Auckland

Auckland

Erlebnis in allen vier Himmelsrichtungen

Ob Erholungssuchende oder Adrenalinjunkies, Sportler, Weingourmets oder Naturliebhaber: die „Stadt der Segel“ birgt von Nord nach Süd und von West nach Ost reichlich Schätze für jedermann.

Auf der Nordinsel Neuseelands auf einer Landenge von nur 1,3 km Breite, eingebettet zwischen dem Pazifik im Osten und der Tasmansee im Westen, spielt sich das Leben der Aucklander ab – immer mit Blick auf das Meer, weshalb die Maori die Hafenbucht auch Waitemata getauft haben: glitzerndes Wasser. Doch nicht nur den Waitemata Harbour hat die Stadt zu bieten, noch ein anderer öffnet sich hin zur Tasmansee: der Manukau Harbour, der die westliche Grenze des Stadtgebietes bildet.
Auckland ist aber nicht nur die größte Stadt Neuseelands, sondern umfasst auch die vielen kleinen Vororte, die sich in alle Himmelsrichtungen ausdehnen. Auf einer Gesamtfläche doppelt so groß wie London tummeln sich ca. 1,5 Mio. Einwohner.
Eine ganze Reihe i-SITES und einige DOC Offices sind über Aucklands Gebiet verteilt.
Will man als Tourist eine lebendige und pulsierende Stadt vorfinden, sollte man lieber auf einen Besuch über Weihnachten und Neujahr verzichten, denn zu dieser Zeit sind die Aucklander meist irgendwo an den Stränden und die Stadt somit fast menschenleer. Selbst manche Cafés und Restaurants bleiben bis in den Januar hinein geschlossen, auch wenn die Sehenswürdigkeiten durchgehend geöffnet haben.
Zum Feiern gehen die Einwohner der Stadt am liebsten freitags, wo man die meisten am Hafen antrifft. Unter der Woche bleiben sie in ihren Vororten, wo sie alles zum Leben haben. Nur zu besonderen Anlässen verschlägt es die Aucklander in die City, was wohl auch daran liegt, dass das öffentliche Verkehrssystem zu wünschen übrig lässt und Bus oder das eigene Auto die erste Wahl sind. Diese stecken jedoch wie alle anderen gerne mal im Stau fest.
Doch nicht nur die kosmopolitische Metropole selbst, mit ihrem feuchtwarmen, aber dennoch gemäßigten Klima und der steten Meeresbrise, lockt viele Touristen, sondern auch die einzigartige Landschaft der Region, die durch die rund 50 Vulkane und das Meer geschaffen wurde. Hier lädt die Natur persönlich zu zahlreichen Aktivitäten ein.

Geschichte

Vor ca. 800 Jahren stießen die ersten Siedler von kleineren pazifischen Inseln kommend auf das Gebiet, das über Tausende von Jahren durch Eruptionen entstanden und zu einem eindrucksvollen Vulkanfeld gewachsen war. Das Meer mit allerlei Fischarten und Muscheln sowie das Land, auf dem die Kumara (Süßkartoffel) prima gedieh und sich die Dörfer der Siedler gut bauen und verteidigen ließen, strahlte eine große Anziehungskraft aus. So kam es auch, dass die vielen Stämme, die sich dort niederließen, sich in blutige Kämpfe untereinander verwickelten und sich beinahe gegenseitig auslöschten. Nicht umsonst lautet der Maori-Name für Auckland „Tamaki Makaurau“, was so viel bedeutet wie„Schlacht der 100 Liebenden“ – eine Analogie zu der Heftigkeit, mit der Freier um eine Geliebte buhlen.
Auch die Krankheiten, die von den weißen Händlern und Walfängern eingeschleppt wurden, welche seit Mitte des 18. Jh. an der Küste Schutz und Unterkunft suchten, dezimierten die Zahl der Einheimischen drastisch. Um 1840 war die Region fast menschenleer. In dieser Zeit ernannte der erste Gouverneur Neuseelands, William Hobson, die Stadt zur Hauptstadt, die sich aber nur 25 Jahre als solche hielt und dann den Status an das zentraler gelegene Wellington übergeben musste. Der Name Auckland wurde im Zuge der britischen Besiedlung zu Ehren des Earl of Auckland, George Eden, verliehen, dem William Hobson sehr zugetan war.
Ein weiterer wichtiger Mann in der Geschichte Aucklands ist Sir John Logan Campbell, dem die Aucklander das erste Geschäft ihrer Stadt verdanken sowie auch die spätere Überlassung seines 135 ha großen Herrensitzes mit dem darauf befindlichen Vulkankegel One Tree Hill als öffentlicher Park.
Leider wirkt die Geschichte Aucklands auf problematische Weise bis in die Gegenwart: Damals, als die britische Kolonialregierung in das Gebiet kamund Landkaufte, warden Maori nicht bewusst, dass sie das„Nutzungsrecht“ an ihrem Land nicht einfach nur im Austausch mit Geschenken vergaben, sondern das Land ihnen zu spottbilligen Preisen abgeluchst wurde. Gegen etwa 55£ in Gold, Hosen, Decken, Mützen, Tabak, Eisentöpfen, einer Tüte Zucker und einem Sack Mehl erschlichen sich die Briten eine Fläche von 1.200 ha, die heute einen Wert von 36 Mrd. US$ hat. Darüber gibt es heute natürlich Gerichtsstreitigkeiten und Ersatzzahlungsforderungen.
Den Maori-Stämmen wurden aufgrund dessen bis 2004 insgesamt 740 Mio. US-Dollar zugesprochen.

