Otago

Otago

Wo Goldstaub auf rote Erde fiel

Schneebedeckte Berge, saftiges Weideland, überwältigende Seenlandschaften, in der Sonne faulenzende Robben und raue Berge und Täler. Dies sind nur einige der Mosaiksteinchen, die sich zu Otagos liebenswertem Gesicht zusammensetzen.

Die Region im Südosten der Südinsel ist mit etwa 32.000 km2 die zweitgrößte des Landes. Im Norden grenzt Otago an die Region Canterbury, im Südwesten an Southland und im Nordwesten an West Coast – der große Rest ist Küstenlinie.
Etwa 60 % der über 200.000 Einwohner Otagos leben in Dunedin, der Hauptstadt der Region. Zu den wichtigsten wirtschaftlichen Faktoren Otagos gehören die Landwirtschaft, der Tourismus und Dunedins Universität, die der zweitgrößte Arbeitgeber der Südinsel ist.
In den letzten Jahren hat sich das am Lake Wakatipu gelegene Queenstown zu einem absoluten Magneten für Touristen aus aller Welt entwickelt – vor allem mit Adventure-Tourismus hat sich die Stadt einen Namen gemacht.
Otago wartet mit äußerst vielfältigem Klima auf: Während maritimes Klima die Pazifikküste nur geringen Schwankungen aussetzt, geht es im Inland beinahe kontinental zu, mit heißen Sommertagen in Alexandra und kalten, teils dickverschneiten Wintertagen in Queenstown. Jede Jahreszeit kleidet Otago in prachtvolle Farben, sodass hier eigentlich immer Saison ist: Wasser- oder Wintersport, Fahrrad fahren oder Wandern. Wofür man sich auch entscheiden mag, all das findet man im Landesinneren – am Coronet Peak in erstklassigen Skigebieten, an den beiden einzigartigen Lakes Wanaka und Wakatipu und in hervorragend angelegten und gepflegten Wander- und Radwegen. Der Otago Central Rail Trail ist einer von ihnen. Mit 150 km ist er zwar etwas länger als ein Spaziergang, wegen der geringen Steigungen aber für Fuß- und Radwanderer jeder Kondition eignet.
Die Küstenlinie wird im Süden von den Catlins, im Norden von Oamaru abgesteckt. Die Catlins locken mit unvergleichlichen Naturwundern und der Nähe zu Wildtieren, während das Städtchen Oamaru mit seinem viktorianischen Charme überzeugt. Ziemlich genau in der Mitte, an der in den Pazifik ragenden Otago Peninsula, schlägt das intellektuelle Herz der Südinsel: Dunedin. Die 610 km lange Southern Scenic Route endet hier, und verbindet unter anderem die beiden so grundverschiedenen Städte Queenstown und Dunedin miteinander.
Otagos Grenze zu West Coast verläuft größtenteils durch die Southern Alps, mitten durch den Mount Aspiring National Park, der sich am südlichen Ende des Gebirgszuges befindet. Während hier der Rob Roy Glacier Track einiges an Training erfordert, ist der 30-minütige Blue Pools Walk ein guter Einstand für jeden, der auf den 3.350 km² grandioser Wildnis erst zum passionierten Wanderer wird. Die 7 km lange Route des Minaret Burn Track an den Ufergestaden des Lake Wanaka ist auch mit dem Mountainbike ein tolles Erlebnis.
Rückzugsorte findet man in ganz Otago in liebevoll angelegten Gärten und Parks.
Von der Goldgräbervergangenheit erzählt hier jede Stadt auf ihre eigene Art, und ab und an mag man auch Geschichten einer mythischen Vergangenheit hören, von der die Maori erzählen.

Geschichte

Wahrscheinlich wurde die östliche Küstenregion Otagos erstmals im 13. Jh. von Maori besiedelt, die auf der Suche nach dem Moa, einem bis zu 3 m großen Laufvogel, von der Küste aus ins Landesinnere vordrangen und auf der Otago Peninsula eine erste Siedlung gründeten. Diese nannten sie Otakou, „Ort der roten Erde“. Später übernahmen die schottischen Siedler den etwas abgeänderten Namen für die gesamte Region.
Der erste Europäer, der die am heutigen Dunedin gelegene Otago Peninsula 1770 sichtete, war James Cook. Er beschrieb die Küsten als robbenreich, was in den 1820er und 30er Jahren verstärktes Interesse weckte. Ab 1848 kann von einer organisierten und stetigen Besiedlung der Region gesprochen werden.
Die ersten 347 europäischen Siedler waren Mitglieder der Free Church of Scotland. Sie siedelten zunächst auf einem Gebiet, das die New Zealand Company den Maori abgekauft hatte. Offiziell erhielt die Region ihren Namen Otago ebenfalls im Jahr 1848 und die Küstenstadt Dunedin wurde zu ihrer Hauptstadt. Die immer dichter werdende Besiedelung veränderte die Natur der Region, der ungezähmten Wildnis wurden Weiden, Äcker und Siedlungen abgewonnen.
Anfang der 1860er Jahre sollte eine weitere Entdeckung Otago erneut völlig verändern. Gerüchte über vielversprechende Goldfunde lockten im Februar 1861 den australischen Goldsucher Thomas Gabriel Read in die Region. Im Mai meldete er 90 km westlich von Dunedin einen bemerkenswerten Goldfund, der nun auch Otago mit dem Goldfieber ansteckte. Das nach Read benannte Fundgebiet Gabriel´s Gully lockte Tausende Goldsucher aus aller Welt in die Region. Der Goldrausch brachte Dunedin großen Reichtum und dem Bezirk eine rasant wachsende Bevölkerung: Bereits 1862 zählte die Bevölkerung des Goldfeldes doppelt so viele Menschen wie die Hauptstadt. Schon 1869 ebbte der Goldrausch jedoch ab, viele Goldsucher verließen die Region und ließen teils verwüstete Goldfelder zurück.
Das Otago Settlers Museum in Dunedin gibt umfangreiche Einblicke in die Siedlungs- und Goldgräbergeschichte der Region und glänzt mit einer sehr ansprechenden interaktiven Aufbereitung.

