Bay of Plenty

Bay of Plenty 

Geysire, Traumstrände und jede Menge Kiwis

Die Bay of Plenty erhielt ihren Namen von Neuseelands großem Entdecker James Cook im Jahre 1769.
Kurz zuvor hatte dieser der Poverty Bay an der Ostküste der Nordinsel ihren geringschätzigen Namen verpasst, weil er dort kaum Nahrungsmittel für seine Crew vorgefunden hatte. Ganz anders hier.

Die langgezogene Bucht an der Nordküste nannte Cook wegen ihres „Überflusses“ an Nahrung schlicht „Bay of Plenty“. Man mag das für eine etwas simple Art der Namensgebung halten, doch das überreiche Angebot an Feldfrüchten, Sehenswürdigkeiten und Attraktionen lässt den Namen auch heute noch passend erscheinen. Das subtropische Klima macht die Region nicht nur zum idealen Urlaubsgebiet, sondern sorgt auch für das Gedeihen prächtiger Wälder, wunderschöner Ziergärten und reicher Obstplantagen – insbesondere die Kiwi, Neuseelands  Nationalfrucht,  wird  hier  großflächig angebaut.
Zudem schneidet die sogenannte Taupo Volcanic Zone, ein geologisches Gebiet mit hoher vulkanischer Aktivität, mitten durch die Bucht hindurch und hat ihr in der Vergangenheit immer wieder Naturkatastrophen, aber auch eine ganze Reihe von einzigarti- gen Naturschauspielen eingebracht, die der heutige Besucher bewundern kann: Vulkane, Geysire, Thermalquellen, blubbernde Schlammteiche und Kraterseen.
Mit wenigen Unterbrechungen durch kleine Mündungen, Landzungen und Buchten, an denen jeweils die größeren Küstenstädte ent- standen sind, bildet die Küstenlinie der Bay of Plenty quasi einen einzigen, langgezogenen Strand. Surfer, Taucher, Schwimmer und Sonnenanbeter finden hier also alles, was ihr Herz begehrt.

Geschichte

Historisch hat die Gegend einiges zu bieten, schließlich kamen an der Bay of Plenty vor schätzungsweise 800 Jahren die ersten Menschen an Land und besiedelten auch von hier aus nach und nach Neuseeland. Im Laufe der Zeit entwickelten diese polynesischen Siedler die Maori-Kultur. In den 1830er Jahren, über 60 Jahre nach James Cooks Kurzbesuch (1769), begann die europäische Besiedlung der Bucht. Wie in vielen anderen Gebieten Neuseelands führte dies in den 1860er Jahren auch hier zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit den Maori (Maori-Kriege), welche schließlich aufgrund der militärischen Übermacht der Europäer bezwungen wurden. Zahlreiche Artefakte und kulturelle Einrichtungen sorgen dafür, dass Geschichte und Kultur der Maori in der Region auch heute noch lebendig bleiben.
Bei einer Volkszählung im Jahr 2006 identifizierten sich rund 27,5 % der Einwohner der Bay of Plenty als Maori – ca. doppelt so viele wie in ganz Neuseeland (14,6 %). Die Maori-Sprache sprechen hier 9,6 %, während es neuseelandweit mit 4,1 % nicht mal halb so viele sind.

Geothermale Aktivität (NZ838)

Mitten durch die Bay of Plenty schneidet die sogenannte Taupo Volcanic Zone. 350 km lang und 50 km breit erstreckt sich unter der Erdoberfläche der Bay of Plenty das hochaktive Vulkangebiet. Die Taupo Volcanic Zone bildet das südlichste Stück des westlichen Teils des Pazifischen Feuerrings (eigentlich hat er die Form eines umgedrehten ‚U’), der für seine vielen Vulkane berüchtigt ist. Grund für die hohe Aktivität hier ist, dass Neuseeland genau auf der Grenze zwischen der Australischen und der Pazifischen Kontinentalplatte liegt, die beständig aneinander reiben. Die Erdkruste ist hier teilweise nur 16 km dick (allg. Durschnitt: 40 km), darunter liegt ein gewaltiges Magmafeld. Ihren Namen hat die Zone vom Lake Taupo, heute Neuseelands größter See und einst der größte Vulkan der Zone. In früheren Zeiten hat es hier immer wieder gigantische Vulkanausbrüche gegeben, die teilweise weltweit den Himmel verfärbt und der hiesigen Landschaft ihre einzigartige heutige Form gegeben haben.
Die letzte größere Eruption war die des Mt. Tarawera im Jahr 1886. Zu den heute noch aktiven Vulkanen der Gegend zählt auch der als Skigebiet beliebte Mt. Ruapehu, der zugleich auch das südwestliche Ende der Zone darstellt. Richtung Nordosten markiert die dampfende Vulkaninsel White Island ihren Endpunkt.
Auf der Tour Thermal by Bike können Sie binnen zwei Tagen die Vielfalt der Geothermik kennenlernen.