Im Herzen Aucklands

Auckland ist nicht nur umgeben von Meer, sondern besteht auch aus einem Meer von vielen Vororten, die alle zum Großraum Auckland zählen. Nebst dem größten internationalen Flughafen Neuseelands findet man hier auch einen Schmelztiegel verschiedenster Kulturen. Eine große asiatische Gemeinde lebt hier seit den 1990er Jahren Tür an Tür mit einer der stärksten polynesischen Bevölkerungen.
Außerhalb von Auckland werden die Bewohner übrigens auch abwertend als JAFA, „Just another fucking Aucklander“ (dt.: „Noch so ein verdammter Aucklander“) bezeichnet. Grund für diese Herabsetzung ist wohl der Umstand, dass Auckland trotz seiner geographisch vergleichsweise geringen Fläche ganze 31 % der Gesamtbevölkerung Neuseelands ausmacht und somit größte Stadt des Landes ist. Vor allem auf der Südinsel, im ländlichen Teil der Nordinsel, in der Region Northland und zunehmend auch in Wellington halten sich die Vorurteile gegenüber Aucklandern, da der Stadt angekreidet wird, viele der bedeutenden nationalen Veranstaltungen auszutragen, die eigentlich in die Hauptstadt gehörten.
In Aucklands Zentrum können Sie sich bei drei i-SITES mit Informationen und Material versorgen. Sollten Sie mit dem Flugzeug anreisen, bietet sich die i-SITE in der Arrivals Hall des Flughafens an, für„Seefahrer“ die i-SITE an der Princes Wharf (137 Quai St) – an dieser Adresse befindet sich ebenfalls ein DOC Office und unweit von hier in 12 - 16 Nicholls Lane (im Norden des Domain Parks) das nächste. Eine weitere i-SITE finden Sie nahe des Sky Tower an der Ecke Victoria St/Federal St.

Hafen und Bootssport

Nicht nur der Waitemata Harbour – das Tor zum Hauraki Gulf mit den vielen kleinen Inseln – ist ein Paradies für Segler und Bootsbesitzer, sondern auch das ultramoderne Viaduct Basin, das in den Jahren 2000 und 2003 Austragungsort der Rennen um den America’s Cup war, zieht nach wie vor mit Regatten die Reichen und Schönen an. Ebenso fungiert das historische Sandsteingebäude am Hafen in der Quay Street West, das Ferry Building, als Knotenpunkt für Touristen, da hier die meisten Fähren zu den Inseln im Hauraki Gulf starten.

Aucklands Altstadtviertel

Der Stadtteil Parnell (parnell.net.nz) bildet das sakrale Herzstück Aucklands, wo man entsprechend eine der ältesten Kirchen der Stadt findet, die hölzerne St. Mary’s Church (437 Parnell Rd) von 1888, sowie auch einige andere historische Bauten. Dieses„gehobenere“ Viertel gilt als eines der ältesten und zählt zu den preisintensiveren Gegenden der Stadt.
Während der ersten Einwanderungswelle kamen die meisten Menschen in den Stadtteilen Ponsonby und Grey Lynn (www.iloveponsonby.co.nz) unter. Heute sind dies Künstlerviertel mit Designer-Klamottenläden und schicken Cafés. Einheimische wie Touristen pflegen hier das Motto „sehen und gesehen werden“.