In und um Queenstown

Wohin pilgern Adrenalinjunkies? Nach Queenstown! Nicht umsonst wird Queenstown auch die Adrenalin-Hauptstadt genannt – der Erlebnistourismus boomt in dieser wunderschön gelegenen Stadt am Lake Wakatipu: Ohne Jet Boats, Rafting, Paragliding und Co. ist die Geburtsstadt des Bungee-Jumping gar nicht denkbar. Wer es jedoch lieber beschaulicher mag, der kann beim Wandern, auf den Queenstown Cycle Trails oder bei einer Schifffahrt über den See das Panorama genießen: Die Gipfel der Remarkables, die aus der Ferne über Queenstown blicken, sind im Winter schneebedeckt, ansonsten legt sich das regionstypische Tussockgras wie eine Decke über die umliegenden Bergkuppen.
Malerisch – so wird Queenstowns Lage häufig beschrieben. Es überrascht keineswegs, dass die überwältigende Natur Generationen von Landschaftsmalern hierher gelockt hat.
Seit einigen Jahren gilt die Gegend zudem als erstklassige Weinregion, die man z.B. auf einer Weintour entdecken kann.
Nicht unbedingt Teil der anspruchsvollen Gastronomie ist Fergburger (40 Shotover St), allerdings hat das Fastfood-Restaurant mittlerweile Kultstatus erlangt. Es gilt als unverzeihlich, die Stadt zu verlassen, ohne eine seiner Burger-Kreationen gegessen zu haben.
Auf den Spuren der Goldgräber wandeln können ambitionierte Glückssucher im benachbarten Arrowtown. Doch auch wenn es mit dem Goldfund nicht klappt, hat die Queenstowner Mall für jeden Geldbeutel etwas zu bieten. Die Open Air Mall liegt im Herzen der Stadt und – so sagt man – nirgends kann man auf der Südinsel besser einkaufen als hier. Die i-SITE finden Sie in 22 Shotover Street im Zentrum.

Lake Wakatipu

Wie ein „S“ oder ein schlafender Riese geformt ist der Lake Wakatipu, der zweitgrößte Binnensee der Südinsel. Mit bis zu 379 m Tiefe, 212 km Strand und einem Steigen und Fallen des Wasserpegels im 5-Minuten-Rhythmus ist er einer der beeindruckendsten Seen Neuseelands.
Fünf Flüsse speisen den See, dessen Wasser nicht nur unglaublich klar aussieht, sondern auch sehr sauber ist. Eine kurze Abkühlung im See ist allerdings auch an den heißesten Tagen nicht zu empfehlen, denn die Temperatur liegt das ganze Jahr bei etwa 10 °C: Viel zu kalt zum Schwimmen, aber ein Zehenbad wird nicht schaden.
Auf dem Lake Rere Loop streifen Sie nicht nur die Elfin Bay des Lake Wakatipu, sondern genießen mit dem Greenstone River, dem Caples River und dem Lake Rere eine wahre Wassersymphonie.

TSS Earnslaw

„Lady of the Lake“ nennt man das 1912 gebaute Dampfschiff „TSS Earnslaw“, das den Lake Wakatipu befährt. Stolze 48 m ist die Seedame lang, die ursprünglich als Transportschiff genutzt wurde; sie beförderte in erster Linie Vieh. Heute schippert das Dampfschiff zumeist Passagier über den See.
Eine ihrer Touren führt von Queenstown (Pier 19) zur Walter Peak High Country Farm, wo Sie an Picknicks, Wanderungen und Farmführungen teilnehmen können. Zur 90-minütigen Fahrt gehört auch ein Besuch des Maschinenraums.

Walter Peak High Country Farm

Von Queenstown aus ans Westufer des Wakatipu geschippert, finden Sie sich auf der Walter Peak High Country Farm. Eine gebuchte Tour beginnt bei den Schafen und Rehen, die gefüttert werden möchten. In den Schafställen können Sie dem Farmer beim Schafscheren und den Hütehunden beim Eintreiben der Schafe zusehen. Danach gibt es eine Einführung in das Spinnen von Schafwolle.

Underwater Observatory

Unweit vom Trubel der Einkaufspromenaden öffnen sich Fenster in die Unterwasserwelt des Lake Wakatipu. Im Underwater Observatory (Main Town Pier) stehen zur Abwechslung die Menschen hinter Glas und können Bach- und Regenbogenforellen, Aalen und Maori-Enten beim Schwimmen und Tauchen zusehen.
Die Fütterung via Münzautomat sorgt auf beiden Seiten der Scheibe für freudiges Chaos.

Skyline Gondel und Bob´s Peak

Nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt verkehrt die Skyline Gondel (Brecon Street), die Sie hoch über Queenstown mitnimmt. Ein 220°-Panorama entfaltet sich hier auf 450 m Höhe, das vom Coronet Peak über die Remarkables und den Lake Wakatipu reicht.
Wer bei dem Ausblick genug entspannt hat, dem bietet sich hier eine 800 m lange adrenalinreiche Rennrodelbahn sowie rasante Abfahrten im Queenstown Bike Park.
Oder Sie schweben per Paraglider wieder zurück ins Tal.

