein und eine lebhafte Kunst- und Kulturszene. Eine gesunde Finanzlage macht’s möglich: die europäischen Siedler etablierten hier eine bis heute erfolgreiche Milchwirtschaft (bei Hawera befindet sich die zweitgrößte Molkerei der Südhalbkugel) und die Erdgas- und Methan-Felder Taranakis decken fast den gesamten Bedarf Neuseelands.

Te Rewa Rewa Bridge

Geschichte

Als eines der ältesten Maori-Siedlungsgebiete war Taranaki schon früh Zankapfel der Volksgruppen, die um das ertragreiche Ackerland an der Küste konkurrierten. Mit der Landung der europäischen Siedler setzten verschärfte Streitigkeiten um die Ländereien ein. Unrechtmäßige Landverkäufe, der Widerstand der regionalen Maori-Stämme und der Druck der europäischen Siedler auf die Kolonialregierung, keine weitere Zeit mit Verhandlungen mit den Maori zu „vergeuden“, führten 1860 zum 1. Taranaki-Krieg. Dem folgte 1865 der 2. Taranaki-Krieg, der bis 1869 andauern sollte. Über 500 ha Maori-Land hatte die Kolonialregierung bis zum Jahr 1870 konfisziert; Entschädigungszahlungen des Staates an die Maori begannen 1926 zu fließen.
Taranakis bewegter Vergangenheit und seiner bedeutenden Rolle als europäisches Siedlungsgebiet und Schauplatz der Neuseelandkriege widmet die Region heute viel Aufmerksamkeit in Form von Museen, Denkmälern, der Pflege und Restauration historischer Stätten sowie zukunftsorientierten Projekten in Zusammenarbeit mit verschiedenen Maori-Organisationen.

New Plymouth

Rund 20 km nördlich des Mount Taranaki liegt an der Küste die größte Stadt der Region. 70.000 Einwohner, fast zwei Drittel der Gesamtbevölkerung Taranakis, zählt der Distrikt New Plymouth, gut 50.000 davon leben im Stadtgebiet. Als moderne Stadt, die stets ihre Wurzeln im Blick behält, hat New Plymouth für jeden etwas zu bieten – und den mächtigen Kegel des Vulkans stets im Blickfeld.
Verschiedene Parks laden Pflanzenfreunde und andere Erholungssuchende zur Erkundung ein. Als Ausgangspunkt des Surf Highway 45 verfügt New Plymouth zudem über großartige Surfstrände; mit Kindern kann man am Ngamotu Beach oder im Todd Energy Aquatic Centre sicheren Badespaß genießen.
New Plymouths pulsierende Kunstszene prägt mit Museen, Galerien und Skulpturen das Stadtbild; das vielfältige Kulturprogramm wird von Theatern, Konzerten und Festivals komplettiert. Regionale Handwerkskunst findet sich auch in den Einkaufsstraßen: Von Wollwaren und Oppossumleder über Weine, Käse und Schmuck bis zu den legendäreren Bieren aus Mike’s Organic Brewery (487 Mokau Rd, RD44, Urenui) kann fündig werden, wer etwas Originelles sucht. Das Angebot wird abgerundet von charmanten Cafés und einem urbanen Nachtleben – ihren Anteil daran haben sicher auch der New Plymouth Airport als Haupteinfallstor der Region und der New Plymouth Port, der zu Neuseelands bedeutendsten internationalen Häfen zählt.

Coastal Walkway

Mit diversen nationalen und internationalen Awards ist der Coastal Walkway von New Plymouth ausgezeichnet. Er führt auf einer Länge von 11 km zu einigen der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt, darunter die Te Rewa Rewa Brücke und das Windpendel Wind Wand. Vom Coastal Walkway aus bieten sich zahlreiche Abstecher zu Attraktionen im Stadtinnern an. Für Hunde besteht übrigens auf der gesamten Promenade Leinenpflicht.

Puke Ariki Landing

Die günstigen Strömungsbedingungen machten den hiesigen Küstenstreifen einst zum Landungsplatz für die ersten europäischen Siedler in der Gegend. Sie wurden von den Maori aus Pukeariki, einem Dorf auf dem heutigen Gebiet von New Plymouth, willkommen geheißen. Seit 1991 symbolisiert hier an der St. Aubin Street die große Holzskulptur Tukotahi („Standing Together“) diese erste, freundschaftliche Begegnung der Völker.