Tauranga

Im Westen der Region liegt mit ca. 115.000 Einwohnern ihre mit Abstand größte Stadt, Tauranga. Sie hat den wirtschaftlich aktivsten Hafen Neuseelands (nach Handelsvolumen) und ist malerisch am Naturhafen Tauranga Harbour gelegen. Die einzelnen Teile der Stadt erstrecken sich über eine Reihe von Landzungen und Halbinseln, so dass man dort quasi überall von Wasser umgeben ist.
Zudem bietet die Stadt ein pulsierendes kulturelles Leben, vor allem entlang der Willow Street (in der sich auch die Tauranga i-SITE befindet), und Touristen finden in großer Zahl hierher – nicht zuletzt wegen der vielen nahegelegenen Strände, für die die Bay of Plenty berühmt ist.
Auch Tauranga war einst Schauplatz der blutigen Auseinandersetzungen zwischen europäischen Siedlern und der einheimischen Bevölkerung. Neben dem prächtigen Monmouth Redoubt (Monmouth St), einem ehemaligen Fort, zeugt hiervon jedoch auch eine Geschichte, die zugleich für die Versöhnung der beiden Bevölkerungsgruppen steht: Der Maori-Krieger Hene Te Kirikamu hörte während der berühmten Schlacht von Gate Pa im Jahre 1864 einen verwundeten Soldaten nach Wasser schreien und riskierte sein Leben, um es ihm mitten im Kampfgewimmel zu bringen. Ebenfalls kann man das Elms Mission House (15 Mission St) besichtigen, erbaut von Reverend Brown, der während der Kämpfe die Verwundeten beider Seiten versorgte. Es ist das älteste Gebäude der ganzen Bay of Plenty. Nur ein wenig weiter südlich liegt die Straße The Strand, das Zentrum des Nachtlebens in Tauranga: Zahlreiche Bars, Cafés und Clubs laden hier zu einem vergnüglichen Abend ein.

Tauranga Art Gallery

Die relativ neue (Eröffnung 2007) Tauranga Art Gallery (Ecke Wharf St/Willow St) bietet dem Betrachter sowohl zeitgenössische als auch ältere Kunstwerke. Neben einer eigenen Dauerausstellung sind stets wechselnde Sonderausstellungen und Kunstprojekte zu sehen.

Historic Village

Das Historic Village (17th Ave West) besteht aus teils originalen, teils nachgebauten Gebäuden, die im prächtigen Stil vergangener Zeiten errichtet wurden. In diesen sind zahlreiche alternative Geschäfte und Läden angesiedelt, die dort unter anderem auch Kunsthandwerksprodukte anbieten, welche hergestellt werden wie in alten Zeiten.

Mills Reef Winery

Wer den Tag in Tauranga mit einem schicken Abendessen bei erlesenem Wein beenden möchte, tut das am besten in der Mills Reef Winery (143 Moffat Rd), 5 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Dieses idyllisch am westlichen Stadtrand gelegene Weingut hat ein feines Restaurant, in dem man die berühmten neuseeländischen Weine kosten kann.

Mount Maunganui

Am Ende von Taurangas nordöstlicher Landzunge, dem Zentrum gegenüber, kann der 232 m hohe Mt. Maunganui erklommen werden. Ein Pfad windet sich über 1,5 km zum Gipfel hinauf; von der Spitze aus bietet sich dem durchschwitzten Wanderer zur Belohnung ein atemberaubendes Panorama der kilometerweiten Strände an der Küste. Zu Füßen des Berges finden sich neben einer großen Zahl wunderbarer Strände mit hohen Wellen auch zahlreiche Surfschulen. Andere Aktivitäten, wie etwa Waterskiing, Kayaking oder Tauchen, werden ebenfalls angeboten.

Waimarino Adventure Park

Am westlichen Stadtrand von Tauranga, direkt am Wairoa River, liegt der Waimarino Adventure Park (36 Taniwha Pl). Hier locken vor allem Kayaktouren mit unterschiedlicher Intensität und verschiedenen Schwierigkeitsgraden. Besonders empfehlenswert sind die magischen Glühwürmchentouren, bei denen man nachts vom Boot aus das Licht dieser faszinierenden Tierchen bestaunen kann.

Festivals in Tauranga

Jedes Jahr zu Ostern kommen Musikliebhaber voll auf ihre Kosten: Seit über 50 Jahren ist Tauranga Veranstaltungsort des National Jazz Festival, bei dem nationale und internationale Musiker an verschiedenen Veranstaltungsorten in Tauranga das Publikum begeistern. Das Tauranga Arts Festival findet seit 1999 alle zwei Jahre im Oktober statt und bietet Besuchern Ausstellungen, Konzerte, Theateraufführungen, Autorenlesungen und vieles mehr an verschiedenen Veranstaltungsorten in Tauranga und Umgebung.