Kiwi Birdlife Park

Wenn Sie bisher kein Glück beim Erblicken eines Kiwis hatten, können Sie ihm im Kiwi Birdlife Park (Brecon Street) auf die Sprünge helfen.
Er ist für über 20 neuseeländische Arten zur Heimat geworden; die Eintrittsgelder unterstützen das nationale Artenschutzprogramm. Damit man Neuseeland nicht verlässt, ohne das Wappentier gesehen zu haben, ist eine Sichtung im Noctarium vor Ort garantiert – oder aber man nimmt an einer der Kiwi-Fütterungen teil.

Bungee & Swing

Ein Bungee-Sprung von der 43 m hohen Kawarau Brücke hat stets eine historische Dimension, denn hier fand 1988 auf Initiative des Queenstowners A. J. Hackett der erste kommerzielle Bungee-Sprung der Welt statt.

Daneben steht in Queenstown noch The Ledge für den freien Fall bereit; wer nicht aus 400 m Höhe springen mag, kann hier auch mit dem Ledge Swing über Queenstown schaukeln. Im Winter auch bei Nacht. The Ledge ist nur mit der Skyline Gondel zu erreichen, sofern man keinen ca. 1-stündigen Power-Aufstieg in Kauf nehmen will. Infos und Buchung: www.bungy.co.nz.

Basket of Dreams

Mit einer Dauer von 2 - 3 Stunden ist der Queenstown Hill Walkway eine gute Wahl für jene, die nicht nach der ganz großen Herausforderung suchen und dem städtischen Trubel für ein paar Stunden entfliehen wollen.
Jeder Schritt wird mit einem Blick über Queenstown, die Remarkables und natürlich den alles beherrschenden Lake Wakatipu belohnt. Auf dem Berg, der auch „Berg großer Heiligkeit“ genannt wird, befindet man sich 500 m über der Stadt und wird von einer ausladenden Skulptur mit dem Namen „Basket of Dreams“ empfangen. Auf einem Steinfundament thront der spiralförmige Korb der Träume, dem das gleichnamige Gedicht auf dem Felsen daneben das poetische i-Tüpfelchen aufsetzt.

Zentral-Otago

Jet Boating

Auch das Jet Boat wurde in Neuseeland erfunden, 1954 von Sir Charles William Hamilton. Mit seinem geringen Tiefgang ist es optimal für seichte und kurvenreiche Gewässer geeignet.
Die schnellste und aufregendste Jet Boat-Fahrt führt den Shotover River nördlich von Queenstown hinab. Diese Attraktion sollte man nicht verpassen, sie bleibt unvergessen.

Lake Hayes

Man kommt in Neuseeland einfach nicht von A nach B, ohne mindestens einen Glanzpunkt zu passieren. Auf dem kurzen Stück des SH 6 zwischen Queenstown und Arrowtown ist dies der Lake Hayes, der angeblich meistfotografierte See Neuseelands, der zwischen den gewaltigen Hängen von Coronet Peak und den Remarkables ruht.
Auf dem Lake Hayes Walkway können Sie ihn binnen 2 - 3 Stunden von allen Seiten bewundern, sofern Sie sich nicht zwischendurch mit Picknicken, Schwimmen oder Angeln aufhalten.

Arrowtown

Zwanzig Autominuten von Queenstown entfernt liegt die idyllische Goldsucherstadt Arrowtown. Viele Gebäude des Städtchens wurden aufwendig restauriert und sind nun lebendiges Zeugnis des neuseeländischen Goldrauschs.
Selbst zum Goldwäscher kann man am Arrow River mit ausgeliehenen Pfannen werden. Zur wiederaufgebauten chinesischen Goldwäschersiedlung führt der Arrowtown Chinese Settlement Track.
Golden ist indes nicht nur die Geschichte der Stadt; berühmt ist Arrowtown auch für seine brillanten Herbstfarben, die im April mit einem Festival gebührend gefeiert werden.

Coronet Peak (NZ837)

Coronet Peak teilt sich den Namen mit dem 1.649 m hohen Berg, auf dessen südlichen Abhängen sich das 280 Hektar umfassende Skigebiet befindet.
Während der langen Schneesaison (Juni – Okt.) kommen hier Skifahrer und Snowboarder auf ihre Kosten. Beliebt ist Coronet Peak nicht nur durch die Nähe zu Queenstown (18 km), sondern auch wegen der hochentwickelten Lift-Systeme.
Die ausgezeichnete Qualität des Ski-Gebiets bescheinigen zahlreiche internationale Wettkämpfe, die hier regelmäßig stattfinden. Ein besonderes Erlebnis dürfte das nächtliche Skifahren am Wochenende sein, für Frühaufsteher öffnen die Pisten bereits um 8 Uhr.

Glenorchy

Dem Lake Wakatipu zu Haupte befindet sich inmitten alter Birkenwälder das Paradies für all diejenigen, die von Outdoor-Erlebnissen und atmosphärischen Panoramen nicht genug kriegen können: Tatsächlich heißt ein Ortsteil von Glenorchy „Paradise“.
Die fantastischen Welten von „Mittelerde“ und „Narnia“ fanden hier die perfekte Kulisse. Atemberaubende Fuß- und Radwanderwege sind nur der Beginn einer schier endlosen Liste von Must-Do’s. Das Information Centre in 2 Oban Street verrät Ihnen alle.
Während der See meist zu kalt zum Schwimmen ist, ist die Glenorchy Lagoon eine wärmere und sichere Alternative. Anglerherzen lassen die zahlreichen Möglichkeiten zum Angeln und Fliegenfischen höher schlagen: Lachse, Regenbogen- und Seeforellen warten nur darauf, anzubeißen. Wer nach Paragliding, Reiten, Rudern, Jet Boating, Wind- oder Kitesurfing immer noch Power hat, kann diese im Skateboard Park nahe des Hafens loswerden.