Auckland Harbour Bridge

Will man aus der Vogelperspektive auf die Stadt blicken, ist die 1½-stündige geführte Tour auf die Auckland Harbour Bridge (Fanshawe St) genau das Richtige. Durch ein Labyrinth aus Laufstegen und Windungen arbeitet man sich bis hoch auf 43 m über dem Wasserspiegel. Ebenfalls möglich ist Bungee-Jumping. Nur leider kann man die Autobrücke nicht zu Fuß oder mit dem Rad überqueren.

Sky Tower

Der unübersehbare, 328 m hohe Sky Tower (Hobson St) bietet nicht nur eine herrliche Aussicht von der obersten Plattform, sondern ermöglicht auch allen Hartgesottenen einen Sprung vom Turm.
Der freie Fall aus 192 m ist dabei nicht wirklich drin, denn man steckt „nur“ in einem speziellen Anzug und wird in Führungsseile eingehakt.

Mount Eden & Eden Garden

Mount Eden (Maori: Maungawhau) ist neben One Tree Hill und Rangitoto einer der prominentesten Vulkankrater des Gebietes. Nur 3 km südlich des Stadtzentrums bietet der bereits erloschene Vulkan mit seinen 196 m Höhe (der höchste in Auckland) einen 360°-Rundumblick auf die Region. In einem Lavaseekrater an der östlichen Seite des Mount Eden beherbergt der Eden Garden (24 Omana Ave) eine Pracht an Kamelien, Rhododendren und Azaleen. Dort findet man auch ein nettes Café zum Verweilen.

Auckland War Memorial Museum

Im Auckland War Memorial Museum (Auckland Domain) können Sie nicht nur die bedeutendste Sammlung zur Geschichte und Kultur der Maori bestaunen, sondern auch live Lieder und Tänze der Maori in Folkloredarbietungen erleben. Nebst anderen Artefakten bringt vor allem das 25 m lange und aus einem Stamm gezimmerte Kriegskanu mit Platz für 100 Krieger den Besuchern die historische Welt der Maori näher.

MOTAT
Museum   of   Transport   &   Technology

Im MOTAT Museum of Transport & Technology (Great North Rd, Western Springs) kann man  ca. 300.000 technische Geräte  begutachten. Nicht nur die Flugabteilung, restaurierte Oldtimer, Feuerspritzen und antike Landmaschinen begeistern, sondern auch die Militärfahrzeuge und Dampflokomotiven, die am Wochenende sogar in Betrieb sind.

Auckland Zoo

Unweit vom MOTAT findet man den Auckland Zoo (Motions Rd), wo die exotischen Tiere mal wieder den einheimischen die Show stehlen. Dennoch, wer sich von Tiger und Orang-Utan losreißen kann, wird unter anderem mit dem Blick auf den heimischen Kiwi belohnt. Für den nachtaktiven Laufvogel wurde extra ein eigenes Häuschen gebaut, damit die Besucher auch am Tag das Maskottchen der Neuseeländer bewundern können.

Cornwall Park & One Tree Hill

Freien Eintritt gibt es zum Cornwall Park mit dem 182 m hohen Vulkankegel One Tree Hill. Hier befindet sich auch das Grab des Vaters von Auckland, Sir John Logan Campbell, und ein Obelisk, den Campbell dem Maori-Volk zu Ehren errichtete. „One Tree Hill“ ist mittlerweile wohl eher eine Fehlbezeichnung, da überhaupt kein Baum mehr hier steht, nachdem schon der ursprüngliche heilige Totara-Baum 1852 von Siedlern durch eine Pinie ersetzt wurde und diese dann 2002 einer Aktivisten-Attacke mit Kettensäge zum Opfer gefallen ist.

Tamaki Drive

Der Tamaki Drive verläuft auf 8 km entlang der Uferpromenade und bietet jederzeit Zugang zu den Stränden – für Picknicks und Badevergnügen – sowie zu Boots- und Windsurf-Verleihen. Am besten fahren Sie die Straße mit dem Auto oder Bus, wobei es auch Wege für Fußgänger und Radfahrer gibt.