Rund um Tauranga

Katikati

Die etwa 30 km westlich von Tauranga gelegene Stadt Katikati, die weltweit einzige Gründung des Oranier-Ordens aus Ulster, wartet mit einer optischen Besonderheit auf: Um Touristen anzuziehen, hat man hier seit den 1990ern etliche Wände mit fantasievollen Wandmalereien (engl. murals) verziert. Zur Belohung gab’s 2005 eine Auszeichnung als „Schönste Kleinstadt Neuseelands“ sowie das Entzücken der zahlreichen Besucher.
Wer von den Malereien genug gesehen hat und sich etwas mehr Natur wünscht, dem bietet der Haiku Pathway einen wunderschönen poetischen Spaziergang entlang des Uretara Flusses: hier finden sich auf ca. 30 Steinen in wunderschöner Landschaft witz- und geistreiche Haikus. Das Katikati Information Centre (36 Main Rd) versorgt Sie mit mehr Informationen.

Katikati Bird Gardens

Rund 10 km südlich von Katikati erreicht man über die Tauranga W Rd (Ausfahrt Walker Rd E) die malerischen Katikati Bird Gardens (263 Walker Rd East, RD2) am inneren Ufer des Tauranga Harbour. In diesem 1976 errichteten, 4 Hektar großen Park kann der Besucher viele einheimische Vogelarten inmitten einer anregenden botanischen Kulisse, durchsetzt mit vielen kleinen Teichen, bestaunen. Wer mag, kann den Park auch in einem Golfkart erkunden oder in einer romantischen Hütte übernachten und sich morgens von den Vögeln aus dem Schlaf singen lassen.

Adrenalin Forest

Dieser aufregende Kletterwald bietet 6 verschiedene Touren, auf denen man sich in bis zu 20 m Höhe durch den Kiefernwald hangelt. Kletternetze, verschiedene Hindernisse und natürlich Seilbahnen sorgen für Abwechslung zwischen den Baumkronen.
Der Adrenalin Forest (18 Whataroa Rd), liegt genau in der Mitte zwischen Tauranga und Rotorua; die Whataroa Road zweigt vom SH 36 ab, der die beiden Städte miteinander verbindet.

Te Puke

Die Stadt Te Puke, 25 km östlich von Tauranga an der Tauranga E Road gelegen, begrüßt ihre verdutzten Besucher mit einer riesigen Skulptur einer aufgeschnittenen Kiwi. Te Puke gilt nämlich als „Welt-Kiwi-Hauptstadt“, wie auch die gesamte Bay of Plenty für ihren großflächigen Kiwianbau bekannt ist. Anfang des 20. Jh. kam diese unter dem Namen „Chinesische Stachelbeere“ nach Neuseeland. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann man hier, sie massenhaft anzubauen und zu exportieren.
Da man aus Marketinggründen einen peppigen neuen Namen für die leckere Frucht suchte, kam man bald auf „Kiwi-Frucht“ – schließlich sieht sie tatsächlich so aus wie Neuseelands haarig-brauner Nationalvogel. Lange Zeit war Neuseeland auch Hauptexporteur der Kiwi.
Heute wissen hierzulande viele gar nicht mehr, woher die Kiwi ihren Namen hat und was das mit Neuseeland zu tun hat. Schmecken tut sie ihnen dennoch, und diesen Geschmack kann im Kiwipark Kiwi360 (35 Young Rd) auch der Besucher hautnah in vielen Variationen erleben und dabei auch alles Wissenswerte rund um die Frucht erfahren.

Blokart Heaven

Im Freizeitpark Blokart Heaven (176 Parton Rd, Papamoa) kann man sich in den kleinen, mit Segeln ausgestatteten 1-Mann-Fahrzeugen vom frischen Meereswind über rasante Tracks blasen lassen. Für windstille Tage gibt es auch motorisierte Karts.
Blokart Heaven liegt etwa 20 km östlich von Tauranga. Auf dem SH 2 parallel zur Küste fahren, dann links in die Tara Rd abbiegen und von dort nach rechts in die Parton Rd.

Tuhua (Mayor Island)

Die Insel Tuhua (Mayor Island), ein schlafender Vulkan, kann von Tauranga aus mit dem Boot erreicht werden, allerdings braucht man dazu eine Erlaubnis vom Tuhua Trust Board. Die Insel dient als Vogelschutzgebiet, und auch das umgebende Gewässer ist Naturschutzgebiet. Wer sich also auf den vorgegeben Pfaden bewegt oder vor der Insel tauchen geht, kann beeindruckende Blicke auf wunderschöne einheimische Vögel und Fische erhaschen.