Wanaka & Lake Wanaka

Lake Wanaka ist mit 193 km2 der drittgrößte See der Südinsel. Und man kann sagen, am Lake Wanaka ist immer Saison, denn jede Jahreszeit hält hier ihren Höhepunkt bereit. Bei einer sommerlichen Durchschnittstemperatur von 24°C können die langen Tage mit einer Fülle von Aktivitäten verbracht werden: Wer nicht aus erkletterten Höhen auf die funkelnden Seen und Flüsse hinabblicken möchte, wie etwa auf den Lake Diamond Loops, der badet in ihnen, rudert oder lässt sich rudern. 750 km Wanderwege sind auch für die absoluten Wanderfans genug, um tagelang zu wandern, ohne einen Baum zweimal zu sehen. Ganz ohne Kletterei erreicht man auf dem 1,5-Stunden-Spaziergang Mount Iron Walk die mit 545 m höchste Stelle der Gegend.
Der Herbst bringt längere Schatten, und Tage, die kühl beginnen und sanft in sonnige Mittagstemperaturen übergehen. Das Kleid des Herbstes ist rötlich golden hier und die Events reichen von Kultur- über Kunstfestivals bis hin zu Weinmärkten. Und bei all diesen Möglichkeiten ist das Wasser auch im Herbst immer noch warm genug zum Schwimmen.
Auf vielen tausend Hektar kann im Winter nach Herzenslust Ski gefahren werden. Bei Rundflügen oder Hundeschlittenfahrten kann das Wintertraumland ganz entspannt genossen werden.
Ist der Winter vorbei, vibriert die Gegend um den Lake Wanaka vor neuem Leben. Oben sieht man noch die schneebedeckten Berggipfel funkeln, während unten im Tal die Gärten und Bäume schon blühen und auf den frischgrünen Wiesen junge Lämmer freudige Jubelsprünge vollführen. Der windige Frühling ist auch die Zeit des Wind- und Kitesurfens und ohne den Andrang des Winters lässt es sich auch noch ganz gemütlich Ski fahren.
Die i-SITE finden Sie in Wanaka (103 Ardmore St).

Puzzling World

1973 eröffnete Puzzling World (188 Wanaka-Luggate Hwy, Wanaka) mit nur einem Labyrinth; inzwischen ist der Erlebnispark um viele Höhepunkte reicher.
Das weltweit erste dreidimensionale Labyrinth fordert Groß und Klein heraus. Ein Spiel der Perspektiven und eine Verwirrung der Sinne warten hinter jeder Ecke: Der schiefe Raum und der schiefe Turm zählen nur zu einigen der im wahrsten Sinne des Wortes verrückten Attraktionen.

Cromwell and Districts Museum

Einen Tagesausflug ist das Cromwell and Districts Museum im etwa 60 km östlich von Queenstown gelegenen Cromwell wert. Seit 1980 beherbergt das Museum abwechslungsreiche Ausstellungen, die die Stadtentwicklung und lokale Geschichte von der Gründung in der Goldgräberzeit bis heute nachzeichnen.
Untrennbar mit dem Goldrausch ist die Einwanderung zahlreicher chinesischer Arbeiter verbunden, die in vielen Städten – so auch in Cromwell – in ihrem eigenen Stadtteil Chinatown lebten. Die Ausstellung lässt auch diesen Teil der Geschichte wieder lebendig werden.
In Cromwell finden Sie auch eine i-SITE (The Mall).

Alexandra

Eine Autostunde von Queenstown und zwei von Dunedin entfernt ist Alexandra an die großen Städte der Region über den SH 8 gut angebunden.
Auch Alexandra war einst Goldgräbersiedlung, doch heute wäscht man die Schätze hier nicht mehr aus den Flüssen, sie wachsen an Bäumen und Reben: Berühmt ist Alexandra für zahlreiche Steinobstplantagen und Weinberge. Der regionale Pinot Noir ist ein Produkt, das Winzer mit besonderem Stolz erfüllt. Angeblich handelt es sich bei den Black Ridge Vineyards um die südlichsten Weinberge der Welt. Ein Ort für Genießer also!
Jedes Jahr feiert die Stadt 17 Tage lang ein riesiges Volksfest: Höhepunkte des Alexandra Blossom Festivals sind Musik-Darbietungen, ein Wettbewerb für Schafscherer und eine große Parade.
Was sonst ansteht, erfahren Sie in der i-SITE (21 Centennial Ave).