Kelly Tarlton’s Antarctic Encounter and Underwater World

In Kelly Tarlton’s Antarctic Encounter and Underwater World (23 Tamaki Dr) wandeln Besucher durch Unterwasser-Acryltunnel inmitten von Fischen, Haien und Rochen jeglicher Art. Wer mehr Nervenkitzel möchte, sollte sich einen Tauchgang zu den Haien leisten – entweder im Käfig oder auch ohne. Ein weiterer Teil der Anlage bringt Sie in eine antarktische Landschaft mit Pinguinen in Schnee und Eis.

Devonport

Die Auckland Harbour Bridge bringt Sie vom Stadtzentrum zur North Shore. Devonport, 3 km nördlich von Aucklands Zentrum, ist mit dem Auto über die Brücke in 30 min., aber auch in 10 min. mit der Fähre vom Ferry Building aus zu erreichen.
Eine i-SITE befindet sich hier an der 3 Victoria Road; ein DOC Office im North Head Historic Reserve (18 Takarunga Rd).
In diesem Ort mit dörflichem Charme laden verführerische Buchläden, kleine Galerien und Cafés, die zumeist in den viktorianischen Holzvillen untergebracht sind, zum Verweilen ein. Die Vulkankegel Mount Victoria und North Head thronen über den Köpfen der Einwohner.
Hier an der Hibiskusküste, die sich nördlich des Stadtzentrums auf einer Länge von 40 km erstreckt, reihen sich geschützte Buchten und weiße Sandstrände aneinander. Cheltenham Beach, Takapuna Beach und St. Leonards Beach sind nur einige davon.

Maori-Legende: Der Kampf der Vögel

Nachdem der Halbgott Tane den Himmelsvater von der Erde weggestoßen hatte und Licht in die Welt gekommen war, wuchsen Gräser, Büsche und Bäume auf ihr. Danach erschuf Tane mit seinen Händen die Vögel dieser Welt. Doch diese waren hungrig. So musste er sich die Zeit nehmen, jedem einzelnen Vogel zu zeigen, was gut für ihn war. Er zeigte einigen Beeren, anderen Insekten und Würmer und wieder anderen Fische und Krabben.
„Ihr müsst niemals Hunger leiden“, sagte er. Danach verließ Tane die Vögel und für lange Zeit waren sie glücklich.
Sie hatten gelernt Nester zu bauen, für ihre Jungen zu sorgen und ein je- der konnte sein eigenes Lied singen. Eines Tages nun beschloss Kawau, der Fluss-Kormoran, seinen Cousin den See-Kormoran zu besuchen. Er wunderte sich  darüber,  wie  weit der Ozean reichte, und erkundigte sich nach einem Mahl. Als er einen Fisch zugeworfen bekam und diesen mit einem Happen herunterschluck- te, schrie er wegen der Gräten vor Schmerzen  auf.
„Das ist ja furchtbar!“ klagte Kawau, „Komm mich am Fluss besuchen, dann gehen wir gute fette Aale jagen.“
Es  vergingen  einige   Monate,   bis der See-Kormoran kam. „Kalt ist es hier“, beschwerte er sich bei seinem Cousin.
Dieser lachte nur: „Ja, aber dafür gibt es hier bessere Fische. Sieh nur da, im dunklen Wasser: zwei Aale!“
Die beiden Cousins hatten sogleich Erfolg beim Fangen.
Der See-Kormoran war nach dem ersten Bissen  überzeugt:  „Cousin, das ist guter Fisch, ich werde zu dir ziehen und hier  leben.“
Kawau ängstigte das, denn er sah seine Jagdgründe in Gefahr. „Nein, du gehörst nicht hier her“, sagte er zu seinem Cousin.
Der Seebewohner widersprach, dass es doch genug Nahrung für beide gebe, doch er ward von seinem Cousin vertrieben.
Wieder zu Hause trommelte der See-Kormoran alle anderen Seevögel zusammen: „Hört! Ich war zu Besuch bei meinem Cousin, im Landesinneren, da gibt es Fische, er nennt sie Aale, die sind besser als die Seefische  hier.“
Ein Albatros entgegnete ihm: „Was hat das mit mir zu tun?!“ und meinte, dass sein Vorhaben, das Meer zu verlassen, nach einer dummen Idee   klinge.
Doch die Neugier siegte schließlich, und so machten sich die Seevögel auf ins Landesinnere. Kawau, der dies bereits geahnt hatte, erzählte den anderen Landvögeln vom bevorstehen- den Besuch seines Cousins. Plötzlich ertönte schon der Schrei eines Rotkehlchens: „Ich kann sie hören, sie kommen!“
Der Flügelschlag der Angreifer klang wie Donner auf dem Wasser. „Wer wird das Kriegsgeschrei anstimmen?“ fragte  Kawau.
„Ich werde!“ sprach der Tui und ließ seinen Ruf   erschallen.
Der Kampf wurde lange und erbittert gefochten. Federn  fielen  wie  Schneeflocken  zur Erde. Schließlich aber gaben die Seevögel auf und flohen zurück auf das Meer. Und seit- her gehen Land- und Seevogel nicht mehr an das Futter des jeweils anderen.