Wai-O-Tapu & Mudpools (NZ807)

31 km südlich der Stadt Rotorua liegt das 160.000 Jahre alte Wai-O-Tapu („Heilige Wasser“) Thermal Wonderland voller Krater, heißer und kalter Seen, Geysire, blubbernder Schlammtümpel und dampfender Erdspalten.  Lassen Sie sich von dem Schwefelgeruch nicht stören, denn die geothermische Aktivität und die chemischen Reaktionen liefern ein Farbschauspiel, das Seinesgleichen sucht. Die Landschaft ist sehr empfindlich und potenziell gefährlich, bleiben Sie daher unbedingt auf den ausgewiesenen Wegen. Besucherzentrum in 201 Waiotapu Loop Rd.
Überall in diesem geothermischen Wunderland treffen Sie auf fröhlich blubbernde Schlammlöcher, die Mud Pools. Nehmen Sie sich Zeit, zu beobachten, wie sich Blasen formen und platzen.
Einen festen Termin  sollten Sie mit dem Lady Knox Geysir vereinbaren, denn jeden Tag bricht dieser um 10:15 Uhr mit einer bis zu 20 m hohen Fontäne aus. Wenn das Wetter mitspielt, kann das dramatische Schauspiel eine ganze Stunde lang  anhalten.
Nicht nur Champagnerkenner begeistert der 900  Jahre  junge Champagne Pool (65 m Durchmesser, 62 m Tiefe). Unaufhörlich steigen wie in einer Champagnerflöte Gasbläschen an die Oberfläche, die ihm seinen Namen eingetragen haben. Das 75°C heiße Wasser enthält unzählige Metallverbindungen, die sich als tieforangenes Sediment an den Ufern ablagern. Ein prächtiger Kontrast zu dem blaugrünen Wasser und dem grauweißen Gestein!

Badehaus Rotorua

Rotorua - Im Herzen der Region

Im Zentrum der Bay of Plenty liegt mit dem Rotorua District einer der touristischen Schwerpunkte der Region. Rund um die Stadt Rotorua herum erstreckt sich ein riesiges Areal mit malerischen Seen, heißen Thermalquellen, Geysiren und Schlammgruben, welche Jahr für Jahr Ströme von Touristen anziehen. Das schwefelhaltige Gas der heißen Quellen sorgt auch dafür, dass über Rotorua-Stadt stets ein dezenter Eiergeruch liegt. Das stört die ca. 50.000 Einwohner aber nicht, denn ihre Lage inmitten dieses Gebietes hoher geothermischer Aktivität bietet ihnen eine Menge Vorteile: Die Stadt schmiegt sich am Südufer des wunderschönen Lake Rotorua, des größten Sees der Bay of Plenty, entlang, und die Rotoruaner brauchen bloß die Stadtgrenzen zu überschreiten, schon haben sie atemberaubende Naturschauspiele in Hülle und Fülle vor sich. Desweiteren erlauben es die Quellen, dass die meisten Häuser in Rotorua durch Erdwärme geheizt werden.
Doch die Region ist nicht nur wegen ihrer heißen Quellen bekannt. Sie gilt auch als ein Zentrum der Maori-Kultur. Der bedeutende Te Awara-Stamm, der hier beheimatet ist, hatte schon früh den Tourismus für sich entdeckt – so waren etwa die mittlerweile zerstörten Pink and White Terraces schon im 19. Jh. eine Attraktion – und er hatte im Maorikrieg der 1860er auf Seiten der Briten gestanden. An zahlreichen Orten der Gegend lässt sich die Kultur der Maori erkunden. Wer es sportlich mag, dem seien die Strecken von Mountain Bike Rotorua empfohlen. Ein entspannter Spaziergang von einer knappen Stunde führt Sie am Nordufer des Lake Rotorua durch die Redwoods zu den Hamurana Springs.
In 1167 Fenton St, Rotorua, informiert die i-SITE über Freizeit- und Übernachtungsangebote.

Rotorua Museum (Rotorua-Stadt)

In Rotorua-Stadt sollte man unbedingt das Rotorua Museum (Queens Dr) besuchen. Ursprünglich ein prachtvolles Badehaus, kann man heute hier die merkwürdigen Behandlungen kennenlernen, die den Besuchern damals zugemutet wurden – unter anderem eine Elektro-Therapie! Darüber hinaus bietet es viele Informationen zur Geschichte Rotoruas, zahlreiche Schmuckstücke der Maori-Kunst, eine Aussichtsplattform auf dem Dach sowie Galerien mit zeitgenössischer Kunst.
Rund ums Museum erstreckt sich die wunderschöne Parkanlage Government Gardens, die zu gemütlichen Spaziergängen einlädt. Wer möchte, kann danach noch in die Thermalanlagen Blue Baths (Queens Dr) oder Polynesian Spa (Hinemoa St) gehen und sich ein warmes Bad gönnen.