Maori-Legende: Der Wettstreit der Vögel

Kakapo der Papagei, und Toroa der Albatros gerieten eines Tages in einen Streit darüber, wer von ihnen der überlegene Vogel sei, denn diesem würde es zustehen, Anführer aller Vögel des Landes zu werden. Schließlich sagte Kakapo: „Lass uns einen Wettstreit austra- gen.“ Und Toroa stimmte zu.
Ein Versteckspiel sollte die Lösung bringen. Wer von ihnen sich so gut verbergen würde, dass der andere ihn nicht finden kann, dem allein stünde der Sieg zu. Der Schauplatz für die Entscheidung sollte die offene Wiese vor ihren Schnäbeln sein. Weder  Baum  noch Busch noch Stein boten Schutz und Unterschlupf – allein Farne und Gräser, soweit das Auge reichte.
„Albatros“,  sagte  Kakapo,  „du  sollst  beginnen“.  Und  er  lachte  sein  kehliges  Lachen.
„Verstecke dich so gut du kannst. Nützen wird es dir trotzdem nichts. Denn ich werde dich finden.“
Toroa lachte ebenfalls. „Ich bin der größte aller Vögel. Wie willst du mich also finden, kleiner Papagei?“
Also sah sich Toroa um. Er watschelte auf seinen großen Füßen in die Wiese hinein und suchte sich eine Mulde, die ihm geeignet schien. Dort legte er sich hinein und nutzte seinen langen Schnabel, um seinen großen weißen Körper mit Gräsern zuzudecken. Dann legte er den Kopf auf den Boden und macht sich so klein wie möglich.
Doch stach er aus der Wiese hervor wie ein  Kreidefelsen.
Als Kakapo nun zur Suche aufbrach, brauchte er nicht lange, um Toroa zu finden. Er hüpfte über die Wiese, und als er vor dem weißen Federberg stand, platzte er heraus: „Ich hab dich, Albatros!“
Verärgert richtete sich Toroa aus seinem Versteck auf und fragte mürrisch nach einer zweiten Chance.
„Aber natürlich“, kicherte Kakapo. „Gehe nur und verstecke dich woanders. Ich warte derweil hier.“
Noch einmal versteckte sich Toroa in der Wiese. Abermals begab sich Kakapo auf die Suche. Eine Weile lang irrte der Papagei umher, bis er einen Luftzug im Gesicht spürte: Wind kam auf. Er rannte weiter und plötzlich sah er, wie sich eine weiße Feder aus der Wiese hob und wieder senkte.
Da war es um Toroa geschehen. Es spürte den spitzen Schnabel des Papageien im Rücken und  fuhr auf.
„Hab dich“, gluckste Kakapo. „Nun bin ich an der Reihe.“
Entgeistert trottete Toroa davon, während Kakapo sich ein passendes Versteck suchte. Schon nach kurzer Zeit wurde er fündig und duckte sich unter einen prächtigen Farn. Die Tarnung hätte besser nicht sein können. Das Grün des Farns verdeckte die wenigen gelben und roten Federn im ansonsten grünen Kleid des  Papageis. Hoch oben schwebte Toroa anmutig durch die Lüfte und reckte den Hals nach links und rechts auf der Suche nach dem Papagei. Doch der war nirgendwo zu sehen. Nach einer Weile gab er auf und rief entmutigt nach dem kleinen Kakapo. Der Papagei trat unter dem Farn hervor und lachte laut. Da endlich sah ihn der Albatros.
„Verstecke dich noch einmal, Kakapo. Dieses Mal werde ich dich finden“, rief Toroa ihm  zu.
Doch auch beim zweiten Mal fand er den Papagei nicht und musste seine Niederlage schließlich eingestehen. Kakapo gewann nicht nur den Wettstreit, er wurde auch zum Anführer aller Vögel ernannt. Toroa hingegen musste sich nach einem neuen Lebensraum umsehen, denn ihm wurde im Gegenzug die Eignung für ein Leben  an  Land abgesprochen.
Und so kam es, dass der Albatros seither seine Zeit auf dem Meer verbringt, während der Papagei weiterhin an  Land herumtollt.

Dunedin und Otago Peninsula

30 km lang und bis zu 12 km breit ist die Otago Peninsula, auf deren Verbindung zum Festland Otagos Hauptstadt Dunedin liegt. Hier landeten vermutlich die ersten Maori, die die Südinsel besiedelten.
Schroff aus dem Meer ragende Klippen und ruhige Sandbuchten umrahmen die Halbinsel. Auf den weitläufigen Weiden grasen viele Kühe: Die Milchproduktion ist hier seit jeher ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Wie kaum ein anderer Berg kommt der Harbour Cone etwa 2 km nordöstlich vom Larnach Castle an die Form eines idealen Kegels heran. Sie können sich einen atemberaubenden Überblick über die Halbinsel verschaffen, wenn Sie sich auf den 319 m hohen Sandymount an der Südküste begeben.
Die „Stadt auf dem Hügel“, wie Dunedin übersetzt heißt, hat nichts mehr geprägt als der Goldrausch. Er brachte nicht nur viel Geld in die Stadt, sondern auch zahlreiche Handwerker und Geschäftsleute. Mit der Gründung der ersten Universität des Landes 1869 gab sich Dunedin ein neues Gesicht und sorgte gleichzeitig für Unabhängigkeit von den Goldvorkommen. Man könnte sagen, Dunedin ist die Stadt der klugen und kreativen Köpfe.
Und die zweitsüdlichste Großstadt der Welt tut wirklich alles, damit sich freie Geister hier wohl fühlen: Die Innenstadt beheimatet schöne Cafés, skurrile Bars, elegante Boutiquen und Kunstgalerien und ist oft erfüllt vom Gesang der Straßenmusiker. Der Chinesische Garten ist optimal geeignet für eine kreative, der Hafen für eine aktive Pause beim Angeln, Rudern oder Windsurfen.
Zu einem einzigen Volksfest wird die Stadt, die sich gerne freundlichste Stadt Neuseelands nennt, wenn sie Schauplatz eines wichtigen Rugby-Spiels wird.
In 26 Princes Street gibt’s Auskunft von der i-SITE.

Dunedin – University

Sapere Aude – „Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen“ ist das Motto der University of Otago (362 Leith Street).
1869 als erste Universität des Landes eröffnet, ist sie bis heute nicht nur der wichtigste Arbeitgeber der Stadt, sondern der gesamten Region.
Mit bis zu 23.000 Studierenden verschiedener Universitäten, die gut 18 % der Einwohner ausmachen, stellt der Bildungssektor einen der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren Dunedins dar.

