Egmont National Park

NZ852 Egmont National Park

Im Jahr 1900 gegründet ist der Egmont National Park der zweitälteste Nationalpark Neuseelands. 300 km Wegenetz und über 500 Bäche und Flüsse durchziehen das Areal, das aus dichtem Regenwald, Sumpfgebieten und alpinem Gelände besteht. Zahlreiche Aussichtspunkte und beeindruckende Wasserfälle garnieren die Landschaft. Acht DOC Huts bieten Wanderern Übernachtungsmöglichkeiten, darüber hinaus finden sich an den drei Zufahrtsstraßen ein Camphouse (Egmont Rd), eine Backpacker Station (Manaia Rd) und zwei Hotels (Pembroke Rd; Manaia Rd). Von Stratford, Inglewood und New Plymouth verkehren Shuttle-Busse in den Nationalpark. Vor Ort informieren das North Egmont Visitor Centre (am Ende der Egmont Rd) und das Dawson Falls Visitor Centre (am Ende der Manaia Rd). Mehr Fotos


Mount Taranaki

Herzstück des Nationalparks ist der Vulkan Mount Taranaki. Er entstand vor rund 120.000 Jahren; die letzte Eruption ist über 350 Jahre her, doch ist die Wissenschaft sich einig, dass der Mt. Taranaki noch nicht erloschen ist und sich nur im Ruheschlaf befindet. Seismometer überwachen daher ständig das Gebiet. Die Besteigung des 2.518 m hohen Mt. Taranaki Gipfels oder des zweiten, 1.966 m hohen Fanthams Peak sollten nur geübte Bergsteiger in Betracht ziehen. Über geführte Touren informieren die i-SITE und das DOC. Schöne Kostproben des alpinen Geländes geben der Maketawa Track an der Ostflanke des Berges und der Lake Dive Track südlich des Gipfels.

Pukeiti Gardens

Im nordwestlichen Ausreißer des sonst kreisrunden Nationalparks, zwischen den Füßen des Mt. Taranaki und den Pouakai und Kaitake Ranges, befinden sich die Pukeiti Gardens (2290 Carrington Rd). Auf der weitläufigen Anlage mit ihren pittoresken Spazierwegen sind mitten im urwüchsigen Regenwald über 2.000 Rhododendron-Sorten zu bestaunen und haben Pukeiti Gardens einen Ruf von Weltklasse eingetragen. Die Anlage ist bei freiem Eintritt täglich geöffnet.

Flora und Fauna

Der Nationalpark weist natürlich auch außerhalb der Pukeiti Gardens eine faszinierende Flora auf. Die vielgestaltigen Landschaftsformen geben Küsten-, Berg- und Regenwäldern, alpinen, subalpinen und Sumpfgewächsen ein Zuhause und beherbergen zahlreiche endemische Pflanzen. Eine Besonderheit stellt der „Goblin Forest“ an der Ostseite des Mt. Taranaki dar. Die moosbewachsenen Kamahi-Bäume mit ihren verschlungenen Phantasieformen haben hier eine märchenhafte Szenerie entstehen lassen.
Zur artenreichen Vogelwelt des Egmont National Park zählen unter anderem der Nördliche Streifenkiwi, der Farnsteiger und die Saumschnabelente (Blue Duck), die die nationalen 10$-Scheine ziert.

Sicherheitshinweise

Um die Schönheit des Egmont National Park genießen zu können, muss man auf alle Launen des Wetters gefasst und unbedingt entsprechend ausgerüstet sein. Sich vor dem Besuch über die Wetterlage vor Ort und den aktuellen Zustand der Wanderwege zu informieren, ist ebenfalls Pflicht; bei Unwetter können binnen Minuten Flüsse über die Ufer treten und Wege unpassierbar werden. Es ist daher auch empfohlen, bei einer der DOC Stellen die Ausflugspläne zu hinterlegen.

Dies ist ein Beitrag aus dem Reiseführer Neuseeland live

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