Skyline Rotorua (Rotorua-Stadt)

Wer einen Blick auf die Stadt von oben genießen will, sollte eine Gondel der Skyline Rotorua (185 Fairy Springs Rd) besteigen und mit ihr 178,5 m nach oben auf den nahegelegenen Mt. Ngongotaha fahren. Von dort eröffnet sich eine fantastische Aussicht auf die Stadt, die Seen und die brodelnden Schlammpfützen und Geysire.
Oben gibt es ein großes Unterhaltungsangebot: legen Sie z.B. mit den kleinen Luge Carts rasante Abfahrten hin, zischen Sie mit der Zipline durch die Szenerie oder schaukeln Sie mit dem Skyswing darüber. Ein Restaurant, einige Läden und die Volcanic Hill Vinery stillen die bodenständigeren Bedürfnisse.

Mokoia Island (Rotorua-Stadt)

Eine ganz besondere heiße Quelle findet sich auf der Insel Mokoia Island im Lake Rotorua, der in einem ehemaligen Vulkankrater ruht. Sie ist Schauplatz der Maori-Legende um die Geschichte der verbotenen Liebe des jungen Paares Hinemoa und Tutanekai.
Es spricht vielleicht für die Lebensfrohheit der Maori, dass diese „verbotene Liebe“, im Gegensatz zu zahlreichen europäischen Pendants wie etwa Romeo und Julia, ein Happy End hat. Im Rahmen von geführten Touren auf die stark bewaldete Insel kann man heute noch in jener romantischen Quelle baden.

Rainbow Springs Kiwi Wildlife Park

Am nordwestlichen Stadtrand von Rotorua gelegen, ist der Rainbow Springs Kiwi Wildlife Park (192 Fairy Springs Rd) optimal geeignet für einen Familienausflug. Neben zahlreichen endemischen Vogelarten wie dem Kakakriki, der Weka und natürlich dem namensgebenden Kiwi gibt es hier auch die seltene Tuatara-Echse zu sehen, eine Art, die seit der Saurierzeit überlebt hat. Für Kinder gibts besondere Attraktionen: in einem Teichbecken können Fische durch ein Schauglas betrachtet werden, es gibt eine große Vogelschau, in der Papageien und Kakadus ihre Fähigkeiten präsentieren. Für den ganz großen Spaß sorgt schließlich eine riesige Wildwasserbahn.

Agrodome (Stadtrand)

Im Agrodome (141 Western Rd) 10 km nordwestlich von Rotoruas Zentrum und bequem erreichbar über den SH 5, können Besucher alles über das nach dem Kiwi wohl zweitberühmteste Tier Neuseelands erfahren: Das Schaf.
Das Angebot ist aus einer Schaf-Show hervorgegangen, die den flauschigen Wolllieferanten auf der Weltaustellung 1970 in Osaka präsentieren sollte. Der Erfolg dieser Show führte dazu, dass man sie im Jahr darauf hier institutionalisiert hat. Unter anderem werden verschiedene Schafsrassen vorgestellt, eine Schafsauktion abgehalten, und die Hütehunde des Agrodomes zeigen ihr Können. Besucher können aber auch auf einem Rundgang durch die Schafsfarm direkt sehen und erfahren, wie Aufzucht, Haltung und natürlich das Scheren der Tiere funktionieren.

The Zorb at Rotorua (Stadtrand)

Den Begriff „Zorbing“ haben Sie vielleicht noch nie gehört, aber vielleicht haben Sie schon einmal ungläubig jene merkwürdigen durchsichtigen Riesenkugeln gesehen, in denen tollkühne Menschen steile Hügel hinabrollen. Der weltweit immer populärer werdende Sport hat hier in Rotorua seine Ursprünge, wo 1994 von zwei erfindungsreichen Neuseeländern der erste Zorbing-Platz (Western Rd/SH 5) eröffnet wurde. Auf diesem Feld 10 km nordwestlich des Stadtzentrums können Sie je nach Gusto eine Reihe mehr oder weniger heftiger Abfahrten wählen.

Whakarewarewa (Stadtrand)

Das riesige Whakarewarewa-Gebiet, welches sich südöstlich an Rotorua anschließt, verbindet die Naturschönheiten der Region mit der Maori-Kultur. Auf geführten Touren und bei Tanz- und Musikshows wird man mit Kunst, Geschichte und Kultur der Maori vertraut gemacht; auch das berühmte Hangi wird zelebriert, eine spezielle Maori-Kochmethode, bei der das Essen auf erhitzten Steinen unter einer Schicht Erde gebraten wird.
Diese Kombination aus kultureller Darbietung und Hangi ist typisch für die Region und wird von mehreren Veranstaltern an verschiedenen Orten im Whakarewarewa-Gebiet angeboten. Darüber hinaus gibt es in Whakarewarewa auch zahlreiche Areale mit Geysiren, heißen Quellen und blubberndem Schlamm, die man durchwandern und bestaunen kann.