Baldwin Street

Schräg ist wohl die beste Beschreibung für die Baldwin Street. Mit 35 % Steigung ist sie die steilste Straße der Welt, nicht einmal Asphalt hat bei ihr eine Chance, er würde einfach abrutschen, weswegen sie betoniert ist.
Gerade wegen dieser Herausforderung stellen sich jedes Jahr im Februar um die 1.000 Teilnehmer einem Wettrennen, bei dem die Straße erklommen und wieder hinabgelaufen wird.

Chinese Gardens

Die Chinese Gardens (Ecke Rattray St/Cumberland St) der Stadt Dunedin wurden tatsächlich nicht nur in China entworfen, sondern Stein für Stein von dort eingeschifft. Abgesehen davon, dass man hier wunderbar entspannen kann, sind sie den zahlreichen frühen chinesischen Migranten gewidmet, die diese Region geprägt haben.

Otago Settlers Museum

Beginnend mit den frühen europäischen Siedlern hält das Otago Settlers Museum (31 Queens Garden) Otagos Geschichte fest. Dem Goldrausch, der für Dunedin Beginn einer Blütezeit war, wird besonders viel Raum gegeben.
Die Dauerausstellungen zeichnen ein facettenreiches Bild der Region, indem sie die Perspektiven europäischer Siedler und chinesischer Einwanderer einnehmen und auch Erfahrungen der Maori zur Sprache bringen.

Dunedin Railway Station

Durch Dunedins Hafen, dem für die Ankunft von Einwanderern, aber auch für den Warenumschlag der Südinsel Bedeutung zukam, wurde ein Ausbau der Anbindungen ins Landesinnere rasch notwendig: Zwar wurde bereits 1878 die 367 km lange Strecke zwischen Dunedin und Christchurch eröffnet, 1904 wurde jedoch erst der Bau eines großen Bahnhofsgebäudes begonnen.
Erbaut wurde das Meisterwerk flämischen Renaissancestils aus dunklem Basalt und hellem Kalkstein aus Oamaru-Steinbrüchen. Der Innenraum des imposanten Gebäudes ist mit über 700.000 Porzellanfliesen ausgelegt. An der Südwest-Ecke überragt der 37 m hohe rechteckige Turm das Bahnhofsgebäude.
Seit 2002 reguläre Güter- und Personenzüge zum letzten Mal die Endstation Dunedin anfuhren, nimmt hier nur noch die Taieri Gorge Railway ihre Fahrt ins Land auf, die 1990 ihre Bestimmung als Touristikbahn fand. Jeden Oktober verwandeln sich die stillgelegten Gleise für die größte Modenschau der Südinsel in Laufstege.

Tunnel Beach

Nur ein paar Kilometer südwestlich von Dunedin liegt Tunnel Beach. Dieser romantische Strand ist durch einen im 19. Jh. in den Fels gehauenen Tunnel zu erreichen. Bei Ebbe kann man hier Muscheln sammeln und die Abgeschiedenheit genießen. Die passende Kulisse bilden die von Wind und Wasser geformten Sandsteinfelsen, in denen sich auch viele Fossilien finden.

Glenfalloch Gardens

Zehn Autominuten vom Stadtzentrum Dunedins entfernt wartet die Ruheoase Glenfalloch Gardens (430 Portobello Rd) auf Sie.
In den „Gärten des verborgenen Tals“ duften und leuchten Azaleen, Rhododendren, Fuchsien und Magnolien um die Wette. Nur der 1.000 Jahre alte Matai-Baum entzieht sich diesem bunten Treiben, denn er glänzt genug durch sein stattliches Alter.
Die Glenfalloch Gardens sind täglich bis zur Abenddämmerung geöffnet.

Fletcher House

Das Fletcher House (427 Portobello Rd) ist eines der leisen Juwelen Dunedins. 1908 von James Fletcher erbaut, gewährt Ihnen die edwardianische Villa heute einen Einblick in das Leben und den Stil bürgerlicher Neuseeländer nach der Jahrhundertwende.

Larnach Castle

Über Dunedin, schon auf der Otago Peninsula gelegen, thront Neuseelands einziges „Castle“. Larnach Castle (145 Camp Rd) wurde 1871 von William Larnach erbaut. Seit 1967 ist Larnach Castle im Besitz der Familie Barker, unter deren Leitung es nach jahrzehntelanger Verwahrlosung mit viel Liebe zum historischen Detail restauriert wurde. Zum Wahrzeichen und Touristenmagneten Dunedins wurde Larnach Castle vor allem auch wegen der unvergleichlichen Gärten. In vier Themengärten können Sie nach Belieben flanieren und die Zeit vergessen.

Otakou

Nur 25 km von Dunedin entfernt liegt die heute noch bewohnte Maori-Siedlung Otakou, die wahrscheinlich die erste Siedlung der Südinsel war. Das Dorf beherbergt sowohl ein Marae, einen Versammlungsort von sozialer und religiöser Bedeutung, als auch eine 1864 erbaute Kirche.

Historic Fort Taiaroa

Die einzige Verschwindlafette vom Typ Armstrong, ein historisches Geschütz, das nach dem Schuss abgesenkt werden konnte, kann im Fort Taiaroa besichtigt werden. Sie wurde hier im äußersten Norden der Halbinsel vor über 100 Jahren angebracht und ist immer noch intakt.
Im Museum können Technikbegeisterte anhand von detaillierten Modellen die Funktionen der Lafette nachvollziehen.