Der Norden

Spannende Gewässer

Eines der zwei Thermalbäder der Region befindet sich in Waiwera. Das zweite, Parakai Hot Springs, im Nordwesten. Das Weinanbaugebiet Matakana lohnt sich zum entspannten Durchfahren auf dem Wegnach Leigh, einem der beliebtesten Surfstrände. Hier kann man sich statt mit dem Board auch mit Schnorchel- bzw. Tauchausrüstung in die Fluten schmeißen oder mit dem Glasboden-Boot eine Tour starten.

Puhoi

In Puhoi zeugen noch heute einige Inschriften in der Kirche und auf den Grabsteinen von der ersten sudetendeutschen Siedlung in Neuseeland. Nebst dem klassischen Dorfcharme ruft auch das Puhoi Bohemian Museum mit seiner Käsezubereitung und -verköstigung die alten Zeiten zurück ins Gedächtnis.

Honey Center

In der Nähe von Warkworth findet man das Honey Centre, wo verschiedenste Sorten des neuseeländischen Honigs hergestellt werden. Den fleißigen Bienen kann man gut geschützt hinter Glas bei der Arbeit zusehen. In Warkworth selbst finden Sie eine weitere i-SITE (1 Baxter St) sowie ein DOC Office (28 Baxter St).

Das östliche Inselparadies

Im Osten von Auckland befindet sich der Hauraki Gulf, ein 4.000 km2 großer Flecken im Pazifischen Meer, gesprenkelt mit 47 Inseln, von denen einige frei zugänglich sind und andere wiederum eine Zutrittserlaubnis erfordern. Die meisten Inseln sind ohne Probleme von der Küste aus (Ferry Building) mit Fähren erreichbar.
Ob es nun ein Tagesausflug zur Wein-Insel Waiheke oder zur Vulkaninsel Rangitoto sein soll, oder doch ein längerer Aufenthalt auf der Great Barrier Island ins Auge gefasst wird – für was man sich auch entscheidet, es wird eine großartige Auszeit von Stress und Hektik des Alltagslebens sein. Der Blick auf Meeressäuger wie Wale, Orcas und Delfine während der Überfahrt zuden Inseln ist keine Seltenheit.

Rangitoto

Die ca. 10 km vom Stadtzentrum entlegene Insel Rangitoto ist mit ihrer Nachbarinsel Motutapu durch einen schmalen aufgeschütteten Damm verbunden. Rangitoto ist ein seit 600 Jahren schlummernder Vulkan, und somit auch der Letzte, der von den vielen Vulkanen in der Region Auckland ausgebrochen ist. Der auf 260 m gelegene Gipfel ist für jedermann mit festem Schuhwerk gut zu besteigen und lohnt sich für einen Tagesausflug. Außerdem befindet man sich hier mitten im größten Pohutukawa-Wald der Welt.

Waiheke Island (NZ842)