Te Puia

In Te Puia (Hemo Rd), am südlichen Stadtrand von Rotorua, ist die Hauptattraktion der Pohutu-Geysir, der sein Wasser bis zu 20-mal am Tag etwa 30 Meter hoch in die Luft schleudert!
Darüber hinaus beherbergt Te Puia das New Zealand Maori Arts and Crafts Institute, welches die traditionelle Kunst der Maori, vor allem die Holzschnitzerei und die Weberei, am Leben erhält und weitergibt. Natürlich können hier auch die Erzeugnisse dieser Kunst, etwa kunstvoll geschnitzte und verzierte Meeting Houses oder Skulpturen, bestaunt und auch erworben werden.

The Buried Village of Te Wairoa (Rotorua-Gebiet)

Das Dorf Te Wairoa, damals der Ausgangspunkt der Touren zu den Pink and White Terraces, wurde beim Ausbruch des Mt. Tarawera 1886 ebenfalls verschüttet. Heute ist es wieder ausgegraben und bietet neben der faszinierenden Ausgrabungsstätte (Rundgang 40 min.) ein Museum, das sich den Terraces und dem Vulkanausbruch widmet. Wanderschuhe schnüren, Wetterschutz einpacken und ab in die Vergangenheit!

Die östlichen Seen (Rotorua-Gebiet)

Irgendwann hat man vielleicht genug von zischenden Geysiren, brodelnden Schlammgruben und kochend heißen Wasserbecken und sehnt sich nach etwas Ruhe. Wie praktisch, dass östlich von Rotorua die vielen Seen – 16 Stück gibt es in der Umgebung – zu traumhaften Wandertouren einladen.
So kann man etwa im Whakarewarewa Forest auf vielen Pfaden die riesigen Californian Redwood Trees bestaunen, die hier einst angepflanzt wurden; einige der Wege führen auch um die beiden schönen, ruhigen Seen Blue Lake und Green Lake, auf dem 1,5-stündigen Blue Lake Track bekommen Sie beide Seen zu Gesicht. Hier gibt es auch einige Bike-Tracks. Am Lake Tarawera, dem zweitgrößten See der Region, werden Bootsrundfahrten und Angeltrips angeboten.