Royal Albatross Colony (NZ828)

Weltweit einzigartig ist das Royal Albatross Centre am Taiaroa Head, nirgendwo sonst können diese prachtvollen Vögel auf dem Festland aus der Nähe beobachtet werden. Verschiedene Touren zeigen die sozialen Tiere bei der Brautwerbung, bei der Brutpflege oder dem gemeinsamen Nestbau.

Oamaru

In das viktorianische Otago abtauchen kann man am besten in Oamaru. 120 km nördlich von Dunedin, nahe der Grenze zu Canterbury, liegt die Hafenstadt mit 12.000 Einwohnern. Ihr historisches Erbe pflegt sie mit großer Sorgfalt und der Kalkstein, der örtlich abgebaut wurde, prägt seit dem 19. Jahrhundert das Handwerk in Oamaru.
Im historischen Bezirk rund um die South Thames Street, in der sich auch die i-SITE befindet, sind viele aufwendig restaurierte architektonische Meisterwerke aus dieser Zeit zu bewundern. Die schmucken Lädchen, Werkstätten, Juweliergeschäfte und Galerien, die von den Einheimischen betrieben werden, geben dem Stadtkern einen unverwechselbar authentischen Charme. Die historische Innenstadt und das Hafenviertel stehen übrigens unter Denkmalschutz.
Oamaru ist aber nicht nur etwas für Freunde des viktorianischen Zeitalters. Unweit des Stadtkerns befindet sich die Blue Penguin Colony, außerdem ist die Stadt an zahlreiche Fuß- und Radwanderwege angeschlossen. Für Gartenfreunde öffnen die Oamaru Public Gardens jeden Tag ihre Pforten und die Gastronomie hat einige preisgekrönte Restaurants zu bieten.

Oamaru Public Gardens

Seit 1876 flanieren Gartenliebhaber durch die 13 Hektar großen Oamaru Public Gardens, deren viktorianisches Flair zwischen Wunschbrunnen, Sonnenuhren, Vogelhaus und Duftgarten überall zu spüren ist.
Durch das Mondtor tritt man in eine Welt voller Blüten, Wasserfälle und romantischer Brücken. Nicht umsonst führt das hiesige Summerhouse die Beliebtheitsliste für Heiratsanträge an.
Der rundgebaute Musikpavillon, umgeben von mächtigen Bäumen, ist wohl einer der besten Plätze, um durchzuatmen, während Kinder sich auf den Spielgeräten vergnügen können.
Die Oamaru Public Gardens öffnen jeden Tag ihre Tore, der Eintritt ist frei (Eingang an der Severn St).

Oamaru Steam & Rail

Eine Zeitreise können Sie mit dem Oamaru Steam and Rail’s Vintage Train unternehmen.
Die historische Lok wurde 1924 erbaut und verkehrt zwischen historischem Viertel und Hafen. Die Strecke führt an zahlreichen Werkstätten talentierter Handwerker vorbei, darunter auch Schmiede und Schreiner, von denen einige Requisiten für das Kino-Epos „Der Herr der Ringe“ produziert haben.

Oamaru Farmers Market

Regionale und saisonale Produkte bieten Farmer aus der Umgebung auf dem Oamaru Farmers Market feil, der jeden Sonntag an der Tyne Street stattfindet.
Wer sich nicht für Farmprodukte interessiert, kann bei Kaffee und Snacks die Atmosphäre und Live-Musik genießen. Ein sonntäglicher Abstecher in das historische Viertel lohnt sich, denn es präsentiert mit einer Parade, Fahnen und Wimpeln, altmodischen Hochrädern und Schaustellern seine viktorianischste Seite.

Moeraki Boulders (NZ827)

Etwa eine halbe Autostunde von Oamaru entfernt trifft man am Strand von Moeraki auf über 50 kugelrunde sogenannte Konkretionen, die hier bei Ebbe aus dem Meer auftauchen. Die netzartigen Muster auf ihrer Oberfläche erinnern an Schildkrötenpanzer.
Entstanden sind die tonnenschweren Kugeln etwa vor 65 Mio. Jahren. Ähnlich wie  bei  einer  Perle,   die im Inneren einer Auster wächst, legten sich Kalzium und Karbonate Schicht um Schicht um elektrisch geladene Partikel und kristallisierten dort. Dieser Vorgang dauerte 4 - 5,5 Mio. Jahre.
Seit ihrer Entdeckung inspirieren die Moeraki Boulders zu Geschichten über ihre Herkunft und ihren Zweck. Einer Maori-Legende zufolge sind sie Überreste des mythischen Kanus, das die ersten Maori nach  Neuseeland   brachte.   Man bezeichnet sie gar als neuseeländisches Stonehenge.
Bei Touristen sind die Moeraki Boulders sehr beliebt, was leider auch dazu führte, dass einige davon vom Strand entwendet wurden und jetzt wohl in privaten Vorgärten zu finden sind.
Von Oamaru auf dem SH 1 nach Süden, nach gut 35 km abbiegen auf die Moeraki Boulders Road.


Blue Penguin Colony (NZ824)

Nur wenige Gehminuten vom Stadtzentrum Oamarus entfernt befindet sich die Blue Penguin Colony (Waterfront Rd).
1970 begannen einige Paare der Zwergpinguine im Hafen Oamarus zu nisten, 20 Jahre später wurde hier die Kolonie gegründet, um die Art zu schützen und ihr Verhalten zu studieren. Zwergpinguine sind mit 30 cm Körpergröße und 1 kg Körpergewicht die kleinste Pinguinart.
Die Pinguinstation bietet selbstverständlich auch geführte Touren an.

Zwischen den Regionen: Die Catlins

Zeitlos, entlegen, wild. Diese drei Adjektive beschreiben den Charakter der Catlins wohl am besten.