Waiheke Island, eine der am dichtesten besiedelten Inseln im Hauraki Gulf, ist mit einem flotten Katamaran innerhalb 35 min. zu erreichen.
Die Busverbindung auf der Insel richtet sich sehr nach den Fährzeiten, Mietautos und Taxis sind verfügbar. Am schönsten ist aber sowieso der Weg zu Fuß, bspw. vorbei an malerischen Klippen, hübschen Häuser und schicken Cafés in der Hauptsiedlung Oneroa, wo sich auch die i-SITE (116 Oceanview Rd) befindet.
Früher galt Waiheke Island als Zufluchtsstätte für Hippie-Künstler, doch hat sich die daraus erwachsene Kunstproduktion mehr und mehr dem Allerweltsgeschmack angepasst. Im Connells Bay Sculpture Park an der Südostküste lenken geführte Touren Sie durch ein Aufgebot faszinierender Skulpturen in bezaubernder Naturlandschaft.
Bekannt ist die Insel auch für ihre insgesamt 19 Weinkellereien. Ein Besuch kann prima mit einem leckeren Essen bei herrlicher Aussicht kombiniert werden. Das heiße und trockene Klima der Insel bringt exzellente Weine wie Bordeaux, Syrah und Rosé hervor. Man legt mehr Wert auf Qualität als auf Quantität, was die Preise etwas in die Höhe treibt. Bei den Weinproben muss daher auch mit einer Extragebühr von 3 bis 10 NZ$ gerechnet werden, die aber oftmals beim Kauf wieder erstattet wird. Die „Waiheke Island of Wine“-Karte verschafft Ihnen Überblick über die Kellereien.
Natürlich hält die Insel auch wunderschöne Strände bereit, wie zum Beispiel Onetangi, mit weißem Sand, und Palm Beach, eine U-förmige Bucht. Beide Strände bieten FKK-Bereiche.
Erfahrene Kajakfahrer können mit Ross Adventures (Matiatia Beach) 4-tägige Kajak-Touren um die Insel unternehmen und dabei verborgene Höhlen und Sandbänke erkunden, die nicht über Land zu erreichen sind.

Tiritiri Matangi Island

Freier Zugang gilt für Tiritiri Matangi Island – das bietet allen Naturliebhabern Gelegenheit, verschiedenste Vögel wie Takahe, Sattelvogel, Sittiche, Rotkehlchen, Kokako, braune Krickenten und Zwergpinguine zu beobachten. Da aus Europa eingeschleppte Nager wie Iltis, Marder und Ratten ausgerottet wurden, können die seltenen Vogelarten hier prächtig gedeihen. Erkunden Sie die Insel z. B. auf dem Island Loop. Ein Besucherzentrum befindet sich in der Wharf Road.

Great Barrier Island (NZ826)

Auf der zerklüfteten und dünn besiedelten Great Barrier Island (Maori: Aotea), die mit 90 km am weitesten von Auckland City entlegen ist, können Sie ganz und gar in eine andere Welt eintauchen. Ohne Supermarkt, zentrale Stromversorgung, Abwassersystem, Straßenbeleuchtung und Bankautomaten ermöglicht dieses Reiseziel Urlaub der etwas anderen Art. Unterstützung dabei finden Sie in der i-SITE am Claris Airport Terminal (Hector Sanderson Rd).
James Cook gab der Insel den Namen „Great Barrier“, weil sie einen idealen Schutz für den Zugang zum Hauraki Gulf darstellt. 30 km lang und 15 km breit bietet das Eiland tolle Strände mit Möglichkeiten zum Tauchen, Fischen, Surfen und Campen.
Seien Sie in der heftigen Brandung an der Ostküste der Insel vorsichtig!
Schöne Tage am und im Wasser garantieren die Kaitoke Hot Springs in der Inselmitte, der Surfspot Awana Bay an der Ostküste und der Tauch- und Schnorchelstrand der Harataonga Bay im Nordosten.
Reichlich Wanderstrecken, zum Beispiel hinauf zum 621 m hohen Mount Hobson laden zu aktiven Stunden ein. 12 km von der Hauptsiedlung Tryphena, bestehend aus ein paar Dutzend Häusern und einer Handvoll Läden und Touristenunterkünften, befindet sich der Flughafen der Insel in Claris, wo es auch eine Autowerkstatt, einen Waschsalon, eine Apotheke und ein Café gibt. Kraftstoffversorgung gibt es in diesen beiden Orten sowie in Whangaparapara und Port Fitzroy.

Der Süden

Otara Market

3 km nördlich von Manukau gelangt man zum recht belebten Otara Market (Newbury St, Otara Shopping Centre), dem größten Straßenmarkt Neuseelands. An rund 250 Verkaufsständen wird alles angeboten, von Kleidung, Kunst und Schmuck bis zu frischem Obst und Gemüse. Mittendrin in dieser farbenfrohen Gemeinde thront der Mangere Mountain (107 m).