Puke Ariki Informationszentrum

Im Rücken von Tukotahi befindet sich das ultramoderne Puke Ariki (1 Ariki St) – i-SITE, Museum und Bibliothek in einem. An diesem „Platz der Wunder, des Staunens, der Entdeckungen und Abenteuer“ werden Naturkunde, Maori-Geschichte, Taranakis Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft innovativ erschlossen. Das historische Richmond Cottage gewährt einen besonderen Einblick in das Leben einer Siedlerfamilie in den 1850er Jahren.

Wind Wand

Den Katzensprung vom Puke Ariki Landing zum Coastal Walkway gemacht, steht man auch schon vor dem kinetischen Kunstwerk Wind Wand (33/53 St Aubyn St), dem 45 m hohen Windpendel des Künstlers Len Lye. Bei jeder Wetterlage wiegen sich die 900 kg Karbon und Fiberglas auf sehenswerte Weise im Küstenwind, nachts glüht die Kugel auf der Spitze in sanftem Rot.

Govett Brewster Art Gallery

In der 42 Queen Street unweit von Puke Ariki Landing nennt die Govett Brewster Art Gallery eine der besten Sammlungen moderner Kunst im Land ihr Eigen. Mit ihren oft experimentellen regionalen und internationalen Ausstellungen sowie der berühmten Sammlung von Werken des Künstlers Len Lye hat die Govett Brewster Art Gallery internationale Bedeutung für die Kunstwelt erlangt.

Real TArt Gallery

Zeitgenössische Kunst und Kunsthandwerk aus der Region zeigt die Real TArt Gallery in der 19 Egmont Street. In dem historischen Warenhaus stellen über 200 Kunstschaffende ihre Werke aus, die meisten der Exponate stehen zum Verkauf.

Taranaki Cathedral/ St. Mary’s Church

1846 fertiggestellt ist St. Mary’s (37 Vivian St) Neuseelands älteste Steinkirche. Sie zählt gleichzeitig zu den jüngsten Kathedralen des Landes, denn geweiht wurde sie mit diesem Status erst im Jahr 2010.

Marsland Hill

Direkt hinter der Taranaki Cathedral geht es ganz und gar weltlich zu. Auf dem geschichtsträchtigen Marsland Hill, der sich hier über die Dächer der Stadt erhebt, gewährt das New Plymouth Observatory mit seinem Planetarium Einblicke ins Weltall, bei gutem Wetter auch direkte Blicke durch das Teleskop. Ebenfalls auf dem Marsland Hill befindet sich das Marsland Hill Wars Memorial. Für bessere Laune sorgen die Ausblicke über die Stadt und viermal täglich die Klänge des Glockenspiels Kibby Carillon.

Pukekura Park

Auf mehr als 50 ha hält New Plymouths größter Park im Herzen der Stadt alles für einen abwechslungsreichen Erholungstag bereit. Spazier- und Wanderwege führen durch vielfältige botanische Themenwelten und Landschaftsformen. Am Hauptsee finden Sie Bademöglichkeiten, einen Bootsverleih und ein Tea House. Der Pukekura Park beherbergt außerdem einen 2.000 Jahre alten Puriri-Baum, den Brooklands Zoo und das Amphitheater Brookland Bowl. Jährlich von Dezember bis Februar ist der Park mit seinen vielen spiegelnden Wasserflächen vom Festival of Lights fantastisch illuminiert.

Tupare Gardens

Der kunstvoll am Hügel über dem Waiwhakaiho River angelegte Tupare Landschaftsgarten (487 Mangorei Rd) gilt als einer der schönsten Gärten des Landes. Eine Lichtung und Klippenwasserfälle zählen zu seinen Highlights. Der Gasgrill am Wasserlauf kann kostenlos genutzt werden – bitte sauber hinterlassen und Müll wieder mitnehmen. Der Garten ist bei freiem Eintritt täglich geöffnet. Am besten parken Sie im Mangorei Car Park (481 Mangorei Rd).

