Region - Otago

Otago

Wo Goldstaub auf rote Erde fiel

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Die nächste Station unserer Neuseelandreise heißt Otago, was so viel bedeutet wie „Ort der roten Erde“. Die rötliche Farbe der Erde hier rührt von einer hohen Konzentration an oxidiertem Eisen her. Platt gesagt: Die Erde rostet.

Rostrot ist jedoch keineswegs die einzige Farbe in Otagos Malkasten: Schneebedeckte Berge, saftig-grünes Weideland, überwältigende milchblaue Seenlandschaften, in der Sonne faulenzende Robben und raue Berge und Täler sind nur einige der Mosaiksteinchen, die sich zu Otagos liebenswertem Gesicht zusammensetzen.

Wasser- oder Wintersport, Fahrrad fahren oder Wandern, wofür man sich auch entscheiden mag, Otago bietet ausgezeichnete Gelegenheiten.

Die flächenmäßig zweitgrößte Region des Landes liegt im Südosten der Südinsel und kuschelt sich zwischen die Regionen Canterbury, West Coast und Southland, während die lange, mal felsige, mal sanft abfallende Küstenlinie im Osten den Kontakt zu den Weltmeeren hält.

In Otago ‑ genauer gesagt: auf der Otago Peninsula genannten Halbinsel auf der Mitte der Küstenlinie ‑ begann wahrscheinlich im 12. Jahrhundert die Besiedlung der neuseeländischen Südinsel durch Maori. Zeugen aus der Vergangenheit findet man in Otago allerdings aus ganz unterschiedlichen Zeitaltern. Goldgräberstädte, viktorianische Städtchen und Maori-Siedlungen erzählen jeweils auf ihre Weise von einem Stück Zeitgeschichte.

Doch nicht überall ist das Verstreichen von Zeit von Bedeutung – in den abgelegenen und kaum besiedelten Catlins mit ihrem träumerischen Müßiggang scheint sie zumindest kein entscheidender Faktor zu sein. Zeit nehmen sollte man sich allerdings in jedem Fall für Otago, diese Region der Vielfalt, in der auf Nervenkitzel Ruhe folgt und man zwischen Naturschönheit und kulturellen Meisterwerken aus dem Staunen nicht mehr herauskommt.

Diese Aufnahme ist Teil des Hörbuch Neuseeland live