Manukau

Der Süden Aucklands ist vielleicht nicht ganz so verführerisch wie die anderen drei Regionen, da es sich hier um eine eher ärmlichere Gegend handelt, dennoch kann zum Beispiel der Stadtteil Otahuhu in Manukau City mit seinem Eindruck von Multikulti bestechen. Hier rufen entlang der Hauptstraße  diverse asiatische und pazifische Händler um die Wette. Der Themenpark Rainbow’s End (2 Clint Crescent) bietet nicht nur für Kinder Spaß der besonderen Art. Ob Korkenzieher-Achterbahn, Free Fall oder Power Surge, für Adrenalinjunkies jeden Alters ist hier etwas geboten.

Auckland Regional Botanic Gardens

Nahe Manurewa gibt es eher etwas für die entspanntere Gestaltung des Tages: die Auckland  Regional Botanic Gardens. Hier wächst auf einer Fläche von 64 Hektar – aufgeteilt in dutzende Themengärten – eine Blütenpracht aus über 10.000 exotischen und einheimischen Pflanzen. Nebst regelmäßigen privaten Trauungen findet hier auch immer im November die schönste Gartenschau im Land statt, die Ellerslie Flower Show.

Der Westen

Der Westen der Region Auckland ist bekannt für seine schwarzen Sandstrände an der Tasmansee. Hier erwartet einen windgepeitschte Brandung und demnach auch erstaunlich viele Wasserwacht-Patrouillen.
Begegnen werden Ihnen hier Gras rauchende Surffreunde, naturliebende Hippies und exzentrische Künstler, die alle das Eine suchen: ein einfaches Leben an den Flanken der Buschlandschaft.

Kumeu

Kumeu ist ein alteingesessenes Weinanbaugebiet und beherbergt noch immer einige der ursprünglichen Weingüter, die von kroatischen Einwanderern in den 1940er Jahren etabliert wurden. Es gibt verschiedenste Touren, die Möglichkeit zu einer Wanderung durch die Weinhänge und anschließender Verköstigung geben.
Unter anderen kann man mit Awa Valley Vineyard Picknick in den Weinbergen, Barbecue und sogar kostenlose Weinproben genießen.

Waitakere Ranges

Tief in den„Wilden Westen“ geht es in den Waitakere Ranges. Hier, 20 km von Auckland City entfernt, findet man noch Restbestände der Kauri-Bäume. Diese wurden leider vor einigen Hundert Jahren fast ausgerottet. Unter anderen im Naturreservat Cascade Kauri, durch das der Auckland City Walk in 1 Std. führt, und im Süden hinter Titirangi stößt man noch auf die Riesen, die 50 m hoch und bis zu 2.000 Jahre alt werden können. Im dortigen Arataki Visitor Center (300 Scenic Dr) bekommen Sie alle nötigen Informationen für die gesamte Palette an Wanderstrecken.

Piha

Ein Paradies für Surfer ist Piha, auch wenn es wie an allen Stränden im Westen aufgrund der heftigen Brandung und der starken Unterströmungen gefährlich ist, sich hier in die Fluten zu schmeißen.
Beliebt ist der Stand dennoch für alle, die dem Alltagsstress der Stadt entfliehen wollen, sei es für Tagesausflüge, Wochenendtrips oder Familienurlaub. Auch in Piha sucht man vergeblich nach Supermarkt, Spirituosenladen, Tankstelle oder Bank, es gibt aber eine Art Krämerladen, der auch als Café, Imbissbude und Poststelle fungiert.

Karekare Beach

Karekare Beach ist nicht gerade optimal für Schwimmer, da die reißende See  unberechenbar ist und schon einigen unvorsichtigen Touristen zum Verhängnis wurde. Auch nur auf den Felsen zu sitzen kann gefährlich sein, da Wellen oftmals hinterlistig hochdonnern. Dennoch überzeugt der Strand durch die wilde, unberührte Natur und hat sich bereits in Film- und Serienproduktionen wie „Das Piano“ und „Xena“ als unübertroffenes Setting erwiesen.
Das naheliegende Wäldchen aus Pohutukawa-Bäumen bezirzt mit seinen roten Blüten zur Weihnachtszeit und dem idyllischen Wasserfall. Supermärkte und Transportmöglichkeiten findet man hier allerdings nicht. Den Filmstrand und tolle Ausblicke auf die Lagunenlandschaft bekommt man z.B. auf dem Zion Hill Beach Circuit zu sehen.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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