Paritutu

Am Westrand von New Plymouth steht der 153 m hohe Paritutu („Rising Precipice“) wie ein Wächter des Hafens am Wasser. Robuste Knie vorausgesetzt, kann der Fels binnen 20 Minuten erklommen werden. Treppenstufen und Halteseile helfen den Kraxelpfad zu überwinden. Oben offenbart sich ein wunderbarer Ausblick über die Stadt bis zum Mt. Taranaki und auf der Meerseite über den Hafen und die Sugar Loaf Islands.

Sugar Loaf Islands

Dicht vor der Küste bildet das Meeresschutzgebiet Sugar Loaf Islands mit seinen Unterwasserkliffen, -höhlen und -canyons ein besonderes Habitat für Meeresbewohner. Über Vorschriften für Schnorchel- und Tauchgänge, Bootserkundungen und das Fischen im Gebiet geben die i-SITE, der Sportfishing and Underwater Club und die örtlichen Tauchschulen Auskunft. Das Betreten der Vogelbrutinseln ist nur mit spezieller Genehmigung erlaubt.

Egmont National Park (NZ852)

Im Jahr 1900 gegründet ist der Egmont National Park der zweitälteste Nationalpark Neuseelands. 300 km Wegenetz und über 500 Bäche und Flüsse durchziehen das Areal, das aus dichtem Regenwald, Sumpfgebieten und alpinem Gelände besteht. Zahlreiche Aussichtspunkte und beeindruckende Wasserfälle garnieren die Landschaft.
Acht DOC Huts bieten Wanderern Übernachtungsmöglichkeiten, darüber hinaus finden sich an den drei Zufahrtsstraßen ein Camphouse (Egmont Rd), eine Backpacker Station (Manaia Rd) und zwei Hotels (Pembroke Rd; Manaia Rd). Von Stratford, Inglewood und New Plymouth verkehren Shuttle-Busse in den Nationalpark. Vor Ort informieren das North Egmont Visitor Centre (am Ende der Egmont Rd) und das Dawson Falls Visitor Centre (am Ende der Manaia Rd).

Mount Taranaki

Herzstück des Nationalparks ist der Vulkan Mount Taranaki. Er entstand vor rund 120.000 Jahren; die letzte Eruption ist über 350 Jahre her, doch ist die Wissenschaft sich einig, dass der Mt. Taranaki noch nicht erloschen ist und sich nur im Ruheschlaf befindet. Seismometer überwachen daher ständig das Gebiet. Die Besteigung des 2.518 m hohen Mt. Taranaki Gipfels oder des zweiten, 1.966 m hohen Fanthams Peak sollten nur geübte Bergsteiger in Betracht ziehen. Über geführte Touren informieren die i-SITE und das DOC. Schöne Kostproben des alpinen Geländes geben der Maketawa Track an der Ostflanke des Berges und der Lake Dive Track südlich des Gipfels.

Pukeiti Gardens

Im nordwestlichen Ausreißer des sonst kreisrunden Nationalparks, zwischen den Füßen des Mt. Taranaki und den Pouakai und Kaitake Ranges, befinden sich die Pukeiti Gardens (2290 Carrington Rd). Auf der weitläufigen Anlage mit ihren pittoresken Spazierwegen sind mitten im urwüchsigen Regenwald über 2.000 Rhododendron-Sorten zu bestaunen und haben Pukeiti Gardens einen Ruf von Weltklasse eingetragen. Die Anlage ist bei freiem Eintritt täglich geöffnet.

Flora und Fauna

Der Nationalpark weist natürlich auch außerhalb der Pukeiti Gardens eine faszinierende Flora auf. Die vielgestaltigen Landschaftsformen geben Küsten-, Berg- und Regenwäldern, alpinen, subalpinen und Sumpfgewächsen ein Zuhause und beherbergen zahlreiche endemische Pflanzen. Eine Besonderheit stellt der „Goblin Forest“ an der Ostseite des Mt. Taranaki dar. Die moosbewachsenen Kamahi-Bäume mit ihren verschlungenen Phantasieformen haben hier eine märchenhafte Szenerie entstehen lassen.
Zur artenreichen Vogelwelt des Egmont National Park zählen unter anderem der Nördliche Streifenkiwi, der Farnsteiger und die Saumschnabelente (Blue Duck), die die nationalen 10$-Scheine ziert.