Auf dem Gebiet, das an der Küste von Kaka Point (Otago) im Norden bis Fortrose (Southland) im Süden reicht und 19.000 km² Fläche umfasst, leben nur etwa 1.200 Menschen. Die größte Ortschaft, Owaka, ist mit gerade einmal 400 Einwohnern die Metropole der Catlins; die meisten Siedlungen zählen nur einige Dutzend Einwohner.
Dass das Herz der Catlins langsam schlägt, merkt man spätestens, wenn Schafherden den Verkehr zum Erliegen bringen. Auf zahllosen Fuß- und Radwanderwegen kann man die unberührte Wildnis bewundern. Und wer gerade nicht radeln oder wandern will, der steigt auf Klippen, streift durch dichten Regenwald, schlendert an der Küste, bewundert malerische Wasserfälle, lässt sich rauschenden Küstenwind um die Ohren pusten oder genießt die poetische Ruhe versteckter Seen.
An den Sandstränden und zerklüfteten Klippen, an denen sich die Wellen tosend brechen, fühlen sich Gelbaugenpinguine, Neuseeländische Seelöwen, Pelzrobben und viele andere Wildtiere wohl. Vor allem an der Surat Bay kommt man den wilden Tieren besonders nah.
Der versteinerte Wald an der Curio Bay und die Cathedral Caves sind nur einige der Naturwunder der Catlins. Für Surfer ist die bis zu 45 m hohe Dünung wohl Einladung genug, in die Catlins zu kommen. Einen ereignisreichen Tag krönt der Sonnenuntergang am Nugget Point, der zu den schönsten der Catlins zählen soll.
Das Catlins Information Centre (10 Campbell St, Owaka) informiert über die Region.

Nugget Point/Tokata (NZ840)

Bevor 1869 der 9 m hohe Leuchtturm am Nugget Point gebaut wurde, stellten die Felsen (Nuggets), die der Landzunge vorgelagert sind, besonders für kleine Schiffe eine Gefahr dar.
In 76 m Höhe thront heute der Turm über dem Wasser und schickt alle 12 Sekunden sein Licht über das Meer. Bis zu 18 km weit reicht die Lichtsäule, die Schiffe davor bewahren soll, an der rauen Steilküste zu zerschellen.
Ist das Wetter klar, kann der Blick ungebrochen bis zum Horizont schweifen und bleibt nur an den mystisch anmutenden Felsen hängen. Die Wellen branden schaumig um die Felsen, auf denen sich oft Pelzrobben, Sturmtaucher und Seelöwen tummeln.
Bis zu 20 Gelbaugenpinguinpaare nisten in den Monaten September bis Februar rund um Tokata: die Zeit der Morgendämmerung und die Abendstunden eignen sich besonders zur Beobachtung. Und wer hier die Sonne aufgehen sieht, nimmt ein gutes Stück Neuseeland mit nach Hause.
Zu erreichen von Kaka Point über The Nuggets Road.

Surat Bay (NZ841)

Die Surat Bay an der Südostküste ist berühmt dafür, dass man hier die Neuseeländischen Seelöwen und Pelzrobben hautnah erleben kann.
Kein Zaun trennt die neugierigen Seelöwen von den neugierigen Besuchern; „hautnah“ sollten Sie aber keinesfalls wörtlich verstehen: ein respektvoller Abstand von mindestens 10 m zu den bis zu 500 kg schweren Tieren ist zu empfehlen, denn die an sich gutmütigen Tiere verteidigen ihr Revier, wenn sie es für notwendig erachten.
Die Neuseeländischen Seelöwen zählen immer noch zu den seltensten Seelöwen, ihre Population liegt unter 10.000. Rund um den Jahreswechsel bekommen die Seelöwen ihre Welpen. Im Gegensatz zu den Pelzrobben lümmeln die Neuseeländischen Seelöwen am liebsten im Sand. Ein Spaziergang zwischen diesen respekteinflößenden Säugetieren ist ein unvergessliches Erlebnis. Verbinden Sie es mit einem Strandspaziergang zur Cannibal Bay.

Purakaunui Falls

17 km südlich von Owaka rauschen die Purakaunui Falls umgeben von Steineibengewächsen und Birkenwald. Der 20 m hohe Wasserfall gelangt über drei Terrassen hinab und ist sogar Motiv einer neuseeländischen Briefmarke geworden.
Die Purakaunui Falls sind durch ihre gute Zugänglichkeit ein Naturerlebnis für die ganze Familie: Ein 10-minütiger Fußweg führt vom Parkplatz an der Purakaunui Falls Road zu den Wasserfällen.

Curio Bay/Porpoise Bay

Curio Bay bietet nicht nur gute Sicht auf Kolonien von Gelbaugenpinguinen, Hector-Delfinen und Walen, sondern beherbergt auch einen atemberaubenden Wald aus 180 Mio. Jahre alten, versteinerten Koniferen, der nur bei Ebbe zum Vorschein kommt.
Am besten zu erreichen von den Orten Tokanui (Tokanui-Haldane Rd) oder Waikawa (Waikawa-Curio Bay Rd).

Catlins Forest Park

Als geheimer Schatz von Southland bieten die Ausläufer der Catlins eine kontrastreiche Landschaft aus Felsklippen und langen Sandstränden auf der einen, und feuchten Wäldern, Wasserfällen und weitem Farmland auf der anderen Seite.
Ein Großteil der Waldflächen der Catlins stehen als Catlins Forest Park und Catlins Conservation Park unter Schutz.
Rata- und Kamahi-Bäume finden sich hier zusammen mit Rotbuchen und Neuseeländischen Silberbuchen und bilden eine harmonische Szenerie für Ausflüge in unberührte Natur.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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