Maori-Legende: Hinemoa und Tutanekai – Die Braut des  Flötenspielers

Auf Mokoia, einer Insel im Lake Rotorua, lebte ein Jüngling mit Namen Tutanekai. Von Owhata, einem Dorf auf dem Festland, war die Kunde von Hinemoa, der schönsten Frau am Lake Rotorua, auch zu ihm gelangt.
Es gab keine Frau wie Hinemoa: Das schönste Geschmeide konnte ihr olivfarbenes Gesicht nicht besser schmücken als ihre samtschwarzen Haare. Eifersüchtig wachte ihr Vater über sie und zahllose Krieger hatten schon vergeblich um ihre Hand gebeten.
Wenn die Nächte lang waren, saß Tutanekai mit seinen Brüdern zusammen, und während seine Brüder prahlten, sie würden die Gunst der Schönen gewinnen, weil sie die mächtigsten Krieger und geschicktesten Jäger seien, schwieg Tutanekai nur. Erst wenn auch ihre beredte Prahlerei keine Worte mehr hatte, setzte er seine Flöte an die Lippen und ließ sie für ihn sprechen.
Oft lauschte Hinemoa voller Sehnsucht auf Tutanekais Flötenspiel, das der Wind über den See zu ihr trug und ihr Herz von jeher bewegt hatte. Doch begegneten sich die beiden nie.
Schließlich kam der Tag, an dem die Stämme der Umgebung sich in Owhata trafen, und in dem Gedränge der Versammlung brauchte es nur einen einzigen Augenblick, in dem Hinemoa und Tutanekai erkannten, dass ihre Herzen beieinander ihre Heimat gefunden hatten.
„Komm zu mir nach Mokoia“, sagte Tutanekai da der Geliebten, „ich werde jede Nacht auf dich warten und meine Flöte spielen, damit du zu mir findest.“
Als in Owhata nach der Versammlung wieder Ruhe einkehrte, stand Hinemoa von ihrem Lager auf und lief hinunter zum Strand. Doch keines der Kanus  lag  in  dieser  mondlosen  Nacht  in der Nähe des Ufers und Hinemoas Kraft reichte nicht, um eines ins Wasser zu schieben. Viele Nächte kehrte sie erfolglos vom Strand zurück, bis sie in einer Vollmondnacht Mut fasste, ihr schweres Gewand ablegte und sich ins eiskalte Wasser begab. Sie schwamm und schwamm und als ihre Kräfte sie schon zu verlassen drohten, erreichte sie das seichte Ufer Mokoias. Tutanekais Spiel hörte sie in unmittelbarer Nähe, doch wie konnte sie, mit nichts als ihrem samtenen Haar bekleidet, unbemerkt zu ihm  gelangen?
Ein nahes Zischen und schwefliges Brodeln riss die erschöpfte Hinemoa aus ihren Gedanken. Die heißen Quellen der Geysire konnten ihr zwar keine Antwort geben, doch sie versprachen, ihren zitternden Körper zu wärmen. Unbemerkt ließ sie sich in das dampfende Becken hinab und schloss dankbar die  Augen.
Erst als Hinemoa nahende Schritte hörte, schreckte sie auf und sprach, von einem Felsen verborgen, mit tiefer Männerstimme: „Wer ist   dort?“
„Ich schöpfe Wasser für meinen Herrn Tutanekai“, antwortete die junge Stimme ihr verängstigt.
Ungesehen schlug Hinemoa dem Mann sein Wassergefäß aus den Händen, sodass es an den Felsen zerschellte. Angsterfüllt suchte der Mann das  Weite.
Als erneut der Schall von Schritten an Hinemoas Ohr drang, verbarg sie sich schluchzend hinter den Felsen, denn sie schämte sich, entblößt wie sie war entdeckt zu werden. Aus der Ferne schon erkannte Tutanekai, dass es Hinemoa war, die da schluchzte, beugte sich sanft über das Bad und flüsterte: „Endlich, nun bist du gekommen.“
Unter dem Mantel der Nacht erreichten Hinemoa und Tutanekai unbemerkt seine schützende Hütte. Als Hinemoas Vater erfuhr, dass sich seine Tochter in der Nacht zu Tutanekai aufgemacht hatte, tobte er vor Wut. Doch als er sie erst an der Seite des Flötenspielers strahlen sah wie nur jemand strahlt, dessen Herz seine Heimat gefunden hat, gab er Tutanekai die Hand seiner Tochter Hinemoa.

Der Osten

Whirinaki Forest Park

Im südöstlichsten Ausläufer der Region Bay of Plenty, über den SH 38 zu erreichen, liegt der riesige Whirinaki Forest Park (55.000 Hektar). Ab den 1920er Jahren wurden die Wälder hier im großen Stil gefällt, doch in den späten 1970ern entstand eine Kampagne zur Erhaltung dieses riesigen Waldgebietes als Teil des Naturerbes des Landes. Seit Mitte der 1980er Jahre schließlich dürfen im Whirinaki Forest nur noch die ansässigen Maori in geringem Umfang Holz fällen.
Heute lockt das Naturschutzgebiet mit einer Vielzahl umweltverträglicher Angebote. Verschiedene Wandertracks, die in der Dauer zwischen einigen Stunden und mehreren Tagen variieren, führen an Flüssen, atemberaubenden Wasserfällen und vor allem den mächtigen Bäumen des Parks vorbei.
Darüber hinaus gibt es einen 16 km langen Mountainbike-Track (Schwierigkeitstufe 2-3, Ende Old Fort Rd innerhalb des Parks) sowie Gelegenheiten zum Jagen, Angeln und Übernachten. Im DOC Office von Murupara (am Old State Highway 38, zwischen Murupara und dem Park gelegen) gibt es weitere Informationen.

Whakatane

Die kleine Stadt Whakatane (17.000 Einwohner) gilt offiziell als sonnigste Stadt Neuseelands. Sie liegt an der Mündung des Wahakatane River in den Ozean, und in dieser steht auch die Statue der Maori-Frau Wairaka, die der Legende zufolge der Stadt ihren Namen gab.
Demzufolge sei einst ein Kanu aus Hawaiki, dem mythischen Ursprungsland der Maori, hier angelandet. Während die Männer an Land gingen, blieben die Frauen, darunter Wairaka, auf dem Boot zurück. Als dieses jedoch abtrieb, griff sie – entgegen der Konvention, die Frauen das Rudern verbot – mit dem Ruf „Kia Whakatane au ti ahau!“ („Lasst uns handeln wie ein Mann!“) zum Ruder, und gemeinsam ruderten die Frauen das Boot zurück an Land.
Trotz ihrer geringen Größe ist Whakatane die Hauptstadt der Region Bay of Plenty – eine Kompromisslösung, um keine der beiden Rivalinnen Rotorua und Tauranga zu vergraulen. Mitten in Whakatane erhebt sich der mächtige, eindrucksvolle Felsblock Pohaturoa (119 The Strand) in den Himmel. Der Felsen war den Maori stets heilig, hier wurden Tauf-, Begräbnis- und Initiationsrituale vollzogen; teils war er auch Ruhestätte für ehrenvolle Tote. 1920 wurde am Felsen außerdem ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges eingerichtet.