Sicherheitshinweise

Um die Schönheit des Egmont National Park genießen zu können, muss man auf alle Launen des Wetters gefasst und unbedingt entsprechend ausgerüstet sein. Sich vor dem Besuch über die Wetterlage vor Ort und den aktuellen Zustand der Wanderwege zu informieren, ist ebenfalls Pflicht; bei Unwetter können binnen Minuten Flüsse über die Ufer treten und Wege unpassierbar werden.
Es ist daher auch empfohlen, bei einer der DOC Stellen die Ausflugspläne zu hinterlegen.

Entlang der Küste

Three Sisters und Elephant Rock

In Taranakis nördlichster Ecke, bei Tongaporutu, stehen an der Küste die Three Sisters Modell für Hobby- und Profifotografen. Von den 25 m hohen Felsformationen hat der Zahn der Zeit allerdings schon eine weggeknabbert, sodass heute nur noch zwei der „Schwestern“ zu bestaunen sind. Elephant Rock und eine Höhle mit Maori-Felszeichnungen finden sich in unmittelbarer Nähe. Bei Ebbe sind die drei Attraktionen zu Fuß zu erreichen, hierfür vom SH 3 südlich der Tongaporutu Brücke in die Clifton Rd einbiegen und am Flussufer parken. Für beste Aussicht auf die Three Sisters fahren Sie nördlich der Tongaporutu Bridge bis ans Ende der Pilot Rd.

Surf Highway 45

Neuseelands beste Surfstrände finden sich entlang des 109 km langen Surf Highway 45. Fitzroy Beach, am Anfang des SH 45 in New Plymouth, zählt zu den besten City-Surfspots der Welt. Bis zum südlichen Ende des SH 45 in Hawera finden sich alle paar Kilometer weitere großartige Surfstrände mit unterschiedlichsten Wind- und Wellenbedingungen.

Te Koru Pa Historic Reserve

Die gut 1.000 Jahre alte Maori-Befestigungsanlage Koru Pa südöstlich von Oakura (SH 45) war früher Schauplatz diverser Angriffs- und Verteidigungskämpfe. Das Gelände am Oakura River ist in Terrassen angelegt, die Hänge mit Felsen vor Erosion und Feinden gesichert. Ein unterirdisches System von Kammern und Tunneln durchzieht das Areal. Koru Pa gilt als besonders ausdrucksstarkes Zeugnis der Geschichte.
Zu erreichen von Oakura über die Surrey Hill Rd (Parkplatz am Ende der Straße, von dort den orangefarbenen Markierungen folgen).

Cape Egmont Lighthouse

Von Taranakis westlichstem Punkt aus – etwa auf der Hälfte des SH 45 – leuchtet das Licht des Cape Egmont Lighthouse bis zu 22 Seemeilen weit über die Tasmansee. 1865 in Wellington Heads errichtet, wurde der Leuchtturm nach mehreren Schiffsunfällen durch Irritationen mit dem Wellington Heads-Leuchtturm im Jahr 1881 hierher versetzt. Das Cape Egmont Lighthouse findet sich am Ende der Cape Rd, die im Süden Pungarehus vom SH 45 abzweigt.

Hawera

Hawera an Taranakis Südküste ist die zweitgrößte Stadt der Region und bietet Cafés, Restaurants und schöne Einkaufsmöglichkeiten. Hier mündet der Surf Highway 45 in den SH 3, der an der Ostseite des Mt. Taranaki nach New Plymouth führt.
Wahrzeichen der Stadt ist der 1915 erbaute Hawera Water Tower (55 High St). 215 Stufen sind für den beeindruckenden Ausblick vom Turm zu erklimmen; den Schlüssel bekommen Sie nebenan in der i-SITE (55 High St).
Am Westende der High Street ist im King Edward Park Erholung im Grünen garantiert. Ein privates Elvis Presley Museum gibt es nach Terminabsprache in der 51 Argyle Street zu besichtigen.
Das Tawhiti Museum and Traders & Whalers (401 Ohangai Rd) zeigt die Maori- und Besiedlungsgeschichte Haweras und der Region. Im Mittelpunkt stehen lebensechte Szenen und Modellfiguren, die historische und Alltagssituationen aus vergangenen Zeiten präsentieren. Durch einen Teil der Ausstellung werden Sie mit Booten gefahren.

Maori-Legende: Wie Mount Taranaki die Einsamkeit suchte

Die Maori-Legende um den Mount Taranaki erzählt, dass der  Vulkan einst gemeinsam mit den Berggöttern Tongariro, Ruapehu und Ngauruhoe im Zentrum der Nordinsel  lebte.
Alle vier liebten die schöne Pihanga, doch da jeder  von  ihnen  seine Gefühle im Zaum hielt, konnten sie lange Zeit in friedlicher Harmonie zusammenleben.
Schließlich aber kam es, dass Taranaki seine Zurückhaltung fallen ließ und begann, Pihanga den Hof zu machen. Dies wollte Tongariro nicht dulden.
Der erbitterte Streit, der daraufhin zwischen ihm und Taranaki entbrannte, ließ die Erde beben und verdunkelte den Himmel und als alles vorüber war, war es Tongariro, der an der Seite von Pihanga stand.
In seiner Verzweiflung darüber riss Taranaki sich von der Erde los  und zog davon. Er stapfte unter wütendem Geheul rücksichtslos durchs  Land und hinterließ in seiner Spur den Whanganui  River.
An der Küste wendete er sich nach Norden. Nach einer Weile wollte er eine  Rast einlegen,  doch während er friedlich schlief, schoben sich die Pouakai Ranges in seinen Weg und so war er an dem Fleck gefangen, an dem er bis heute steht.

Durchs Landesinnere

Käsestadt Eltham

Im Städtchen Eltham, 25 km nördlich von Hawera am SH 3, dreht sich alles um den Käse. Eltham war die Wiege der Milchwirtschaft und Käseproduktion Taranakis und steht heute ganz in seiner Tradition. Die charmanten historischen Gebäude erinnern an frühere Jahre, wie auch so mancher regionale Käse, den man hier einfach überall zu kaufen bekommt.

Rotokare Scenic Reserve

12 km östlich von Eltham (364 Sangster Rd, Rawhitiroa) befindet sich ein besonderes Fleckchen Natur. In dem Gebiet rund um den Lake Rotokare wird einheimischen Tier- und Pflanzenarten ein weitestmöglich unverfälschtes Refugium bewahrt. Wanderer und Bootssportler sind willkommen, werden aber gebeten Kleidung und Ausrüstung zuvor zu reinigen, um keine Störenfriede ins Reservat einzuschleppen.

Taranaki Pioneer Village

Das Freilichtmuseum am südlichen Rand von Stratford direkt am SH 3 widmet sich ganz dem Leben der europäischen Besiedlungs-Pioniere in Taranaki. Hütten, Häuser, Geschäfte und ein Krankenhausmuseum geben lebensgroße Einblicke in den Alltag, die teilweise von der kleinen Parkbahn aus besichtigt werden können.

Stratford Glockenspiel

In Taranakis Skisport-Basis Stratford erinnert nicht nur der Name, nach William Shakespeares Geburtsort benannt, an den englischen Dichter. Neben den Straßennamen, die Shakespeares Figuren ehren, ist auch Stratfords Wahrzeichen dem Dichter gewidmet. Viermal täglich zeigt das Glockenspiel am Broadway (SH 3) in der Stadtmitte zu seinem Musikspiel eine Szene aus Romeo und Julia. Das Glockenspiel ist einzigartig in Neuseeland.
Einen Straßenzug weiter in der Miranda Street präsentiert die Thomson Art Gallery wechselnde Ausstellungen regionaler, nationaler und internationaler Kunst.

Fun Ho! National Toy Museum

Auf dem SH 3 von Stratford weiter nach Norden wird nach ca. 21 km Inglewood erreicht. Das Fun Ho! National Toy Museum im Stadtzentrum (24 Rata St) sorgt mit Spielzeugen aus über 50 Jahren Firmengeschichte sowie vielen interaktiven Attraktionen für interessante Unterhaltung. Die Manufaktur bestand von 1935 - 1987; heute kann man im Museum dem Spielzeugmacher bei der Fertigung einzelner Sammlerstücke zusehen.

Lake Mangamahoe

Die letzten 18 km des SH 3 (Inglewood - New Plymouth) führen auf halber Strecke am Lake Mangamahoe vorbei. In dem Trinkwassersee sind zwar keine Schwimmer oder Bootssportler erlaubt, Wanderer und Mountainbiker finden hier jedoch wunderschöne Pfade vor. Mit entsprechender Lizenz darf man im See auch fliegenfischen.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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