Toi’s Pa

Kaputerangi, auch als Toi’s Pa bekannt, gilt als eines der ältesten und bekanntesten Pas des ganzen Landes. Pas waren frühe befestigte Maori-Siedlungen.
Toi, mit vollem Namen Toitehuatahi, ist ein legendärer Entdecker, der laut einer Maori-Erzählung vor ca. 800 Jahren in der Gegend anlandete und einer der ersten Maori-Siedler auf Neuseeland gewesen sein soll. Das Pa ist gut ereichbar auf einem Hügel direkt oberhalb von Whakatane gelegen.

Ohope Beach

Das sonnige Wetter dieser Gegend genießt man am besten am östlich von Whakatane gelegenen Ohope Beach, der als schönster Strand des Landes gilt. Von der Mündung des Whakatane River durch eine Landzunge getrennt, um die eine Straße herumführt, erstreckt er sich 11 km lang Richtung Osten.
Neben typischen Aktivitäten wie Jetski, Surfen und Schwimmen bietet Ohope am östlichen Ende des Strandes zudem einen Golfplatz. Ohiwa Harbour, ein durch den Strand vom Meer abgetrenntes Haff mit vielen kleinen Inseln, eignet sich sehr gut zum Kanufahren. Wegen des ruhigen, flachen Wassers bietet es auch wunderbaren Badespaß für Kinder.
An der hiesigen Küste tummeln sich zudem besonders viele Delfine und ihre „größeren Brüder“, wie z.B. Blau- und Buckelwale. Wer die faszinierenden Meeressäuger von Nahem bestaunen möchte, kann an einer der zahlreichen Whale Watching Touren teilnehmen, die hier angeboten werden.

Whale Island (Moutohora)

Whale Island (Moutohora), vor der Küste Whakatanes gelegen, ist besonders interessant für Taucher und Schnorchler. Für sie – und für die Meeresbewohner – hat man 2008 das Schiff „Seafire“ vor der Insel versenkt, damit sich aus ihm ein künstliches Riff bilden konnte. Dieses kann tauchend erkundet werden.

White Island (NZ808)

White Island ist sicherlich die spektakulärste Insel der Bay of Plenty. Sie besteht aus einem aktiven Vulkan, der ca. 50 km von der Küste entfernt im Meer liegt. Von 1885 bis zur Mitte der 1930er Jahre wurde hier Schwefel abgebaut, heute dient die Insel unter anderem verschiedenen Vögeln als Brutplatz. Daher ist die Zahl der täglichen Gäste begrenzt und es gibt strenge Regeln und Verhaltensvorschriften für Touristen. Vorher also gut informieren!
White Island kann per Schiffstour erkundet werden; es gibt auch Unternehmen, die Flüge (Helikopter oder Flugzeug) um den rauchenden Vulkan anbieten (zum Beispiel: www.vulcanicair.co.nz).

Hiona St. Stephens Church (Opotiki)

Östlich von Whakatane gelangt man über die wunderschöne Waiotahi Beach Road am Meer entlang nach Opotiki (ca. 45 min.). In diesem hübschen Städtchen wirkte in der Hiona St. Stephens Church (123 Church St) einst Carl Sylvius Völkner, ein deutscher Missionar, der während einer kriegerischen Auseinandersetzung von britischen Truppen und Maori-Kämpfern zwischen die Fronten geriet: Die Maori verdächtigten ihn der Spionage, weil er in Kontakt mit dem Gouverneur von Auckland stand, und töteten ihn am 2. März 1865.

Der dafür verantwortliche Maori-Kämpfer wurde gehängt; 1992 hat man ihn rückwirkend rehabilitiert. Insofern ist auch dieser Platz ein Zeugnis der wechselhaften Geschichte des Verhältnisses zwischen Siedlern und Maori.

Hukutaia Domain

In der Hukutaia Domain, einem 5 Hektar großen Park 8 km südlich von Opotiki gelegen, findet sich eine Reihe seltener einheimischer Pflanzen, die wandernd auf Pfaden erkundet werden können.

Highlight des Parks ist ein zwischen 2.000 und 2.500 Jahre alter mächtiger Puriri-Baum, der Taketakerau. Dieser galt den Maori als heilig und wurde lange Zeit als Begräbnisbaum genutzt, indem die Überreste angesehener Verstorbener ins hohle Innere des Baumes gelegt wurden. Der Eintritt zur Domain ist frei.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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